Juan Dante Murillo © Felipe Mejia

Willi Dorner © Lisa Rastl

Grete Wiesenthal als Psyche in Hugo von Hofmannsthals
Pantomime „Amor und Psyche“ 1911, Foto: Becker & Mass, Berlin.

zum 50. Todestag

Martin Schläpfer im Gespräch mit Bettina Trouwborst

Martin Schläpfer als junger Tänzer im New Yorker Studio
des legendären Künstlerfotografen Jack Mitchell © Jack Mitchell Archives

Åsa Åström beim online Unterricht © Sara Capoosele

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JermaineBrowneImpulsTanz verwandelt die Stadt in diesen Sommer in ein großes Outdoor-Tanzstudio und bietet damit vielen Wiener Tanzschaffenden die Möglichkeit sich einem neuen Publikum vorzustellen. „Public Moves 2020“ ist für diese TänzerInnen wohl auch ein Lichtblick in einem Tunnel, dessen Ende noch nicht ausmachbar ist. Für Kinder bietet Tanz die Toleranz wöchentliche Summer City Camps in verschiedenen Wiener Bezirken.

GrazVigilMit durchkonzipiertem Programm in der Hand habe man sich Anfang März alsbald auf den einen und anderen Kopfstand sowie auf die Kunst der Jonglage verlegt. So der einleitende Kommentar des Festivalintendanten von La Strada, Werner Schrempf, bei der nunmehr gültigen Programmpräsentation. Aber freilich auch in der Oper Graz sowie bei der Bühnenwerkstatt war die eine oder andere ungewohnte Verrenkung angesagt.

stefanouTransparenz ist ein Leitmotiv im neuen Gesamtkonzept für die Ballettakademie der Wiener Staatsoper (BAK). Dass dieses öffentlich abrufbar ist, ist eine erste Aktion in diese Richtung. Vieles in dem elfseitigen Papier, das die designierten Direktionen der Wiener Staatsoper und des Wiener Staatsballetts in Zusammenarbeit mit einer beratenden Expertengruppe vorgelegt haben, verspricht einen verantwortungsvollen Neuanfang. Christiana Stefanou wird neue Leiterin.

PaulMuellerEndlich wieder! Das Letzte Erfreuliche Operntheater L.E.O., war eines der ersten Wiener Theater, das seine Pforten nach dem Corona-Shutdown wieder öffnete. Nun gab es mit „Decamerone – Solospargel“ sogar eine Premiere. Paul Müller setzt sich darin mit Boccaccios Meisterwerk auseinander und bettet weitere erotische Geschichten aus der Literatur und aus Zeiten von Corona anekdotisch und musikalisch ein.

wiesenthal2 iconEs bedarf keineswegs der Wiederkehr ihres 50. Todestags, um an die Singularität der am 22. Juni 1970 verstorbenen Grete Wiesenthal erinnert zu werden. Ihr Tanz ist – trotz der schmerzlich empfundenen Absenz in der heutigen Szene – immer präsent. Dem Desinteresse der Tanztragenden steht die intensive Hinwendung an das Wiesenthal᾽sche Werk seitens der Germanisten gegenüber. Auch für sie sei hier – mit den Gedanken bei Hofmannsthal – eine (nicht realisierte) Pantomime der Wiesenthal erstveröffentlicht.

Titel Schlaepfer iconZwischen Juni 2019 und April 2020 führte die Kulturjournalistin Bettina Trouwborst mit Martin Schläpfer eine Reihe von ausführlichen Gesprächen, die nun im Buch „Mein Tanz, mein Leben“ nachzulesen sind. Der Choreograf und neue Wiener Ballettchef plaudert darin über seine Kindheit und seine keineswegs geradlinig verlaufene Karriere. Er gibt Einblick in sein Verständnis von Kunst, seine Beziehung zu Technologien und seine Erwartungen an Wien.

Musenkuss 30Ein „Musenkuss“ zauberte am 4. Juni, also nach knapp drei Monaten Bühnenleere im Grazer Opernhaus, wieder einige der Künstler und Künstlerinnen, denen diese Hommage gewidmet war, auf eben diese Bretter. Und wie sehr diese Bretter ihnen die Welt bedeuten, das war auch wenige Tage später den Tänzern und Tänzerinnen in der Ballett-Premiere „(Dis)Tanz“ nicht nur anzusehen, sondern auch nahezu greifbar im ausverkauften Haus; und atmosphärisch spürbar – selbst für die situationsbedingt nur 100 Zuseher, die für einen der vier Vorstellungsabende eine Karte ergatterten hatten.

Ostruschnjak1Solo für Abstand. Ein Tänzer – fast wieder zum Greifen nah und physisch mit dem Publikum am Aufführungsort zu einer Einheit auf Zeit verbunden. Genau das macht Theater als Erlebnis aus. Seit Monaten ist aber alles anders. Dennoch hat die künstlerische Aufarbeitung des Corona-Shutdowns bereits begonnen, wenn sich wenige mundschutzmaskiere Zuschauer als rezipierender Teil von Lockerungsformaten und Inszenierungen an sonst Gästen unzugänglichen Orten einfinden.