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von John Neumeier bei der Hamburg-Premiere

© Kiran West

Der Film über Loïe Fuller ab 16.12. in österreichischen Kinos

© Prokino Filmverleih GmbH

Dance for Health and Wellness: Workshop in Wien

von Thierry Malandin an der Volksoper Wien

© Wiener Staatballett / Ashley Taylor

ein choreografisches Puzzle von Valentin Alfery & Hungry Sharks

© Erli Gruenzweil

Loulou Omer in Simon Wachsmuths „Qing“ 2-channel video projection and archival images 2016 © steirischer herbst

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01 Raymonda iconIn den mehr als hundert Jahren seiner Existenz nahm das Ballett „Raymonda“ zu Musik von Alexander Glasunow so manche Gestalt an. Diese war geformt von der Zeit, den verschiedenen ästhetischen Räumen mit ihren jeweils eigenen theaterpraktischen, soziokulturellen und politischen Gegebenheiten. Eine Konstante blieb: 1898 im Mariinski-Theater in St. Petersburg uraufgeführt, wurde das Ballett immer als der letzte Klassiker von Marius Petipa angesehen. In Rudolf Nurejews Fassung kehrt „Raymonda“ nach einer Absenz von 17 Jahren nun wieder in den Wiener Spielplan zurück.

liedvondererde1Die Kunst des sinfonischen Balletts. Seit Beginn seiner Karriere bildet das kompositorische Werk Gustav Mahlers einen Fixpunkt in der Arbeit von John Neumeier. 15 Ballette zu Mahlers Musik sind inzwischen entstanden. Und auch „Das Lied von der Erde“, dessen Hamburger Fassung unlängst als erste Premiere der Spielzeit gezeigt wurde, resultiert aus dieser intensiven Auseinandersetzung.

JudithTanzende Bilder oder Tanz nach Bildern, so könnte man Eva-Maria Schallers Konzept und Choreografie mit wenigen Worten beschreiben. Wer oder was ist Judith in Gemälden großer Maler wie Caravaggio, Klimt oder Botticelli? War sie Freiheitskämpferin, fromme Witwe, Femme fatale oder einfach eine Verräterin? Die Antwort dieser Fragen sollen dabei die ZuschauerInnen für sich selbst finden. Die Innsbrucker Premiere rief eine besonders hohe Publikumsresonanz hervor.

Nussknacker1Dass zur Weihnachtszeit die Offenheit für Märchen- und für Zauberhaftes besonders gegeben ist, war im zahlreich gekommenen Uraufführungs-Publikum zu spüren. Dass zur kalten Winterszeit dies auch für die Bereitschaft zu Träumen und reflexiver  Innenschau zutrifft,  mag ebenso gelten. Dass die Verbindung von beidem in einem Kunstwerk gelingen kann, das dachte sich offensichtlich der Grazer Ballettdirektor und Choreograph Jörg Weinöhl in Zusammenarbeit mit seiner Kostüm- und Bühnenbildnerin Saskia Rettig.

afo2„Architektur und Tanz“ treffen sich noch bis Mitte Dezember im Architekturforum Oberösterreich afo. Auf den ersten Blick eröffnen sich Unterschiede: Auf der einen Seite etwa die Statik, also die unbewegliche Zuverlässigkeit von Tragwerken. Und die der Bewegung, des Schwunges, des Federns, ja, manchmal sogar des Schwebens auf der anderen Seite. Sogleich verrät der zweite Blick, dass solcherlei Gegensätze auch immer etwas miteinander zu tun haben. Über die Ausstellung schreiben Tanja Brandmayr und Theresa Gindlstrasser.

ThossIn der gerade laufenden Serie des dreiteiligen Abends „Thoss | Wheeldon | Robbins“ gab es mit dem Rollendebut von Mihail Sosnovshi eine neue Auslegung der Choreografie "Blaubarts Geheimnis" von Stephan Thoss. Christopher Wheeldons geheimnisvolles neoklassisches Ballett „Fool’s Paradise“ hatte es nach der dramatischen Präsentation des Frauenmörders schwer sich zu behaupten, bevor „The Four Seasons“ von Jerome Robbins Kurzweil und Unterhaltung verbreiteten.

montalvo1Unter den vielen Choreografien von Strawinskis „Frühlingsopfer“ zählt jene von José Montalvo wohl zu den originellsten. Der französische Tanzschöpfer mit spanischen Wurzeln lässt den pulsierenden Rhythmus in die Körper seiner Tänzer strömen. Ob diese nun ihre Stärken im Flamenco, Hip Hop oder Ballett haben – unter Montalvos Regie verschmelzen sie zu einem Corps de ballet, der den Unterschied feiert und stellen damit ein gesellschaftliches Modell in den Raum, das diese gleichzeitig überwindet. Großartig!

CONSEQUENCEÜber 7000 Plastikflaschen liegen ordentlich gereiht als glitzernder, transparenter Teppich auf dem Boden, umrahmt von Marmorsäulen und Treppen; darüber, auf dem Plafond Anselm von Feuerbachs barockes Fresko „Titanensturz“. Der prächtige Historismus der Aula der Akademie der Bildenden Künste gewinnt mit diesem modernen Werkstoff etwas Geheimnisvolles, Unbestimmbares.