"Psylmensymphonie" © Ashely Taylor / Wiener Staatsballett

von Veza Fernández

© Kati Goettfried

The Royal Ballet in "Flight Pattern" © ROH / Tristram Kenton

© "Jewels. Diamonds" © Wilfried Hoesl

"Human Being Human" von Darren Ellis © Armin Bardel

"Totem" © Cirque du Soleil / OSA Images

Eine israelische Volkstanzgruppe mit Wera Goldman tanzt 1947 in Wien. In: Judith Brin Ingber (Hg.), „Seeing Israeli and Jewish Dance“, Detroit 2011

Maud Le Pladec "Twenty-seven perspectives" © Konstantin Lipatov

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PILOBOLUSJohnKaneAbtauchen in ein wildes Abenteuer der Phantasie. Darum geht es in „Shadowland“ – einer vor zehn Jahren aus der Taufe gehobenen Performance-Show. Nun ist das 1971 von Moses Pendleton, Jonathan Wolken, Lee Harris und Robby Barnett gegründete Pilobolus Dance Theatre aus Connecticut mit seiner charmanten Geschichte um ein Mädchen an der Grenze zum Erwachsenwerden wieder auf Tour.

edwardsSeitdem die Wiener Stadtzeitschrift Falter die Missstände an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper aufgedeckt hat, haben Medien ausgiebigst darüber berichtet. Fast kein Tag verging, an dem es zu dem Thema nicht auch Fernsehdiskussionen gab. Was eine Debatte über pädagogische Konzepte auslösen sollte, droht in eine Schlammschlacht auszuarten. Doch nun hat die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen eingeleitet.

fernandez4Veza Fernández rief, und alle sind gekommen. Einige auch auf der Bühne. Die queer-feministische Gemeinde feierte eine ihrer Ikonen, die Premiere ihres jüngsten Stückes „Amadora Llama“ (or the loving flame is also the lover that calls) und sich selbst im Tanzquartier Wien. Von der sexuellen in die religiös-mystische Ekstase und wieder zurück bewegte sich die PerformerInnen-Gemeinschaft, und die der queeren Mitmenschen rückte wieder ein wenig enger zusammen.

Artifact1Die Meister des 20. Jahrhunderts vereint an einem Abend beim Wiener Staatsballett: William Forsythe, der Balanchines Neoklassik verehrt und gleichzeitig aus dem Lot brachte; Hans van Manen, der mit Empathie und Humor auf menschliche Beziehungen schaut und Jiří Kylián, der einen fließenden Bewegungsmodus in Bilder von überwältigender Schönheit gießt.

Jewels Rubies EnsembleBalanchines „Jewels“, ein gut abgehangenen Dreiteiler aus dem Jahr 1967 hat weder Inhalt noch Spannungsbogen. Das Ballett lebt nur aufgrund seiner farbig glitzernden Formen. Eigentlich gefährlich langweilig, wie Auslagen unbezahlbarer Klunker. Aber: Das Wesen der Virtuosität ist ihre Selbstverständlichkeit. Bei Ballettgeschichten wie „Onegin“ sind es Interpreten, die sie lebendig werden lassen. Genau das hat das Bayerische Staatsballett in der Ballettfestwoche jeweils sensationell umgesetzt.

BachSeine große Spielwiese ist die Tanzwerkstatt Europa. Dessen Leiter Walter Heun (und bis 2017 Chef des Tanzquartier Wien) nimmt hier jeden Sommer international aktuelle Strömungen zeitgenössischen Tanzes und manche Rückblicke in dessen Geschichte unter die Lupe. Seit letztem Jahr aber gibt es unter dem Titel „depARTures“ einen kleinen, feinen Ableger.

monster1In Barcelona, bei der „Compagnia Zappalà Danza“, haben Marta Greco aus Italien und Amanda Rubio Sanchez aus Spanien einander kennengelernt. In Graz präsentierten sie nun ihre erste gemeinsam konzipierte und getanzte Choreografie. Hinter dem etwas plakativen Titel „Monster“ verbirgt sich ein mehrschichtiger Inhalt, den sie in ihrer „Tanzperformance“ kritisch zu interpretieren versuchen.

Falter iconDie Aufdeckung der Missstände an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper durch Falter-Chefredakteur Florian Klenk hat hohe Wellen geschlagen und ein internationales Medienfeuer entfacht (siehe Links). Die Vorwürfe die massiv im Raum stehen sind sadistische Unterrichtsmethoden, sexuelle Übergriffe, psychischer Druck, körperliche Schäden und Essstörungen.