zeigt das aktionstheater ensemble

©Gerhard Breitwieser

© Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

featuring Nikisha Fogo

Tanzcompagnie am Mainfranken Theater Würzburg:
„Ludwigs Leidenschaften: Vier Mal Beethoven“ © Nik Schölzel

Hans Makart, „Der Frühling“ (1883/84). In: Ralph Gleis (Hg.), „Makart. Ein Künstler regiert die Stadt“, Wien Museum/Prestel Verlag, München/London/New York 2011.

Uraufführung mit der GöteborgsOperans Danskompani

© Ingo Schäfer www.ingoschaefer.de

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oneliner1Eine Frau sucht einen Weg: durch Spalten und Löcher hindurch, im Netzwerk von Gegebenheiten; sie sucht ihren individuellen, ihren verschlungenen Weg hinaus und hinauf. Unbeirrbar und zielstrebig ist Aurelia Eidenberger unterwegs – mit ihrem Schlappseil als herausfordernden Partner; als Metapher für zu entdeckende Möglichkeiten, für kreative Experimente, aber auch für Grenzen des Machbaren.

01 Sylvia CHEREVYCHKO FOGOGanz in der Tradition des romantischen Balletts oszilliert das Libretto von „Sylvia“ zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt hin und her. Die dabei auftauchenden transzendentalen Verwirrungen, die der irdischen Logik nicht standhalten, konnte und wollte Manuel Legris in seiner neuen Fassung für das Wiener Staatsballett nicht ausräumen. Dass das Ensemble mit Nikisha Fogo eine neue, hinreißende Erste Solistin hat, ist hingegen unbestritten.

Ludwig 5Über Mauern hinweg. Die neue Tanzcompagnie am Mainfranken Theater Würzburg überzeugt mit „Ludwigs Leidenschaften: Vier Mal Beethoven“ von Dominique Dumais und Kevin O'Day. Zwölf tänzerisch starke Persönlichkeiten und ihre fesselnde körperliche Energie inmitten riesiger, grobbehauener Felsquader (Ausstattung: Jürgen Kirner) bilden den vielversprechenden Kern der seit Saisonbeginn komplett ausgewechselten Tanzsparte am Mainfranken Theater Würzburg. 

Sylvia 02 Sylvia iconAm 10. November 2018 tanzt das Wiener Staatsballett erstmals die von Manuel Legris erstellte Fassung des 1876 an der Pariser Oper uraufgeführten Léo-Delibes-Balletts „Sylvia, oder Die Nymphe der Diana“. Seine der französischen Aufführungstradition verpflichtete Edition gewinnt durch die Aufwertung der Rolle der Diana zusätzlichen Reiz. Im Folgenden sei auf die Trägerin der Titelrolle der schon 1877 an der Hofoper stattgefundenen Wiener Erstaufführung von „Sylvia“ – Bertha Linda – eingegangen. 

SAndmann4479Beate Vollack eröffnete ihre erste Saison als Ballettchefin im Grazer Opernhaus nicht zufällig mit diesem, der Schwarzen Romantik verpflichteten Kunstmärchen nach E.T.A. Hoffmann: Hatte sie doch nicht nur vor vielen Jahren selbst die Coppélia im Ballett von Leo Délibes getanzt, sondern es beschäftigte sie schon lang davor und bis heute neben der Faszination für das zentrale Thema vor allem eine Frage:

Jewels1 Emeralds1Huldigung an die Schönheit der Tanzkunst. Einfach nur strahlen, so richtig von innen heraus. In George Balanchines Edelstein-Ballett „Jewels“ ist das die ultimative Herausforderung – individuelle emotionale Farbigkeit eingeschlossen. Die schnörkellosen, typisch neoklassischen Attacken trippelnder, galoppierender, promenierender bzw. zielgenau in die Luft schnellender Spitzenschuhe und das virtuose Drumherum der Männer charakterisiert keine Figuren.

midsummer4024Enrique Casa Valga zelebriert sein zehnjähriges Jubiläum als Direktor der Tanzcompany am Tiroler Landestheater mit einem dimensionsübergreifenden Tanzabend. Stoff des neuen choreografischen Juwels "A midsummer night's dream" im Hause am Rennweg 2 war William Shakespeares gleichnamige Komödie. Valga und die Librettistin Katajun Peer-Diamond konnten die komplexe Narration textgetreu in Tanzbewegungen übersetzen.

regensburgmori6Variationen auf die Vergänglichkeit. Kein Kontrast ist größer als zwischen Leben und Tod. Hier holte sich Yuki Mori, Leiter der Regensburger Tanzsparte, die Anregung zu seiner ersten Spielzeitpremiere von Franz Schuberts thematisch wohl bekanntestem Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ und erweiterte die Drastik im Spannungsbogen noch um den Aspekt der Jugend. Etwas, das bestens zur Kunstform Tanz passt.