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Im Bild: Christopher Evans © Kiran West

Emanuel Gat Dance "Sacre" am 25. Juli im Stadttheater Bozen

© Emanuel Gat

Die performative Installation ist bei der "Langen Nacht des Tanzes" des CCB in Kärnten zu sehen.

© Gervasi

entwickelt bei Impulstanz 2016 eine Sehbehindertenfassung seines Erfolgsstückes "Sons of Sissy"

© Rania Moslam

harwoodWenn der weitläufige, eher strenge Vorplatz zum Theater im Palais der Kunstuniversität in Graz sich mit Menschen und Gemurmel füllt, kommt sommerliche Leichtigkeit, kommt Bewegung auf; und genau das, Bewegung, das Wissen darum und die Freude daran, ist es, was Bühnenwerkstatt und Internationale Tanztheaterfestival anregen und vermitteln wollen – seit nunmehr 25 Jahren. Bei der Programmgestaltung war man in diesem Jahr besonders bemüht gewesen, eine breite Palette des Genres abzudecken, was grundsätzlich gelang.

studentscorner 01Katharina Arnold analysierte in ihrer Bachelorarbeit (2013) die Frage, die jede/n Absolvent/in früher oder später beschäftigt: Was tun nach Abschluss des Studiums? Wie kann ich meinen Unterhalt verdienen? Sie ging diesen Fragen mittels Analyse von Daten, die sie in einer umfangreichen AbsolventInnenbefragung (Jahrgänge 2003 bis 2013) der Musik- und Kunstuniversität (früher Konservatorium der Stadt Wien Privatuniversität) gesammelt hatte, zu Grunde.

Turangalila2Tanz, Mode und Musik. In Hamburg wurden die 42. Ballett-Tage mit John Neumeiers Choreographie „Turangalila“ zur gleichnamigen Sinfonie des französischen Komponisten Olivier Messiaen eröffnet. Ein Rausch in Rot. Elegant bis ins Detail, glatt und schön, aber auch voller Brüche und Spannungen. Die Energie der Musik ist entscheidender Anlass und Ausgangspunkt des Balletts. Kent Nagano spornt die auf der Bühne platzierten Hamburger Philharmoniker dann auch zu Bestleistungen an.

1 Jupiter iconAngesichts des ungemein eindrucksvollen „Bewegungstheaters“, das heute auf Sprechbühnen zu sehen ist und das in auffallendem Kontrast zur zeitgenössischen Tanzszene steht, die oft den Körper in Form von Denkfiguren an den Kopf delegiert und Bewegung dem Nichts überlässt, erinnert man sich an die vielfach dokumentierte Körperkunst des Johann Nestroy. Die festgehaltenen Rollenbilder und Kommentare der Zeit bezeugen nämlich, dass man sich denkend durchaus geformt, dazu auch körperlich ausdruckskräftig bewegen kann.

locuscorpusWenn beim Betreten eines Ausstellungsraumes dem Besucher kurz der Atem stockt – zuerst aus Überraschung und dann aus Faszination –, dann hat da etwas gegriffen, dann hat eine Kunstaktion, eine künstlerische Geste seinen Adressaten, den Rezipienten, erreicht: So geschehen bei „Locus Corpus“, einer performativen Intervention in der Ausstellung „Bittersüße Transformation“ im Kunsthaus Graz.

bayernBauschNoch einmal tobten sie – mal barfuß, mal in abendfeinem Schuhwerk, auf Skateboard und Bürohocker oder die Beine voran auf ihren Allerwertesten, kollektiv musikberauscht – durch Peter Pabsts lichten Spielpalast: „Für die Kinder von gestern, heute und morgen“ ist gewiss nicht Pina Bauschs bestes Stück. Doch über 10 Vorstellungen hinweg haben sich die 15 Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Staatsballetts die im strengen Probenprozess anvertrauten Wuppertaler Tanztheater-Rollen so richtig zu eigen gemacht.

Darkmatter iconVersuch einer Werkzusammenfassung. Ein Band über Choreografien von Marco Goecke? Das ist per se schon mal toll, weil ein dringendes Desiderat! „Dark Matter“ hat Nadja Kadel, seine Managerin seit bald 12 Jahren, diese erste Dokumentation über Deutschlands vielleicht außergewöhnlichsten Tanzstück- und Bewegungsfinder genannt. Passt – kann man dazu nur sagen.

Sentieri iconAuch die sechste Ausgabe der Saisonabschlussgala des Wiener Staatsballetts zeigte wieder fulminante Klassik. Das Augenmerk lag aber auf Arbeiten junger Nachwuchschoreografen wie Philippe Krantz, Edwaard Liang und vor allem Daniel Proietto, die – zusammen mit Stücken von Preljocaj und Neumeier – eine breite Palette aktueller choreografischer Spielarten mit unterschiedlichen stilistischen Ansätzen bot.