Tanz und mehr über Tanz über Bewegung über Theater über Tanzgeschichte über Community Dance über Ausstellungen über Film über Tanzaufführungen über Performance über Musik über Tanzvermittlung über Tänzer über Tänzerinnen über Tanztraining über Tanzkritiken über Tanzevents über Kultur über Körper über Spitzentanz über Modern Tanz über zeitgenössischen Tanz über afrikanischen Tanz über Flamenco über Cirque nouveau über Rhythmus über Urban Dances über Hip Hop

Im Oktober mit "Mayerling"

Steven McRae als Kronprinz Rudolf © ROH / Alice Pennefather

im Wiener Volkstheater

Im Bild: Olga Esina
© Ashley Taylor

Die Hofesh Shechter Company startete die Tournee ihres neuen Stücks in München

© Rahi Rezvani

eröffnete das Internationale Sommerfestival Hamburg

Elizabeth Streb: SEA (SINGULAR EXTREME ACTIONS) © Anja Beutler (anjabeutler.de)

Arrow
Arrow
Slider

Orlin IconShow eines Bühnentiers. „And so you see… our honourable blue sky and ever enduring sun... can only be consumed slice by slice...“ – schon die ellenlangen Stücktitel der südafrikanischen Choreografin Robyn Orlin stecken voller Geschichten. Sie sind harmlos anmutender Aufhänger für provokativ-irritierendes, sozial-politisch unterfüttertes Bewegungstheater. Der Grenzbereich zwischen medial perfekt aufbereiteter Poesie und gezielt schonungsloser Publikumsverunsicherung verschwimmt dabei bestens.

RBKino Mayerling1Mit sechs Titeln, die in über 1.500 Kinos in mehr als 40 Ländern weltweit übertragen werden, präsentiert die Live-Kinosaison 2018/19 die Repertoire-Vielfalt des Royal Ballet. Viele Kinos zeigen die Aufführungen aus dem Royal Opera House in Londons Covent Garden auch zeitversetzt in den Wochen nach der Liveübertragung. Die Saison startet am Montag, 15. Oktober 2018 mit Kenneth MacMillans eindringlichem psychologischen Ballett „Mayerling“.

Shechter1Pseudofröhlichkeit und Fatalismus als ultimative Tanzorgie wider den Untergang. Hofesh Shechters Markenzeichen sind drastische Bilder. Trotzdem bleibt meist offen, womit genau der israelische Choreograf, dessen Company seit zehn Jahren in London beheimatet ist, die Zuschauer in seinen international angesagten Stücken tatsächlich konfrontiert.

NavaridesAll die, die aus dem randvollen Zuschauerbereich ins Bühnenbild hineinragten, konnten seinem makellosen Weiß nichts anhaben - bei der Graz-Premiere von „I would like to be a better person“. Sie nicht. Denn dieser Aufgabe widmeten sich schon Marta Navaridas und Alex Deutinger – und diese benötigten bei ihrer Herangehensweise, Interpretation und Präsentation absolut keine Unterstützung.

AndrewAndrew Greenwood führt seine Weiterbildungskurse für Tanz- und Bewegungspraktiker fort: Im Herbst bietet er in den Niederlanden an zwei Terminen drei Module an. Der Fokus liegt auf dem Tanzen mit älteren Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die an Demenz, Parkinson oder Rheumatischer Arthritis leiden. Seine jahrelange praktische Erfahrung auf diesem Gebiet wird er in einem theoretischen Rahmen über die Arbeit mit diesen speziellen Zielgruppen vermitteln.

streb1In Kooperation mit dem Berliner Festival „Tanz im August“ zeigte das Internationale Sommerfestival in Hamburg unlängst die Europapremiere von „SEA (Singular Extreme Actions)“, eine Produktion der New Yorker Choreographin Elizabeth Streb. Akrobatik, Stunts und das Spiel mit physischen Grenzen zeichnen die grell-bunte Show aus. Ein großes Spektakel.

bleiburgEine „lange Nacht des Tanzes“ kann auch ein wenig anders sein: anders als die bislang in Bleiburg veranstalteten oder die von Anna Hein sehr erfolgreich im Juli (tanz.at berichtete) in Gmünd eingerichtete: So wollte die Tänzerin und Choreographin dieses Mal ein „Länger-Eintauchen“ in Interpretationen des Zeitgenössischen Tanzes ermöglichen; dass es  dabei nicht an charakteristischer Vielfalt fehlte, sei vorweg gesagt, ebenso dass das Veranstaltungskonzept ein wohlüberlegt abgerundetes war.

blessed lauraAuch Meg Stuarts „Blessed“ war bei Impulstanz mit dem Etikett „Classic“ versehen. Das Stück aus dem Jahr 2007 ist wohl ein Klassiker performativer Sozialstudien, die seit Mitte der 1990er Jahre so en vogue sind; seit der Tanz zum Körper und Bewegung sekundär bzw. einem Thema untergeordnet wurde. Als Vorreiter dieses Trends zerpflückt Meg Stuart Dramen der menschlichen Existenz. In ihren Bildern beleuchtet sie Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, ihre Choreografien werden zu (polit-ästhetischen) Kommentaren, mit depressiver Grundstimmung und teils hartem Zynismus.