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Zwischen Langzeitdirektoren und Newcomern

Bild: Hofesh Shechter "Grand Finale". Foto (Ausschnitt) © Rahi Rezvani

beim Ballett des Staatstheater am Gärtnerplatz in München

© Marie-Laure Briane

beim Abend "Junge Choreografen" des Bayerischen Staatsballetts

© im Bild: Jonah Cook, Matteo Dilaghi, Erik Murzagaliyev, Maria-Daniela Gonzalez. Foto © Wilfried Hoesl

Alexandra Inculet, Julie Thirault, Feline van Dijken (Schwanen-Frauen). Foto © Gert Weigelt

beim Ballett am Rhein

in Gaga und Repertory Workshops
sowie Performances

Gauthier Dance in "MInus 16" von Ohad Naharin © Regina Brocke

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Wien AshtonTanzzeit ist die Zeit der großen Emotionen an Österreichs Theatern. Von Wien bis Innsbruck werden ikonische Werke des Balletts, der Musik und der Weltliteratur gezeigt. In traditionellem Gewand oder in Neudeutungen zeitgenössischer ChoreografInnen, die in Linz, Salzburg und Innsbruck den Spielplan bestimmen oder im Festspielhaus St. Pölten zu Gast sind. Das neue Werk vom Wiener Staatsballett-Chef Manuel Legris wird da wohl irgendwo dazwischen liegen. Wo sich die neue Ballettchefin Beate Vollack in Graz einordnet, ist zur Zeit noch offen.

lastradaprobe1Marco Goecke lässt tanzen wie niemand sonst. In Köln, München und Den Haag zum Tänzer ausgebildet und in Berlin (Staatsoper Unter den Linden) sowie am Theater Hagen unter Vertrag, verlegte der heute 46-Jährige sich nach dem Erfolg seines Erstlings „Loch“ im Jahr 2000 ganz aufs Choreografieren. Seine seither konsequent entwickelte Bewegungssprache ist, ebenso wie seine Herangehensweise an Stücke, einzigartig. Am 12. Juli ist die Uraufführung von „La Strada im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz.

consonanceNeukreationen von Štěpán Pechar, Menghan Lou, Dustin Klein und Peter Walker. Sonnenuntergangsstimmung. Mitten in einer Pose in die Leere der Bühne modelliert: vier typische Tänzerkonturen mit gerundeten Armen und durchgestrecktem Rist. Das formschöne, einzige abstrakte Ballettstück – dynamisch, ohne Ecken, Hänger oder Kanten – gibt es am Premierenabend „Junge Choreografen“ im Münchner Prinzregententheater zum Schluss. Wer vorher ging, der verpasste ein flinkes, ephemeres Spiel um Tempo und Zeit.

b36 Schwanensee 05Die Nachricht schlägt wie eine Bombe ein: „Martin Schläpfer zum neuen Direktor des Wiener Staatsballetts berufen.“ Zur Saison 2020/21 verliert Deutschland einen seiner prägenden Ballett-Kunst-Erfinder an die österreichische Kulturmetropole. Dort: ein schwieriges, zutiefst klassisch-definiertes, zugleich aber spannendes Pflaster. Das hätte man nicht unbedingt erwartet – kurz nach der Premiere seines ersten abendfüllenden Handlungsballetts auf die denkbar populärste Vorlage: „Schwanensee“.

DAnceWellbeing iconBeinahe 1000 Seiten umfasst das Handbuch der Oxford University Press und bietet die zur Zeit wohl umfassendste Übersicht zum Thema „Dance and Wellbeing“. Vor dem Hintergrund des rasant steigenden akademischen Interesses an Tanz in unterschiedlichen Disziplinen haben die Herausgeberinnen Vicky Karkou, Sue Oliver und Sophia Lycouris 50 Beiträge über den Einsatz von Tanz im Gesundheitsbereich im weitesten Sinn gesammelt. 

Rendezvous ICONZum 8. Mal endete die Saison des Wiener Staatsballetts mit einer „Nurejew Gala“. Diesmal galt es darüberhinaus den 80. Geburtstag des Namensgebers sowie den 200. Jahrestag von Marius Petipa zu feiern. Dementsprechend opulent gestaltete Manuel Legris die Aufführung, bei dem neben den Wiener TänzerInnen und erlesenen Gästen auch der Ballettchef höchstpersönlich wieder mitwirkte, der an diesem Abend besonders geehrt wurde.

Barthes 2 iconRoland Barthes, Rudolf Nurejew und La Berma. Die am 29. Juni 2018 ausgerichtete „Nurejew Gala“ des Wiener Staatsballetts gedenkt einmal mehr des Tänzers Rudolf Nurejew, der, wie nur wenige Persönlichkeiten der Theatergeschichte, weit über seine aktive Zeit hinaus im kollektiven Gedächtnis geblieben ist. Dass die Strahlkraft Nurejews bei einem bestimmten Mann des Geistes andere Assoziationen auslösen kann als bei Millionen anderen, beweisen jene Gedanken, die Roland Barthes nach dem Sehen einer Nurejew-Vorstellung festhielt.

CreativeArts iconIn der Serie über Kunst und Gesundheit publizierte die Oxford University Press 2016 das „Oxford Textbook of Creative Arts, Health and Wellbeing. International perspectives on practice, policy and research“. Die Herausgeber Stephen Clift und Paul M. Camic von der Canterbury Christ Church University, UK, haben Beiträge von hoch qualifizierten AkademikerInnen und Praktikern zusammengetragen und eine erste Bestandsaufnahme vorgenommen.