Standbild aus dem Film © Teatro Barocco

beim Bayerischen Staatsballett

© Wilfried Hösl

"Kreatur" im Festspielhaus St. Pölten

© Sebastian Bolesch

Neue Produktion: "Requiem"

© Simon Mayer

Zusatzvorstellungen in Graz:

Arthur Haas, Paulio Sovari, Enrique Sáez Martínez
© Ian Whalen

von Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir

© Marie-Laure Briane

Bayerisches Junior Ballett München in Jiri Kyliáns "Un Ballo"

© Wilfried Hösl

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lenozzedifigaro2Derösterreichische Regisseur und Choreograph Bernd R. Bienert hat bereits einige Opern der Wiener Klassik inszeniert. Er legt nicht nur auf eine historisch informierte Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten Wert, sondern wendet auch Szene und Schauspielstil des 18. Jahrhunderts an. 2016 hat er Mozarts „Le Nozze di Figaro“ im Schlosstheater Laxenburg aufgeführt, filmisch festgehalten und daraus einen „Opern-Stummfilm mit Live-Musik“ gemacht.

Nussknacker1Als Weihnachtsklassiker nicht totzukriegen. Das liegt bei Tschaikowskys „Nussknacker“ vor allem an der grandios-farbigen Partitur. Sie gleicht einer feinen, ausladenden Pralinenbox, angefüllt mit vollmundigen Noten. Lust zum Tanzen steckt hier in jedem Takt. Das muss auch John Neumeier gespürt haben.

martens1Mannigfaltige Drei-Einigkeiten. Bumm! Ein heftiger Trommel-Schlag in absoluter Finsternis eröffnet „Rule of Three“, eine ambivalente, weil zeitweise hoch-intensive, dann wieder herausfordernd stille Performance des flämischen Choreographen Jan Martens. Das Tanzquartier Wien zeigte in der Halle G die aus 22 Episoden komponierte Untersuchung der postmodernen Realität und deren Wirkung auf den Menschen.

kreatur1Samurai und Wolken. Sasha Waltz, designierte Ko-Intendantin des Berliner Staatsballetts, hat nach zwölf Jahren wieder eine reine Tanzchoreographie für ihre Kompagnie gestaltet. 2017 wurde „Kreatur“ von Sasha Waltz & Guests im Berliner Radialsystem V uraufgeführt und war nun im Festspielhaus St. Pölten zu sehen.

 

gameGelassen-selbstbewusster Auftritt der fünf Spieler auf ihrer Bühne, auf dem Spielplatz: Mit huldvoller Geste begrüßen sie das Publikum, blicken gemächlich taxierend in die Runde. Ein starker, ein witzig überzeichneter Anfang und so warten die geschätzten Zuseher amüsiert-gespannt. Sie warten auf die neueste Performance von Tomas Danielis, auf die mit seiner 2017 gegründete Companie FEYNMen.

requiemWenn Simon Mayer Brauchtümer performativ erkundet, dann geht es zur Sache. Auch sein „Requiem“ beginnt schonungslos. Im Foyer des Odeon wird der Körper von Matteo Haitzmann einbalsamiert, verkabelt und dann von vier Männern zu Grabe getragen. Das Publikum geleitet als Begräbnisschar den Leichnam ins Theater, wo er vor unseren Augen eingegraben wird - komplett.

maurerEntropie in der Sprache. In ihrem Stück „If What Could Be Is How Why Not“ frönt die in Wien lebende gebürtige Salzburgerin Andrea Maurer ihrer großen Leidenschaft, der Zerlegung von Sprache. Ständig wiederholte, aber in immer neue Abfolge und sich ändernden Raum gebrachte Ketten einfacher Sätze werden schließlich völlig zertrümmert, bis alles, Sprache, Bühne und Sound im Chaos endet.

super5Trotz ihrer langjährigen „Exils“ im Burgenland kann Liz King, Pionierin des zeitgenössischen Tanzes in Österreich, mit ihrem treuen Wiener Publikum rechnen. Viele unter ihnen haben das legendäre Tanztheater Wien (ca. 1982 bis 2000) wohl nicht live erlebt, doch die engagierte Nachwuchsförderung, die die Choreografin im Burgenland betreibt, hat auch die jüngere Generation in den Ankersaal im 10. Bezirk gebracht.