JulaLena „Wie du mir so ich dir“ © Michael Traussnigg

im Waldviertler Hoftheater

© Hartl-Gobl

Johann Kresniks „Macbeth“, Andressa Miyazato, Pavel Povrazník, TANZLIN.Z 2018 © Dieter Wuschanski

Tanz an Österreichs Theatern

Ballett am Rhein „Schwanensee“ © Gert Weigelt

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VerrueckteZum zweiten Mal wurden im binaren Festival der freien Theater in Graz, newsOFFstyria, aktuelle Entwicklungen in der darstellenden Kunst vorgestellt. Aus den zahlreichen Einreichungen hatte eine dreiköpfige internationale Jury fünf Projekte ausgewählt, die in Kooperation von theaterland steiermark und den steirischen Theaterfesten der Regionen für das Festival produziert und als Premieren präsentiert wurden.

carvone Faun iconAbtauchen in Pans Universum. Ein Rasenfleck für ein Leben. Der grüne, mit Kunstrasen bezogene Kubus dominiert die Mitte des kleinen Münchner Gasteigtheatersaals Black Box. Vogelgezwitscher erfüllt den Raum. Auf dem exponierten Winkel Natur faulenzt ein schwarzgekleidetes Wesen. Der Blick unter seiner fellgefütterten Pudelmütze im diffusen Zwielicht zwischen Tag und Nacht ist gen Himmel gerichtet.

ZelenskyIgor Zelensky bleibt Ballettdirektor in München. Vor einer kleinen Journalistenrunde hat er am Dienstag, den 10. September gemeinsam mit dem strahlenden Kunstminister Bernd Sibler eine Verlängerung seines Vertrags bis Sommer 2026 unterzeichnet. Damit ist die nahe wie mittelfristige Zukunft des Bayerischen Staatsballetts organisatorisch unter Dach und Fach – über den Intendantenwechsel von Nikolaus Bachler zu Serge Dorny hinaus.

traviataPuren Operngenuss ohne störendes Regietheater, dafür aber mit Charme und Augenzwinkern - das kann man meistens im Letzten Erfreulichen Operntheater (L.E.O.) erleben. In der neuen „Traviata“ lässt es sich wunderbar mit Melanie Wurzer als Violetta und Stefan Fleischhacker als Alfredo mitweinen. Auch Tränen des Lachens fließen zahlreich, dank des herrlich trockenen Humors von Conferencier Paul Müller.

Cover DEFIn ihrem neuen Buch begibt sich Dagmar Ellen Fischer auf eine tänzerische Spurensuche von der Urzeit bis ins Heute. Diese beschränkt sie nicht auf Europa, vielmehr versucht sie einem globalen Blick zu folgen. Ein ambitionierter Ansatz, den die Biografin von Egon Madsen und Ivan Liska auf 300 reich bebilderten Seiten einzulösen versucht.

Halleluja2Es ist nicht das erste Mal, dass das Buch der Bücher als Vorlage für ein Musical dient. Regisseur Hanspeter Horner hat für „Halleluja – Die Bibelshow“ gleich das Alte und Neue Testament durchforstet. Die Auswahl offenbart die ganze Wucht menschlicher Grausamkeit mit göttlicher Segnung – verpackt in eine hinreißend hinterfotzige Komödie zur Musik von Franz Alexander Langer.

TW LecavalierSein Name ist mittlerweile zum Synonym für die Organisation Joint Adventures geworden, die unter anderem die jährliche Tanzwerkstatt Europa in München veranstaltet: Walter Heun (der von 2009 bis 2017 übrigens künstlerischer Leiter des Tanzquartier Wien war). Und seine magische Zahl ist die Elf. Künstler aus elf Ländern waren diesen Sommer bei seiner Tanzwerkstatt Europa zu Gast.

02 Kresnik HellnweinIm Juli 2019 waren in Wien Werke von ChoreografInnen zu sehen, die im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts zu Ikonen aufgestiegen waren. Nach Maurice Béjarts vom Tokyo Ballet in der Staatsoper getanztem „The Kabuki“ (1986) eröffnete TANZLIN.Z mit Johann Kresniks „Macbeth“ (1988) ImPulsTanz. Ebenda war auch Pina Bauschs „Masurca Fogo“ (1998) zu sehen. Gesellschaftspolitische Gegebenheiten, Geschmack und Ästhetik, Tänzer- und Zuschauerschaft haben sich seither entschieden geändert, ein erneutes Sehen dieser Werke war also von besonderem Interesse.