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von und mit dem Aktionstheater Ensemble

© Gerhard Breitwieser

bei der Sommerszene Salzburg in der Kollegienkirche

© Bernhard Müller

Zu Ödön von Horváths „Das Buch der Tänze“

Silvia Both und Sibylle Starkbaum, Wien 2018 © Herbert Zotti

in Gaga und Repertory Workshops
sowie Performances

Gauthier Dance in "MInus 16" von Ohad Naharin © Regina Brocke

Tänzerin (Spagat), 1935

Tänzerin (Spagat), 1935, Museum der bildenden Künste Leipzig, Dauerleihgabe aus dem Nachlass Mathilde Q. Beckmann. Aus: „Max Beckmann. Welttheater.“ Herausgegeben von der Kunsthalle Bremen, dem Kunstverein in Bremen und dem Museum Barberini, Potsdam. Prestel Verlag München, London, New York 2017

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brunnenhof 3Und sie kamen: die Tanzinteressierten, die zufällig Vorbeischlendernden und die Neugierigen, die erfahren wollten, was sich da in den Hinterhöfen abspiele. Nein, nicht für Voyeure tat sich da etwas; vielmehr waren –  nach einer erfolgreichen Exkursion in den Park von und in das Schloss Eggenberg im vergangenen Jahr – die Tänzer und Tänzerinnen des Grazer Opernhauses in teils wenig bekannte Höfe der Altstadt ausgeschwärmt.

Gerlinde1„Tanztalk. Tanz, Theater, Performance und mehr … Ein Sendeformat über zeitgenössischen Tanz. Gerlinde Roidinger im Gespräch mit Tanzschaffenden …“, so tönt es jeden 1. Sonntag im Monat pünktlich um 19 Uhr 07 im freien Radio B 128, begleitet von den sanften Basstönen von Jun Myakes „Lillies Of The Valley“. Dann lädt die an der Musik- und Kunst-Privatuniversität Wien ausgebildete Tanzpädagogin Gerlinde Roidinger VertreterInnen der Tanzszene zu etwa 90-minütigen Interviews.

aktionstheater0Sechs g’standene Mannsbilder (naja, fast) stehen auf der Bühne, um „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ mit Glanz und Glitzer abzufeiern – ein brisantes Thema nicht erst seit der #metoo-Debatte und ein gefundenes Fressen für das Aktionstheater Ensemble. Zwischen sexueller Gewalt, Patriachat und Prüderie findet Mann sich oft nur schwer zurecht. Die patriarchalischen Codes sind out, oder vielleicht doch nicht?

Cook 05Als der Jazz noch tanzte. Mit dem Lindy Hop kommt heuer ein wunderbar fröhlicher Retro-Tanz zum Tanzfestival in Bozen. Der in den 1980er Jahre wiederentdeckte energiegeladene Paartanz erfreut sich mittlerweile einer ungleich größeren Reichweite als in seiner Blütezeit von den 1920 bis 1940er Jahren. Wobei sich die Zeit zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Großen Depression für die Menschen damals wohl wie kurze Ferien angefühlt haben muss.

balabala 2Selbst ohne rosarote Brille nichts in schwarz-weiß. Ob Pornografie, Geschlechterungleichheit oder aktuelles Weltgeschehen: Die Sommerszene Salzburg stellt Fragen und eröffnet Perspektiven. Die britische Theatergruppe „Stan’s Cafe“, die belgische Choreografin Mette Ingvartsen und der indonesische Choreograf Eko Supriyanto – drei Große unter vielen – greifen heiße Eisen an und widerstehen dem Druck, Antworten zu liefern.

Giselle Akt2 IntroAufführungen mit Gästen sind spannend. Nicht etwa, weil sie besser wären. Die Wiener TänzerInnen erwiesen sich auch in der  letzte Aufführung der „Giselle“-Serie dieser Saison als durchaus ebenbürtig zu den SolistInnen des  Bolschoi-Balletts Olga Smirnova und Semyon Chudin. Vielmehr boten die beiden eine leicht veränderte Lesart, denn jede Kultur bringt unterschiedliche Nuancen in ihre Erzählung der alt bekannten Geschichten. Bei der bevorstehenden Nurejew-Gala sind sie dann in Werken des 20. und 21. Jahrhunderts zu sehen.

Crowd EstelleHananiaAuf bewegtes Polit-Film-Theater, „The Walking Forest“ von Christiane Jatahy, trifft Gisele Vienne`s nur an der Oberfläche spiegelnde Jugendkulturstudie „Crowd“. Weitgehend unpolitisch verharrt diese bei tanzenden, entrückten Körpern, deren Aggression schon in zerplatzenden Chips-Päckchen verpufft. Soghaft meditativ hingegen steuert Susanne Kennedy ihre Reise durch eine – etwa mit Episoden aus dem Tibetanischen Totenbuch bestückte – Bühnenfassung von Jeffrey Eugenides „The Virgin Suicides/Die Selbstmord-Schwestern“. Dieses Kontrastprogramm war am vergangenen Wochenende im Rahmen der Wiener Festwochen zu bestaunen.

Tammy iconDass sich Tamara McLorg auf Community Dance spezialisiert hat, ist eher dem Zufall bzw. einer kulturpolitischen Wende in Großbritannien zu verdanken. Seither hat sie die zeitgenössische Tanzpraxis in viele benachteiligten Regionen dieser Welt gebracht. In Wien wird die rührige Pionierin demnächst unter anderem ein Einführungssseminar in die Community Dance Praxis halten. Bei Tanz Bozen leitet sie einen choreografischen Workshop.