Als Alessandra Ferri ihr Amt als Ballettchefin in Wien antrat, holte sie mit Patrick Armand einen erfahrenen Schuldirektor an die Akademie der Wiener Staatsoper. Der Qualitätssprung, den diese Neubesetzung mit sich gebracht hat, ist beachtlich – und zeigt sich in der Matinee nicht nur in der Eleganz der gezigten Choreografien und ihrer tänzerischen Ausführung. Die Ausbildung wird hier weiter gedacht und reicht deutlich über konventionelle Pädagogik hinaus.
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Das Programm musste kurzfristig geändert werden: Statt „Atlas Song" mit Anna von Hauswolff kam die GöteborgsOperans Danskompani mit eigens für sie kreierten Stücken von Marcos Morau und Hofesh Shechter ins Festspielhaus St. Pölten – und überwältigte mit Theater- und Tanzmagie. Eine Alternative, mit der die schwedische Compagnie ihren Ruf als eines der führenden zeitgenössischen Tanzensembles erneut bestätigte. Was als Notlösung angekündigt war, entpuppte sich als künstlerischer Glücksfall: ein Abend, der zwei der spannendsten choreografischen Handschriften der Gegenwart in direkten Dialog setzte und das Publikum mit der Wucht und Vielschichtigkeit zeitgenössischen Tanzes konfrontierte.- Hauptkategorie: Kritiken
In Reaktion auf das filmische Meisterwerk Charlie Chaplins geben drei, am Beginn einer Choreographen-Karriere stehende KünstlerInnen seinen zentralen thematischen Input weiter: An die TänzerInnen des Ballett Graz, um mit diesen gemeinsam ein differenziertes Mosaik des Pulsschlags unserer Zeit zu kreieren. Zu erleben sind drei hoch individuelle Perspektiven: Die von Katarzyna Kozielska, Anne Jung und Giovanni Insaudo. Tänzerisch umgesetzt in Bewegungsbildern von mitreißender Überzeugungskraft und von einer Compagnie, deren Qualität stetig im Steigen ist.
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Tradition ist keine Einbahnstraße. Stets nur in eine Richtung weitergedacht, wird sie irgendwann zur Sackgasse. Doch zum Glück gibt es Tanzschaffende, die einen guten Riecher für neue Impulse haben. Wie Peter Chu, der beim Ballett des Augsburger Staatstheaters das „Mozart-Requiem“ als spartenübergreifende Großproduktion choreografisch durchinszenierte. In dieser Saison steht es noch auf dem Augsburger Spielplan.
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Putzergarnelen sind kleine orange Meeresbewohner, die für die Sauberkeit im Ozean sorgen. „Essen, putzen, filtern, ruh´n“ ist ihr Tagesablauf. Garry und Nele sind zwei dieser freundlichen Crevetten, friedlich und sorgsam eifrig leben sie am Meeresgrund. „Bis eines Tages, niemand weiß wie es kam / Im wellenbewegten Ozean, / Bis eines Tages, niemand weiß mehr, wieso, / Nele rief: Heut´geh´n wir nach Irgendwo!“
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Dass die „West Side Story“ als Musical so ikonisch ist, liegt neben der großartigen Partitur von Leonard Bernstein und den ausgezeichneten Texten von Stephen Sondheim natürlich auch an der beispielhaften Choreographie von Jerome Robbins. In der Volksoper ist nun Lotte de Beers Inszenierung von 2024 wieder zu sehen, in der die Direktorin zum Glück nicht in die Falle grassierender Aktualisierungswut ging. Denn alles in diesem Werk ist nach wie vor gültig.
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DAS Margareten eröffnete im vergangenen April mit einem zutiefst persönlichen Tanztheaterstück. Die Tänzerin, Tanzdozentin und Choreografin Nadja Puttner sowie Jasmin Avissar – ehemals Mitbegründerin der Jerusalem Ballet Company and School und international tätig – haben es gewagt, ein vielseitig nutzbares Theater nahe dem Wiener Gürtel einzurichten. Dieses bietet Platz für alle Genres und steht auch für Tanzpädagogik, Workshops, Kurse sowie als Probe- und Aufführungsfläche für Performende offen. „Lebendiges Theater“ ist der Untertitel des derzeit 120 Plätze fassenden Etablissements.