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Jubiläumsaufführung am 23. Juni
In der Anker-Brotfabrik Wien

© Barbara Mair

HIntergrundbild: Maskenball im Redoutensaal. Anonym, um 1780. In: Katalog "Mozart", Da Ponte Institut, Wien 2006; Maria Theresia mit Maske und in türkischem Kostüm. Martin van Meytens zugeschrieben, um 1744. In: Juliana Weitlaner, „Maria Theresia. Eine Kaiserin in Wort und Bild“, Vitalis, o. O. 2017; Mlle Violette mit Maske. Johann Zoffany zugeschrieben, undatiert. Polesden Lacey, National Trust

bei der "Langen Nacht
des Tanzes" des CCB

"Dolores Hotel" © Caterina Santinello & Alberto Capuzzo

17. bis 29. Juli 2017

© Franco Fossati

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SisiphosGrandioses choreografisches Theater in Überlänge. Sie kamen in Scharen in die erhitzte Bergwelt des Aupatals in Friaul: die zahlreichen Fans des für seine außergewöhnlichen Veranstaltungen bekannten Klagenfurter Universitätskulturzentrums „Unikum“ und das lokale Publikum, um die Premiere des als „Revolutionsoper“ angekündigten Stücks von Yulia Izmaylova und Felix Strasser zum Sisyphos-Mythos zu erleben.

KUG1Dem noch Unvollkommenen Raum, dem neugierig Erkundenden Platz zu geben – das (auch) verbirgt sich als Intention hinter der seit 2012 im Projekt „Invisible Drives“ bestehenden Zusammenarbeit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und der Kunstuniversität Graz. Studierende der beiden Orte begeben sich hierbei auf eine Suche nach Gemeinsamem ihrer jeweiligen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten Tanz und Musik.

butoh1Als der „Tanz der Finsternis“ – wie Butoh auch genannt wird, wiewohl dieser charakteristischer vielleicht als ‚Kunst schonungsloser Ehrlichkeit‘ bezeichnet werden könnte – in den späten 50er Jahren in Japan entstand und vorerst nur langsam über die Grenzen des Landes hinaus seinen Weg zu einer weltweiten Eroberung antrat, dauerte es nicht allzu lange, bis er in Graz „landete“ oder besser gesagt: ab 1994 mutig „vorgestellt“ wurde.

TraiskirchenZum Abschluss gab es bei den Wiener Festwochen 2017 zwei politisch motivierte Produktionen zu sehen: Mit einem Musical arbeitete das Regie-Duo Tina Leisch und Bernhard Dechant Berichte über Zu- bzw. Missstände im Flüchtlingslager Traiskirchen im Sommer 2015 auf. Das australische  Back to Back Theatre, dessen Mitglieder „Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung“ sind, widmete sich in „Lady Eats Apple“ der Nahtoderfahrung.

Schwanensee iconIn den zwölf angesetzten Schwanensee-Vorstellungen gab es durch interessante Besetzungsvarianten mehrfach Gelegenheit unterschiedliche Nuancen in der Rolleninterpretation zu erleben. Zuletzt gaben Robert Gabdullin, Masayu Kimoto und Leonardo Basilo ihre Debuts als Prinz Siegfried.

AdultAm 23. Juni 2017 feiert das Wiener Community-Dance-Programm Tanz die Toleranz (TdT) mit vier Choreografien und 150 TänzerInnen seinen 10. Geburtstag im Ankersaal der Brotfabrik im 10. Wiener Gemeindebezirk. Damit kommt der Tanz mit einem dezidiert politischem Engagement, wie ihn Olga Suschitzky und ihre Töchter Karla und Ruth in der Zwischenkriegszeit propagiert haben, nach beinahe hundert Jahren wieder nach Favoriten zurück.

Icon kostumeAm Eingang der Studiobühne wurde das Publikum freundlich begrüßt: von Ballettdirektor Jörg Weinöhl. Aber damit trat er für den Rest des Abends auch schon in den Hintergrund -  konsequenterweise, denn dieses Programm von „Tanz ganz nah“, das letzte dieser Reihe in der laufenden Saison, lag zur Gänze in den Händen und in der Verantwortung der TänzerInnen des Opernhauses. Im Mai hatte sich das Grazer Ballett in der Serie „ABC des Tanzes“ ganz dem Ballettkostüm verschrieben.

Heidi Puls1Der Besuch einer Tanztheatervorstellung steht bei Jugendlichen nicht unbedingt an erster Stelle ihrer Freizeitwünsche; entsprechend gering daher auch das altersspezifische Angebot und nicht zuletzt eines von guter Qualität - alles zusammen ein Teufelskreis. Umso erwähnenswerter, wenn es da in der Steiermark, von einer anspruchsvollen Produktion und einer ehrgeizig-mutigen Initiative zu erzählen gibt.