Eine israelische Volkstanzgruppe mit Wera Goldman tanzt 1947 in Wien. In: Judith Brin Ingber (Hg.), „Seeing Israeli and Jewish Dance“, Detroit 2011

Wim Vandekeybus'

© Danny Willems

© Janis Deinats

© imagetanz / Ina Aydogan

Maud Le Pladec "Twenty-seven perspectives" © Konstantin Lipatov

Kosmos der Wiener
Tanzmoderne

Tanzschule Hellerau-
Laxenburg, 1929,
Foto: Wilhelm Willinger Theatermuseum
© KHM-Museumsverband

Editta Braun Company "Trails"© Bettina Frenzel

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Gappmaier1„Handle with Care“ nennt das brut seine Reihe im Rahmen des imagetanz Festivals, die „works in progress“ eine Möglichkeit gibt, präsentiert zu werden. „protect“, eine dreiteilige Arbeit von Inge Gappmaier, war an zwei Abenden im Pavillon des Atelier Augarten zu sehen. Mit diesem „Duett mit sich selbst“ stellte sie geometrische Figuren, eine Outdoor-Sequenz und eine Untersuchung von Selbstbeschränkung vor.

02 ShechterDie Ausstellung „Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne“ im Theatermuseum Wien wirft einmal mehr die Frage nach der anhaltenden Wirkung dieser Tanzrichtung auf. Überlegungen dazu erübrigen sich in bestimmten Fällen insofern, als einige nunmehr um die hundert Jahre alten Vertreterinnen noch immer aktiv sind. Dass die Damen – obwohl sie ihre künstlerische Heimat anderswo fanden – in engstem Bezug zu Wien stehen, ist ebenso festzuhalten, wie ihre offensichtliche künstlerische Verwandtschaft mit einem heute erfolgreichen jungen Mann – Hofesh Shechter.

oilinity 1Ein Tanz um das schwarze Gold. Auf spartanisch ausgestatteter Bühne entwickelt Kat Válastur in ihrer bereits 2016 uraufgeführten Arbeit „OILinity“ eine Parabel auf die Macht des Erdöls, auf die Macht derer, die es besitzen und auf die Ohnmacht der vielen, die von ihm abhängig sind. Das Tanzquartier Wien zeigte an zwei Abenden diese vielschichtige, intensive Choreografie.

Bakchen16Ein weißer Palast aus sich auftürmenden Kanten und Schrägen. Davor neigt sich ein Plateau der Rampe entgegen. In Wim Vandekeybus’ körperbrachialer und kolossal bildgewaltiger Adaption von Euripides antikem Versdrama „Die Bakchen – Lasst uns tanzen“ verläuft die Grenze des Königreichs Theben genau hier: zwischen abstrakter Bühne und rotgoldverziertem Zuschauerraum.

baryshnikov1Lyrik, gelesen, gesprochen und ganz zart in Bewegung gegossen, die Auseinandersetzung von Mikhail Baryshnikov mit seinem Landsmann und langjährigen Freund Joseph Brodsky ist eine leise, unaufgeregte Sache. Nur ein charismatischer Tänzer wie Baryshnikov kann mit einer derart zurückhaltenden Inszenierung wohl ein Publikum 90 Minuten lang fesseln.

exorzist1Ob große Tragödien, Vintage-Komödien, Horrorfilme, große Oper oder epische Kinoschinken - Bronski & Grünberg unter der Leitung von Alexander Pschill macht daraus witzig-schnelles Theater, das dem Boulevard ebenso huldigt wie kluger Unterhaltung. In der Inszenierung von „Der Exorzist“ ist Dominic Oley sehr frei mit dem Stoff aus dem gleichnamigen Film (1973) umgegangen. Einerseits.

Lewis1Missverständnis Leben. Niedergebügelt wird, wer aus der Reihe tanzt. Dabei macht gerade der Unterschied die Welt und ihre Menschen interessant. Nach „minor matter“ im vergangenen Sommer gastierte Ligia Lewis nun mit ihrer aktuellen Produktion „Water Will (In Melody)“ im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus erneut an den Münchner Kammerspielen.

Kurdian„Hot Bodies – Stand Up“ heißt die jüngste Arbeit von Gérald Kurdian über Ökosex und Regenbogen, die mit viel Text, gesprochen und gesungen, mit elektronischer Konserven- und Live-Musik, mit Bildern, Videos, Knete und einem Benjamin zu einem ungemein vergnüglichen Ausflug in sexuelle Utopien wird.