Stell Dir vor, es gibt einen Fixpunkt, und jeder sieht ihn woanders. Auch so könnte man Alberto Cissellos „Point Fixe” auslegen. Auf der Suche nach Fixpunkten wirkt der Mann mal selbstsicher, dann aber auch unruhig-haltlos. Einige im Publikum, zeitgeistig-ironiegetränkt, wiehern voll Plaisir, meinen sie doch, das Ganze sei ein überhobener Spaß.
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Es sind Worte, die aus Erfahrungen kommen – Worte aus zahlreichen Interviews sowie persönliche, die da zu Bewegung werden. In einer weiträumigen, aufgelassenen, weitgehend leeren Fabrikhalle; einer bereits etwas verwahrlosten, die, wie auch weitere Nebenräume, nun von KünstlerInnen genutzt wird: in Form von Graffitis und Objekten des Widerstandes.
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Mit einer absurden Groteske feiert das Odeon den 200. Geburtstag von Johann Strauß. In "Fleder.Strauss" treffen das internationale, multikulturelle Serapions Theater auf das wienerische beinhard.ensemble – und ergänzen sich blendend. Grenzen verschwinden, Dialekte setzen sich durch, Klangfarben bleiben, der Schmäh rennt. In der gemeinsamen Inszenierung schicken Max Kaufmann und Ernst Kurt Weigel Johann Strauß auf Weltreise und machen daraus eine bissige Persiflage auf das Wien von einst und jetzt.
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Schier rastlos, aber alles andere als trostlos – so treibt die Musik von Walzerkönig Johann Strauß den Plot in Karl Alfred Schreiners „Aschenbrödel“ voran. Dem hohen Erzähltempo wird dadurch ein mitreißender Sound munterer Heiterkeit beigemischt. In dem Märchenballett für das Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München finden alle ihr Liebesglück zu Musik von Johann Strauß.
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Grenzen verschieben par excellence: Wo hört hier die Musik auf, wo fängt der Tanz an? Für „Gute Wut“ – ihre erste Zusammenarbeit mit der Münchner Schauburg – wurde Ceren Oran im November mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Regie für junges Publikum“ ausgezeichnet. Die 1984 in Istanbul geborene Tänzerin und Choreografin hat die lokale wie internationale freie Tanzszene in den letzten zehn Jahren, die Ceren in der bayerischen Landeshauptstadt lebt, wiederholt mit emotional berührenden Stücken bereichert – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Nun ist ihr erneut ein preisverdächtiger kreativer Coup gelungen.
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Was für ein Auftakt! Das Bayerische Staatsballett startete mit John Neumeiers „Nussknacker“ und der Kritiker-Auszeichnung „Glanzlicht 2025“ in die neue Spielzeit. Nach über dreimonatiger Sommerpause auf die Bühne des Nationaltheaters zurück und setzt sich mit gleich vier „Nussknacker“-Besetzungen aufs Beste in Szene. Sechs Jahre ruhte John Neumeiers Fassung des beliebten Tschaikowsky-Klassikers, die – zum hörbaren Verdruss mancher Kinder – auf märchenhafte Zinnsoldaten oder als Mäuse verkleidete Tänzer ebenso verzichtet wie auf eine Verwandlung des hölzernen Nussknacker-Geschenks in einen Prinzen.
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Bettina Masuchs feines Händchen für das Tanzprogramm im Festspielhaus St. Pölten hat sich mit dem Gastspiel des Zürcher Balletts wieder einmal als goldrichtig erwiesen. Mit “Clara” wurde die Arbeit von Cathy Marston vorgestellt, die einen eigenwilligen Ansatz zwischen Tradition und Moderne vertritt und dabei – wie beiläufig – in emotionale Tiefen der handelnden Personen vordringt. In diesem Fall sind das Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms.