Martin Schläpfer erhielt den Großen St. Galler Kunstpreis. Gerhard Brunner hielt die Laudation

Bild: Marlúcia do Amaral in "Ramifications" Ch: Martin Schläpfer © Gert Weigelt

Gary Avis als Dr Coppélius and Marianela Nuñez as Swanilda in Coppélia © 2019 ROH / Gavin Smart

© Reinhard Winkler

Annamaria Ajmone (vorne), Daniel Conant (hinten) © Franziska Strauss

Teilnehmerin bei „Tanzzeit“ mit Romy Kolb (Tanz die Toleranz) in einem Seniorenheim in Baden © Karin Chen

Lucie Horná (Cinderella), Christoph Schaller (Prinz) © Ian Whalen

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Schlaepfer iconPreise hat er wahrlich schon einige bekommen, der Choreograf und designierte Wiener Ballettchef Martin Schläpfer, aber diesen erhält er von seiner Heimat St. Gallen und er liegt dem Schweizer natürlich besonders am Herzen. Wenige Kilometer von hier, im Appenzeller Bergland in Altstätten ist er geboren, in St. Gallen lernte er seine ersten Ballettschritte.

Stuart1Über die posttraumatische Belastungsstörung einer Gesellschaft. Meg Stuart begibt sich in ihrer jüngsten Arbeit mit dem indonesischen Künstler Jompet Kuswidananto auf eine Forschungsreise in das Innere Post-Suharto-Indonesiens. Drei PerfomerInnen und zwei MusikerInnen bewegen sich durch unsichtbare seelische Ländereien, Hinterlassenschaften einer jahrzehntelangen Diktatur.

GardensSpeak1Zehn Gräber, und jedes einzelne erzählt eine sehr persönliche Geschichte. Die eines ganz gewöhnlichen Menschen, der, getötet vom Assad-Regime, begraben wurde im Garten seiner Angehörigen. Die syrische Künstlerin Tania El Khoury schuf mit ihrer Installation „Gardens Speak“, gezeigt in der brut-Location „Galerie Die Schöne“, ein Mahnmal von ungeheurer Wirkung.

swich2move viennaIn England gibt es Kunst auf Krankenschein bereits seit zwei Jahrzehnten, in Finnland wurden nationale Aktionspläne für die Inklusion von Kunst und Kultur im Gesundheitswesen verhandelt. In Österreich gibt es vereinzelte Pilotprojekte. Doch nun wird die Debatte darüber offiziell: Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe Kultur Politik International lädt die Abteilung Creative Europe im Bundeskanzleramt (BKA) am 5. Dezember zum Workshop „Arts for Health“.

Unkraut1Sechs junge Frauen trainieren seit mehreren Jahren mit Doris Uhlich in der Tanzwerkstatt Wien. Im Juni dieses Jahres sind sie aus dem Studio geschlüpft und beim Schäxpir-Festival in Linz erstmals ins Rampenlicht getreten. In „Unkraut“ liefern sie eine sehr erwachsene Performance ab, die unterschiedliche Lesarten des Begriffs erlaubt.

Wilfing1Videokunst in 3D und eine Installation der Vereinzelung. Die zweiteilige Performance „Land of the Flats“ der Choreografin und Tänzerin Brigitte Wilfing, des Musikers und Komponisten Jorge Sánchez-Chiong und des Ensembles „andother stage“ zeichnet als dystopische, tänzerisch-musikalische Fiktion das Bild einer wahrlich düsteren Welt. Aber nicht ohne Trost. Und der erwartungsfrohe Wien-Modern-Besucher wird enttäuscht.

Yoga 720"Ein philosophisches ABC des Yogaübens und ein Wegweiser durch den Dschungel von Trends und Irrwegen", lautet der im Falter Verlag Wien 2019 erschienen Büchleins von Kirstin Breitenfellner, Bianca Tschaikner. Von Anfang bis Ziel geht die Reise über Stationen wie Entspannung, Ich, Om, Unterscheidungskraft und natürlich Yoga.

workshopDrei Programme von Veza Fernandez, Christina Lederhaas, The Loose Collective und Emese Horti sowie ein Tanzfilm-Festival (siehe tanz.at-Kritik) setzten im November ein markantes Lebens-Zeichen für den zeitgenössischen Tanz in Graz. Und außerdem dafür, dass ihnen und einigen anderen Tänzern aus der Region an Kommunikation untereinander sowie an Zusammenarbeit gelegen ist. So wurde schon 2018 von einer Gruppe Tanzaffiner tanzNetz Graz gegründet.