Royal Ballet: "Like Water For Chocolate", Ch: Christopher Wheeldon, Tanz: Laura Morero, Marcelino Sambé © Tristram Kenton / ROH

Circus Circa: "Beethoven 9" © Laura Manariti

"Große Fuge", Ch: Anne Teresa de Keersmaeker, © Ashley Taylor

Porträt Georg Kirsta, Universität Salzburg;
Georg Kirsta: Zeichnung für „Schrifttanz“, 1930.

Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz: „Der Sturm“, Ch: Ina Christel Johannessen; im Bild: Luca Seixas © Marie-Laure Briane

Indira Nuñez: „La Señora Muerte“ © S.Ekeh

Ballett der Oper Graz: "Schwanengesang", Beate Vollack © Ian Whalen

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Imove9

Mann zu sein bedarf es wenig, und wer Mann ist, ist ein König. Sicher werden alle (zumindest die Ü40) diesen Kanon noch aus dem Musikunterricht erinnern. – Oder hat das Liedl im Text doch anders begonnen? Egal, inhaltlich hat es gestimmt, und stimmt ja noch immer. 

Wheeldon09Christopher Wheeldon kocht ein neues Handlungsballett, nach Laura Esquivels mexikanischem Rezepte-Roman von 1989, der in Deutsch „Bittersüße Schokolade“ heißt – und der erste Akt lässt am Erfolg des Menüs zweifeln: Im Grunde ist er eine ausgedehnte, eine sehr ausgedehnte Exposition, von einem Regiekönner inszeniert, auch mit Tanz gespickt, doch mit einer Stunde Dauer so lang wie die zwei folgenden Gänge zusammen, mit vielen rätselhaften Bildern, vollgepackt mit Figuren, Themen und Handlung, getanztes Theater mehr als Tanztheater.

circa Beethoven1Brillant, überbordend, freud- und lustvoll verlief der Abend, mit dem die künstlerische Leiterin Brigitte Fürle ihre neunjährige Tätigkeit am Festspielhaus St. Pölten beendete. Die Kombination von einem partizipativen Projekt – „Le Grand Continental: alles tanzt“ von Silvain Émard – sowie „Beethoven 9“ mit Yaron Lifschitz‘ Circus Circa und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter Yutaka Sado war ein Abschied, der Fürles erfolgreichen Programmierung einen unvergesslichen Höhepunkt hinzufügte.

Fuge2Der neue Abend des Wiener Staatsballetts an der Volksoper lotet den Raum zwischen Himmel und Erde aus, den die Choreograf*innen Anne Teresa de Keersmaeker, Merce Cunningham und Hans van Manen so unterschiedlich zu nutzen verstehen. Das Programm „Kontrapunkte“ ist eine Hommage an die stilistische Vielfalt des Tanzschaffens im ausgehenden 20. Jahrhundert, die aus den unterschiedlichen Zugängen, Bewegung zu generieren, entstand. 

Kirsta 2 iconDie Lebensspanne des Malers, Bühnenausstatters und Ballettimpresarios Georg Kirsta erstreckte sich – zumeist gezwungenermaßen – über drei unterschiedliche kulturelle Räume. Dank seiner künstlerischen Vielseitigkeit und seines Charismas gelang es ihm, in jenen Orten, die er als Lebensabschnittsmittelpunkte gewählt hatte – Kiew, Wien, London –, in führenden Positionen Teil der jeweiligen Stadtkultur zu werden. In den frühen Zwanzigerjahren brachte er Kiewer Tanztheateravantgarde nach Wien, in den Fünfzigern wurde der Wahlwiener in London zum letzten Leiter des Original Ballet Russe.

ApproachesInterdisziplinäre Kunstprojekte mit dem Fokus auf zeitgenössischen Tanz und elektronische Musik zu fördern und zu produzieren schrieben sich die Tänzerin, Choreografin und multidisziplinäre Künstlerin Bianca Anne Braunesberger und der Musiker und Ingenieur Stefan Zotter in die Agenda ihrer 2011 in Oberösterreich gegründeten Kompanie „tauschfühlung“. Für diesen im doppelten Sinne einmaligen Abend programmierte Braunesberger neben zwei eigenen Arbeiten drei Stücke befreundeter, in Wien lebender Choreograf*Innen.

Sturm5Mehr Respekt für unseren Planeten. Lange schon wollte man beim Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz eine Arbeit der Norwegerin Ina Christel Johannessen vorstellen. Die Choreografin konzentriert sich seit Jahren ausschließlich auf Inhalte, die sie selbst interessieren und beschäftigen. Dazu zählen vor allem Umweltthemen, klimatische Veränderungen oder die Zerstörung der Natur. 

Imove8Der Sinn des Lebens ist ja vergleichsweise einfach zu erklären. Erklären Sie jedoch einmal Nicht-Tänzer:innen den Sinn des Tanzes!

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