Chris Haring / Liquid Loft
im Tanzquartier Wien
© unbenannt

Ballett am Rhein in "Ulenspiegeltänze" von Martin Schläpfer © Ingo Schäfer www.ingoschaefer.de

Olga Esina, Jakob Feyferlik und Ensemble © Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

Die frühen Jahre

Gertrud Bodenwieser, Foto: d’Ora-Benda
© Bildarchiv Austria/Österreichische Nationalbibliothek.

mit dem T*H Kinderensemble

© Franzi Kreis

"Don Quixote" © ROH / Johan Persson

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Haring0Mit zarten, grünen Lichtlinien wird ein Haus in den schwarzen Bühnenraum gezeichnet, in dem ein einzelner Tänzer anfängt seinen Körper zu strecken, zu beugen, zu verrenken. Dabei knatscht es ganz gewaltig. Ist es der Sound des Körpers oder ein Widerhall des „virtuellen“ Gebäudes? „Models of Reality“ verortet futuristische Menschen in einem akustischen Raum, in dem sie in einer Art Geräuschsprache miteinander kommunizieren.

Schaepfer iconIch treffe Martin Schläpfer in Düsseldorf im neuen Balletthaus der Deutschen Oper am Rhein. Einige Wochen vor der Premiere der „Ulenspiegeltänze“ bekomme ich während der Proben Gelegenheit ihn bei der Arbeit mit seinem Ballettensemble in Aktion zu erleben. „Ich denke als Tänzer. Ich weiß noch wie es sich anfühlt.“ wird er mir später im Interview mitteilen.

clownKetturkatKarin Bayerle und Peter Ketturkat haben sich mit ihrem Puppen- und Objekttheater „Ein kleiner Clown will hoch hinaus“ in eine zauberhafte Welt versponnen. Die Mobiles von Alexander Calder und Henry Millers Erzählung „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ standen bei dem Projekt Pate. Das Ergebnis ist eine poetische Entdeckungsreise im Puppenbauen, für das junge Publikum ab 4 war der Unterhaltungswert aber eher nicht auszumachen.

RockBallet3Wer Ballett – wegen Männern in Leggins – hasst, der wird die aktuelle Jubiläumstour „Rock the Ballet X” mögen. Auch auf große Gefühle oder Inhalte zu elitären Musikkompositionen verzichtet man hier. Dafür gibt es sexy Beats zu Rock und Pop, wilde Sprünge in schwarzen Hosen und trendig-bunten Hemden sowie kesse bis frech-anzügliche Hüftschwünge ohne Ende. Und das zu Beginn unisono von den sieben hyperagilen Männern und den drei erfrischend typenunterschiedlichen Frauen.

Schwanensee iconMit dem Avancement des 21-jährigen Solotänzers Jakob Feyferlik zum Ersten Solisten des Wiener Staatsballetts endete die erste Vorstellung der „Schwanensee“-Serie in dieser Saison. Die Ehrung auf offener Bühne durch Staatsoperndirektor Dominique Meyer war der Höhepunkt eines ansonsten durchwachsenen Abends, bei dem Musik und Tanz nicht immer d'accord waren.

Perle3Über Lautsprecher werden mit distanzierter Wissenschaftlichkeit Fakten zu Gedächtnisfunktionen des Gehirns eingespielt, zu intakten und weniger intakten: Bevor im schmucklos schwarzen Raum eine Gestalt zu bewegen sich beginnt - mit gezieltem Agieren, in ansprechend ästhetischem Fluss. Bis Sand ins Getriebe kommt: auf respektive „in“ ihren Kopf und das Kernthema ‚Identitätsverlust‘ visuelle Formen annimmt.

TH WW5Kinder spielen für Kinder (ab 8) in Bert Gstettners Tanz*Hotel Produktion „Wilde Welten“. Ein ernsthafter Spaß für die Mitwirkenden des T*H Kinderensembles, reines Vergnügen für das Publikum ist dieses Musik-Tanz-Theater, das auf Grundlage des Bilderbuches „Where the Wild Things Are“ von Maurice Sendak, einem Klassiker der Kinderliteratur, entstand.

2 Bodenwieser ProfilDas Wien der Nachkriegszeit zeigte kein Interesse daran, jene, die 1938 vertrieben worden waren, wieder nach Hause zu holen oder gar mit deren einstigen Positionen zu betrauen. Die Tatsache, dass einigen ExilantInnen – wie etwa Gertrud Bodenwieser (1890 Wien – 1959 Sydney) – das Glück zuteil wurde, in ihrer neuen Heimat – im Fall Bodenwieser Australien – nicht nur geachtet zu werden, sondern auch ihre Lehre als Basis für dortige Entwicklungen weitergeben zu können, lässt das Wiener Verhalten keineswegs vergessen.