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beim Ballett der Oper Graz

© Laurent Ziegler

Österreichische Erstaufführung im Kosmos Theater

Im Bild: Johanna Prosl © Bettina Frenzel

gab ihr "Debut" im Festspielhaus St. Pölten

Bild: Acosta Danza in "Imponderable" von Goyo Montero © Johan Persson

der Yang Liping Contemporary Dance

© Ding Yi Jie

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musicforawhile1Die Kunst, das echte Leben zu zitieren. Die gute, alte Metapher für das Leben schlechthin: Der Tanz. Um ein musikalisches Arrangement aus Monteverdi, Händel und Purcell – live vom Ensemble L’Arpeggiata vorgetragen und unter der Leitung von Christina Pluhar – entspinnt Mei Hong Lin ein festlich angelegtes Stück, das am 14. Oktober im Linzer Landestheater Premiere hatte.

2 DeKeersmaekerDas Wieder-Sehen von Kunst gehört zu den außerordentlichen Erlebnissen, wobei das ausschließlich für den Körper sowie eine körperliche Wiedergabe Konzipierte einen ganz besonderen Platz einnimmt. Mehr als andere künstlerische Äußerungen nämlich ist seine Entstehung doch von einer psychischen und physischen Verfasstheit, dazu von einem bestimmten Umraum abhängig. Das Wieder-Sehen von Tanzstücken ist also nicht nur ein Wiedereintauchen in den Entstehungsraum der Kreation mit allen ihren Beteiligten, sondern auch ein Zurückgehen in die Vergangenheit der ZuseherInnen.

wachter2Die Inszenierung österreichischer Literatur ist Programm im Theater Franzjosefskai21 von Alexander Waechter. Diesmal rezitiert er aus Joseph Roths Familiensaga „Radetzkymarsch“. Die Geschichte über die Trottas ist nicht nur ein Schlüsselwerk zum Verständnis des Zerfalls der Donaumonarchie, für den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) zählte es zu den Top 20 der deutschen Literatur.  Wie immer erweckt Waechter mit seiner Interpretation sowohl Inhalt als auch die altösterreichische Sprache zu neuem Leben.

verdonck1Bei einer Auslastung von mehr als 90 Prozent und damit mehr als 50.000 Besuchern konnte für die für die 50. steirischer herbst-Ausgabe und die 12. und damit letzte Intendanz des Festivals von Veronika Kaup-Hasler bereits eine erfreuliche Bilanz gezogen werden: noch vor den allerletzten Tagen und damit auch noch vor dem Ausspielen von vier weiteren außergewöhnlichen Produktionen aus dem Bereich der darstellenden Kunst.

aktionstheater1Regisseur Martin Gruber und sein Aktionstheater Ensemble widmen sich Glaubensfragen. „Ich glaube“ ist ein höchst unterhaltsames und gleichzeitig forderndes Stück Theater, dessen aber-witzige Texte, von Gruber und dem fabelhaften Schauspielerteam kreiert, sich in einer rasanten Dramaturgie entfalten. Bei der letzten Vorstellung der Serie im Werk X präsentierten sich die DarstellerInnen noch einmal in Höchstform.

Ensemble Graz„Meine Seele hört im Sehen“ nennt Jörg Weinöhl, Ballettdirektor des Hauses seit 2015/16, seine Choreographie und erreicht tatsächlich das in diesem Titel Angesprochene: Dass das eine und andere Mal zu erahnen ist, was Weinöhl meint, wenn er von der „ungeschützt berührenden und fragilen Ebene“ zwischen Hören und Sehen spricht. Dass also ein wenig zu erleben ist, was hier mit „Seele“ zu umschreiben versucht wird, was bei einer Umsetzung von Musik in Bewegung in Schwingung versetzt und empfunden werden kann.

goodmorning 3In ihrem Text „Good Morning, Boys and Girls“ setzt sich die Autorin Julie Zeh mit der Genese eines Amoklaufes auseinander. Barbara Klein (Regie) und Paola Bianchi (Choreografie) haben die österreichische Erstaufführung im Grenzbereich zwischen Realität, Videospiel und emotionalem Niemandsland angesiedelt, in dem sich jugendliche Gewalttäter befinden könnten.  

Freitas1 webZwei sowohl inhaltlich als auch formal sehr unterschiedliche Performances prägten die zweite Woche beim steirischen herbst 2017: Dort, wo persönliche Erinnerung, zeitgeschichtliche Fakten, Übertechnisierung und Einsamkeit einander treffen, hat Jaha Koo, geboren 1984 in Südkorea, seine Performance „Cuckoo“ angesiedelt. Die kapverdische Tänzerin-Choreographin Marlene Monteiro Freitas geht in ihrem „Bacchae – Prelude to a Purge“ thematisch in groben Zügen von Euripides aus.