Dreiseitig umrundet das Publikum das Bühnentanz-Geschehen. Dieses fußt auf der sehr ursprünglichen Tanzform des Kreistanzes. Und der ihm innwohnenden Emotionen und Ideen widmen sich in dieser ersten Tanzproduktion des Grazer Opernhauses in dieser Saison drei Choreografen in – wie nicht anders zu erwarten ist – sehr unterschiedlichen Interpretationen. Wie setzt sich diese Tanzform in zeitgenössischem Bewegen, in aktuellen Kommunikationsbedürfnissen um? Dieser "Ring" handelt von etwas anderen Kreisen ohne sich im Kreis zu drehen.
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In Roland Petits „Die Fledermaus“ trifft Wiener Walzer auf französischen Esprit. Das Ergebnis ist eine rasant-liebenswerte Satire, die nur sehr vage mit der gleichnamigen Operette von Johann Strauss korrespondiert. Sie wartet mit einem noch verrückteren Narrativ auf, das einer gewissen Logik durchaus entbehrt. Doch Petit hat es geschafft, diese Geschichte tänzerisch so brillant zu erzählen, dass das überhaupt keine Rolle spielt.
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Was ist Heimat, wie fühlt sie sich an? Kann man Heimat riechen? Oder schmecken? Für wen ist was Heimat? Wo ist Heimat? Das kollektiv kunststoff versetzt die Zuschauenden dafür in einen Dachboden voll mit Kisten, Krimskrams und Erinnerungen und stöbert anhand eines Freundschaftsbuches diesen Erinnerungen nach. Wie ist dein Name? Was war dein Lieblingsessen? Was wünscht du dir? Und was hat das alles mit Walzer zu tun?
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Bereits 2019 bereitete „Peter Pan“ in der Choreographie von Vesna Orlić großes Entzücken beim jüngeren ebenso wie älteren Publikum in der Volksoper. Dann war die erfolgreiche Produktion während der Direktion Martin Schläpfers im Depot verräumt worden. Seine Nachfolgerin Alessandra Ferri sorgte nun für eine Wiederaufnahme des reizenden Tanzmärchens.
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Das enge Zusammenspiel zweier Kunstgattungen kann mehr als die Summe seiner eigenständigen Einzelformen: Das aufzuzeigen, diesem Mehrwert Raum zu geben, trat Valentina Moar vor nunmehr 10 Jahren an: Die künstlerische Verbindung von Tanzkunst und Filmkunst sollte endlich auch in Österreich eine Plattform erhalten; eine für diese Kunst und ihre Künstler so wie für ein Publikum mit offenen Augen. In diesem Jubiläumsjahr bot das dreitägige Festival einen Raum für 49 ‚bewegte Bilder‘.
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Zehn Jahre InTaKT, das bedeutet: zehn Jahre inklusives Theater in Graz. Auch in Graz, denn diese Gemeinsamkeit im Künstlerischen gab es vor zehn Jahren zwar schon anderswo; in der Schweiz und in Deutschland etwa, und ja, auch in Wien und Linz. Aber damit auch in Graz kulturelle Teilhabe für alle Menschen stärker umgesetzt wurde, mussten sich erst einmal Lina Hölscher und Christoph Kreinbucher finden.
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Trauer und Verlust erleben wir Menschen alle, auch wenn sie individuell unterschiedlich ausgedrückt und verarbeitet werden. Die israelische Choreographin Sharon Eyal, einst Tänzerin der legendären Batsheva Dance Company, widmete ihr neues Stück „Delay the Sadness“ ihrer verstorbenen Mutter und schafft es damit, diese archetypischen Zustände in eine adäquate und faszinierende Bewegungsform zu bringen.