02 Geburtstag5Der fünfte und letzte Teil der Artikelfolge, die der 400-jährigen Geschichte des Wiener Staatsballetts gewidmet ist, geht vom Stichjahr 2022 aus. Im Fokus der Betrachtung steht die Premiere von „Dornröschen“ am 24. Oktober 2022. Kein Ballett des internationalen Repertoires könnte geeigneter sein, ein Jubiläum solchen Ausmaßes zu feiern! Denn die über- und ineinandergeschichteten Zeitebenen des Märchens von Charles Perrault sowie seine vielfältige Rezeption auf der Wiener Ballettbühne umspannen genau jene Zeiträume, die das Staatsballett geformt haben. 

02 icon Geburtstag4Der vierte Teil der Artikelfolge, die der 400-jährigen Geschichte des Wiener „Haus-, Hof- und Staatsballetts“ gewidmet ist, geht vom Stichjahr 1922 aus. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Wiener Erstaufführung der „Josephs Legende“, eine Premiere, die, der Prominenz ihrer Schöpfer wegen – die Librettisten waren Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal, der Komponist Richard Strauss, der in diesem Jahr amtierender Co-Direktor des Hauses war –, jede andere Erstaufführung des Wiener Ensembles übertrumpfte. 

02 Icon Geburtstag3Der dritte Teil der Artikelfolge, die der 400-jährigen Geschichte des Wiener „Haus-, Hof- und Staatsballetts“ gewidmet ist, geht vom Stichjahr 1822 aus. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht ein Ballettereignis, das – weltweit gesehen – von nachhaltiger Bedeutung sein sollte. In „Ein neues anacreontisches Divertissement“ (zu Musik von Joseph Mayseder) debütierte die später als Inbegriff der romantischen Ballerina gefeierte Marie Taglioni! Wien nahm sofort zur Kenntnis, dass man mit der ätherischen, luftigen und schwebenden Tanzweise der Taglioni Bedeutendes vor sich hatte. 

02 Icon Geburtstag2Der zweite Teil der Artikelfolge, die der 400-jährigen Geschichte des Wiener „Haus-, Hof- und Staatsballetts“ gewidmet ist, geht vom Stichjahr 1722 aus. Er nimmt ein Ereignis zum Anlass, das die bereits vorhandene, am Hof agierende – ausschließlich männliche – professionelle Tänzerschaft per Kaiserlichem Dekret um eine „Hofscholarin“ (heute Elevin) erweiterte. Damit waren endgültig die Weichen für ein Wiener Ballettensemble im heutigen Sinn gestellt. Die Tänzerin, Johanna Scio, entstammte – ein Charakteristikum des darstellenden „Personals“ nicht nur dieser Zeit – einer Tänzerfamilie.

02 Eleonora IconFür das Wiener Staatsballett steht ein denkwürdiges Ereignis an: Der 22. August 2022 markiert die 400. Wiederkehr seines Geburtstags! Als Gründerpersönlichkeit kann Kaiserin Eleonora angesehen werden, die am 22. August 1622 eine Huldigung an ihren Gemahl Ferdinand II. organisierte und choreografierte. Mit Eleonora war die in Italien führende Mantuaner Musiktheaterkultur nach Wien gekommen, in Sachen Ballett erwies sich dieser Transfer als besonders nachhaltig. In Jahrhundertschritten soll in diesem und in vier folgenden Artikeln der Entwicklung des Wiener „Haus-, Hof- und Staatsballetts“ nachgegangen werden.

2 KovacsIconNach 75 Jahren ist die vor fünf Jahren in Budapest verstorbene ungarische „Bewegungskünstlerin“ Eva E. Kovács (1922–2017) im Körper von Boglárka Börcsök in sechs ImPulsTanz-Vorstellungen im mumok nach Wien zurückgekehrt. Zusammen mit ihren ebenfalls schon verstorbenen Kolleginnen Irén Preisich (1915–2017) und Ágnes Roboz (1926–2021) hat sie in der Performance „Figuring Age“ von Börcsök Besitz ergriffen, gemeinsam machen sie die an der Linzer Anton-Bruckner-Privatuniversität und bei P.A.R.T.S. in Brüssel Ausgebildete zu einer von drei guten Geistern Besessenen. 

02 Einstieg iconZu Neumeiers Hamburger „Die Unsichtbaren“ und einer „Wiener Liste“. Wäre John Neumeier nicht schon in Frankfurt und erst recht in Hamburg als ensembleleitender Choreograf gebührend gefeiert worden, müsste man ihn nun ob seiner Produktion „Die Unsichtbaren“ bekränzen! Diese Ehrung wäre umso mehr angebracht, als er – der gebürtige US-Amerikaner (!) –, dem, wie er schreibt, Deutschland so viel gegeben habe, es als seine Aufgabe ansehe, sich zu revanchieren. Dazu gehöre es auch, an all die durch die Nationalsozialisten verfolgten, heute oft kaum mehr bekannten TanzkünstlerInnen zu erinnern. Auch durch seine Initiative wird es nun möglich, diesen „Totenkränze“ zu flechten.

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