Ferdinand Kaufmann, Ballettsaal der k. k. Hofoper, o. J.

"ab[intra]" © Pedro Greig

Shadow Theater VERBA © ZVG

Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

© Anne Van Aerschot

"Wie geht es weiter - Die Lähmung der Zivilgesellschaft" aktionstheater ensemble © Apollonia Theresa Bitzan

Friedemann Vogel (Kronprinz Rudolf) und Elisa Badenes (Mary Vetsera) in "Mayerling" © Stuttgarter Ballett

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tdt4Mit der Präsentation eines Buches über Tanz die Toleranz, einem zweiteiligen Performance-Abend mit insgesamt 120 teilnehmenden TänzerInnen und anschließender Disco für Alle wurde das zwölfjährige Bestehen und auch Überleben dieses Programms zur aktiven sozialen Inklusion gefeiert. Ein herzerwärmender, ermutigender Abend.

02 EinstiegAm 16. Juni 1869 ging mit dem vieraktigen Paul-Taglioni-Ballett „Sardanapal“ die erste Ballettaufführung im neuen Opernhaus am Ring über die Bühne. Bei einem Rückblick auf die vergangenen 150 Jahre kann das Ballettensemble mit einer Besonderheit aufwarten: In dieser Zeit waren gleich mehrere Familiendynastien tätig, die wie eine Klammer Raum und Zeit umspannen – die Familie Birkmeyer mit sechs dem Tanz verschriebenen Generationen, die Familie Fränzl mit fünf, der Raimund-Drapal-Musil-Clan mit vier, die Familie Dirtl mit zwei.

storydance1Folke Tegetthoff, Autor und Geschichtenerzähler, stand vor 40 Jahren erstmals auf der Bühne; damals wie heute mit einer grundsätzlich unveränderten Intention: Der Sehnsucht des Menschen nach Geschichten Raum zu verschaffen und der oftmals verlernten Fähigkeit des Zuhörens wieder Leben einzuhauchen und Qualität zu geben. Beim diesjährigen Storytelling Festival.

sidney1Mit einem Gastspiel der Sydney Dance Company brachte das Festspielhaus St. Pölten die Saison 2018/19 zu einem fulminanten Abschluss. Das jüngste Stück ihres Chefs Rafael Bonachela „ab[intra]“ ist eine unerbittliche Tour de Force. „Umwerfend“ lautete der Kommentar meines Nachbarn. Und er hatte damit wohl im doppelten Wortsinn Recht. Denn 70 Minuten war man einem akustischen, visuellen und kinetischen Dauerfeuer ausgesetzt.

CLARA1Mussorgsky's „Bilder einer Ausstellung“ und die Erforschung der Mensch-Maschine-Polarität: Wie geht das zusammen? Die Pianistin Clara Frühstück nutzt in ihrer jüngsten Arbeit, der konzertanten Performance „Raue Einstellungsbilder – Reloaded“, das kompositorische Material des 1874 entstandenen Klavierzyklus‘, um daraus einen Dialog, beinahe Wettstreit mit einem selbst spielenden Klavier und Elektronik zu entwickeln. Das Ergebnis ist eine audio-visuelle Köstlichkeit.

moar1Wenn Valentina Moar, die aus Italien stammende und vielerorts geschätzte Tänzerin, sich hiermit als Choreographin-Regisseurin und Textbearbeiterin präsentiert, zeigt sie bislang kaum bekannte Seiten ihrer künstlerischen Fähigkeiten. Zur Zeit eröffnet sie im Rahmen einer mehrteilig geplanten Reihe unterschiedlichen Persönlichkeiten der steirischen Hauptstadt einen „etwas anderen“ öffentlichen Raum.

keersmaeker1An aufeinanderfolgenden Tagen boten die Wiener Festwochen zwei Produktionen, die mit „Tanz, Musik“ getaggt waren. Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas mit „Die sechs Brandenburgischen Konzerte“ und Marcelo Evelins „Matadouro live“. Und hier entpuppte sich die Tücke von verkürzten Zuschreibungen. Denn sie waren das Einzige, was diese beiden Stücke gemeinsam hatten.

lowairSieben hochklassige Performances zeitgenössischen Tanzes und die Vorstellung eines internationalen Tanzprojektes für die Inklusion Geflüchteter, das waren die Burgenländischen Tanztage 2019, erstmalig im Choreografischen Zentrum im Kulturzentrum Eisenstadt veranstaltet. Tanz in seiner Vielfalt und Strahlkraft, von Liz King mit Leidenschaft, Sachverstand und Wärme gebündelt in einem zweitägigen Festival.