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Im Bild: Ralf M. Ze © Daniel Krulle

wird seine Choreografie "Die Zelle" in Hamburg neu inszeniert

Hilde Holger, „Prélude“ (Wien 1926). Foto: Antios

und ihre Arbeit wird in der Ausstellung "Body Luggage. Migration von Gesten" beim Steirischen Herbst präsentiert.

© Franz Kimmel

brachte sein Stück "Schweifen" in München zur Uraufführung

© Rainer Berson

Der Performance Parcours im MQ eröffnet die Dschungel-Wien Saison

© Sheng-Fa LIN

beim Internationalen Brucknerfest Linz im Posthof

© Bernd Uhlig

eröffnen die Tanzsaison im Festspielhaus St. Pölten

Weidt0Dem Tänzer und Choreograf Jean Weidt (geb. Hans Weidt, 1904-1988) gelang in obsessivem Kampf gegen existenzielle und intellektuelle Hindernisse ein umfangreiches, technisch von der Tanzpantomime und künstlerisch von Surrealismus und Psychoanalyse geprägtes Lebenswerk. Als linker Idealist besaß er ein enormes Durchhaltevermögen humanitärer Ausrichtung. Dennoch ist er heute - vor allem auch was die künstlerische Seite seiner Arbeit angeht - ein fast Vergessener, der im Oktober in Hamburg gewürdigt wird.

ZelenskyDrei Wochen – so lange ist der Neue Ballettdirektor Igor Zelensky offiziell im Amt. Sitzt man ihm gegenüber, blitzen einem seine wachen grauen Augen unter leicht zusammengekniffenen Lidern entgegen. Zelensky gibt sich umgänglich und im Handumdrehen hat man raus, dass ihm der Schalk gern im Nacken sitzt. Wirklich durchschauen vermag man den charmant-lässigen, 47 Jahre alten Russen allerdings nicht. Aber eine gute Beziehung braucht Vertrauen. Und das muss man sich erarbeiten.

holger bombayDie diesjährige Ausstellung „Body Luggage“ beim Steirischen Herbst beschäftigt sich mit grenzüberschreitender Migration von kulturellen Zeichen, oftmals das einzige Gepäck ist, das wir über die Grenzen von Raum und Zeit hinweg mit uns tragen können. In der von Zasha Colah kuratierten Show ist auch die Arbeit von Hilde Holger (1905-2001) ausführlich dokumentiert. Das folgende Interview mit Hilde Holger zum 90. Geburtstag der Tänzerin, Choreografin und Pädagogin stammt aus dem tanzAffiche-Archiv.

runningwildDer Dschungel Wien hat seit dieser Saison eine neue Chefin: Corinne Eckenstein, Regisseurin und Mitbegründerin des Theater Foxfire, folgt in dieser Position Stephan Rabl nach, der das Haus aufgebaut und in den zwölf Jahren seines Wirkens zu einer der ersten Adressen für Kinder und Jugendtheater gemacht hat. Die neue Saison wird am 23. und 24. September mit einem spannenden Programm im und um die Dschungel-Theaterräumlichkeiten eröffnet.

Schweifen1Die Kunst des Mäanderns. Inês Carijó lässt ihren Brustkorb kreisen. Sie liegt inmitten des Raums. Ein Strichmännchen auf dem Rücken. Dann steht sie auf und überlässt das im Schwere Reiter mit weißem Tanzboden ausgelegte Bühnenrechteck ihrem Kollegen Àngel Duran. Der wiederum bleibt wie ein Schlafwandler am Rand kleben. Zuckt hier, zuckt dort, bis sein Körper zunehmend augenfälliger hin und her wippelt. So, als ob geschwinde Stromschnellen ihn wie Algenstränge umspülen.

Abendwind1Justus Neumann lebt seit 1987 in Australien und ist trotzdem ein Fixpunkt in der Wiener Theaterszene.  Nicht nur durch seine vergangenen Erfolge als Ensemblemitglied des Schauspielhauses Wien und durch das Narrenkastl, sondern auch durch seine gelegentlichen Gastspielbesuche, unter anderem 2013 mit der „Alzheimer Symphonie“. Mit „Häuptling Abendwind“ verabschiedet sich der 68-jährige nun endgültig vom Wiener Publikum und beschert ihm noch einmal einen großartigen Schauspielerabend.

CullbergEin leuchtendes Beispiel für effiziente Kulturarbeit ist das seit 1981 wachsende und mittlerweile zu den größten Kunstinitiativen Italiens zählende internationale Sommerfestival von Venetien mit Hauptsitz in Bassano del Grappa, „Operaestate“: Unter der künstlerischen Leitung von Rosa Scapin und Carlo Mangolini ziehen Musik- und Sprechtheater sowie zunehmend auch zeitgenössischer Tanz Einheimische wie Touristen magnetisch an.

nurejew1Rudolf Nurejew war der erste sowjetische Künstler, der sich in den Westen absetzte. Abgesehen vom künstlerischen Impakt, den er mit diesem Schritt für das Ballett setzte, war er von geopolitischer Brisanz und symbolisierte einen Sieg des Westens im Kalten Krieg. Dass Nurejew mit seiner Flucht ein großes Risiko einging und alles auf eine Karte setzte, macht die Arte-Dokumentation „Rudolf Nurejew: Der Sprung in die Freiheit“ deutlich, die am 31. August erstmals ausgestrahlt wird.