Olga Esina, Masayu Kimoto und Ensemble in "Jewels / Diamonds" © The George Balanchine Trust, Fotos: Wiener Staatsballett / Ashley Taylor

DasCollectiv (Viktoria Wirth, Johanna von Bibra) in "Tohuwabohu" © Lukas Beck

beim Bayerischen Staatsballett

"Giselle" Laurrettta Summerscales (Gieslle), Prisca Zeisel (Myrtha) © Luca Vantusso

Hollands Meister: "Adagio Hammerklavier"
© Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Heinrich Füger: Entwurf für den Vorhang
des Burgtheaters am Michaelerplatz,
© Bildarchiv Austria/Österreichische
Nationalbibliothek.

Im Bild: Tehri Talo and Ben Kuefler, Finnish National Ballet © Eeva Suorlahti

Arrow
Arrow
Slider

glowingZum fünften Mal ging in Klagenfurt das kleine, aber feine Tanzfestival „Pelzverkehr“  erfolgreich über mehrere Bühnen, hat es Intendantin Ingrid Türk-Chlapek doch geschafft, alle wichtigen Institutionen der Kärntner Landeshauptstadt einzubinden. Die Nervosität angesichts möglicher Corona-bedingten Überraschungen war ihr am Final-Wochenende anzusehen, doch zum Glück konnte fast alles wie geplant stattfinden.

Jungelbook5Mit Robert Wilson ist es der künstlerischen Leiterin Brigitte Fürle wieder gelungen, einen der großen Namen der jüngsten Theatergeschichte ans Festspielhaus St. Pölten zu holen. Diesmal hat er Szenen aus Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ in einem intermedialen Musical als eine Art Comic-Strip der schönen Bilder inszeniert. Die Musik stammt von den Schwestern Sierra und Bianca Casady, aka CocoRosie.

Diamonds EnsembleAn der Wiener Staatsoper haben die scharfen Kanten der Balanchine-“Jewels“ einen Rundschliff bekommen und funkeln strahlender denn je. Ganz so, als hätten die TänzerInnen nach der langen Pause einen neuen Ansatz entdeckt. Oder auch, weil die Ballettleitung unter Martin Schläpfer einen anderen Wind verströmt. Im KMH hingegen hat Tino Sehgal sich an Beethoven versucht und ihn dem Dilettantismus preisgegegeben.

tohuwabohuMit seinem Eröffnungsprogramm spielt sich der Dschungel Wien in die Herzen des Publikums – generationenübergreifen. Sei es in „Tohuwabohu“ von DasCollectif oder „The Returen of Ishtar“ mit den Lovefuckers, es sind die Darstellerinnen, die uns mitreißen, träumen lassen oder kämpferisch stimmen. Irina Pauls („Tohuwabohu“) und Corinne Eckenstein („The Returen of Ishtar“) haben dabei großartige Regiearbeit geleistet.

PB1 GiselleGegen alle Widerstände – beim Bayerischen Staatsballett triumphieren fulminante neue Rollenträger in Peter Wrights coronaangepasster „Giselle“. Der pandemische Ausnahmezustand zum Münchner Nicht-Wiesnauftakt vergangenen Samstag: eine Tanznacht zum Start von Jubiläumsfeierlichkeiten „30 Jahre Bayerisches Staatsballett“ findet nicht statt. Dafür öffnen erstmals wieder Kneipen.

oceans3Die Sektion performing arts des WUK Wien präsentierte anlässlich der Eröffnung der Spielzeit 2020/21 neben einem breitbasig angelegten Programm mit alt- und (noch) weniger bekannten KünstlerInnen, neuen Formaten und erfreulichen Zahlen zur Entwicklung der letzten drei Jahre auch die Uraufführung einer Performance der Tänzerin und Choreografin Anna Nowak. „Oceans of Notions (swimming)“ umkreist mit Text, Tanz und Klang das Wesen von Begrifflichkeiten.

Pelzverkehr2Körpersprache mit vielen Zungen. Zum fünften Mal spannt das von Ingrid Türk-Chlapek geleitete Festival Pelzverkehr einen weiten Bogen, der Tanz und Performance umfasst. Eindrucksvoll geriet die Eröffnung am Samstag im „Theater Halle 11“, die Lust machte auf eine Woche im Zeichen facettenreicher Körpersprache an unterschiedlichen Schauorten.

04 skewDie Wiedersehensfreude war unüberseh- und hörbar. Zwar war der übliche Jubelchor aus den locker besetzten Zuschauerrängen der Volksoper weniger lautstark als zu normalen Zeiten. Dafür fühlte sich der Applaus umso warmherziger an. Dazu trug freilich auch ein stimmig zusammengestelltes Programm aus dem Repertoire des Wiener Staatsballetts bei, mit dem der neue Ballettdirektor bei seinem Einstand ein glückliches Händchen bewies.