Im Dezember und Jänner bietet Wien eine Reihe bemerkenswerter Tanz-Gastspiele im MQ und in der Stadthalle. Das dänische Kammerballetten kommt mit einer Arbeit von Sol Léon und Paul Lightfoot, Sidi Larbi Cherkaoui und das Ballet du Grand Théatre de Genève laden zum „Imperial Ball“, Enrique Gasa Valga bringt seine Erfolgsproduktion „Frida Kahlo“ erstmals nach Wien – und ebenfalls als Wien-Premiere kommt „Ballet for Life“ mit dem Béjart Ballet Lausanne.
Stay Tuned
Martin Winter, ehemaliger Tänzer des Staatsballetts, geht neue Wege. Mit seiner Agentur M.ART in productions bringt er nun das dänische Ensemble Kammerballetten mit „Stay Tuned“ des renommierten Choreografen-Duos Sol León und Paul Lightfoot nach Wien. Das Prestige Quartet mit Alexander McKenzie am Klavier wird dazu live musizieren. Neben der gemeinsamen Arbeit „Stay Tuned“ stehen Lightfoots „Suffer Little Children“ und Leóns „Serendipia“ auf dem Programm.
4. und 5. Dezember, Stadthalle, Halle F. Tickets gibt es in der Stadthalle. 
Imperial Ball
Tanzen – eine Geste der Freiheit oder der gesellschaftlichen Kontrolle? Dieser Frage geht der belgische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui in seiner Hommage an Johann Strauss nach. Er betrachtet den Walzer nicht nur als tänzerisches Erbe, sondern als gesellschaftliches Werkzeug, das Menschen durch Verhaltenskodizes formt. Sein Stück inszeniert den Ball als ambivalenten Ort zwischen Pracht und Zerfall, an dem die Regeln der Elite sowohl einschränken als auch befreien können. Unterstützt wird diese Vision durch die poetische Bildsprache des Oscar-Preisträgers Tim Yip („Tiger und Dragon“) und eine musikalische Fusion aus Strauss und japanischer Taiko-Perkussion. Es tanzt das Ballet du Grand Théâtre de Genève.
Die Ko-Produktion von Impulstanz, Tanzquartier und Johann Strauss 2025 hat am 3. Dezember ihre Uraufführung im MQ, Halle E, weitere Vorstellungen am 5. und 6. Dezember. Tickets gibt es bei Impulstanz.
Viva la Vida
14 Jahre lang leitete der spanische Choreograf Enrique Gasa Valga das Ballett am Landestheater Innsbruck, bevor er 2023 seine eigene Compagnie gründete, die nun in Wien seine Erfolgsproduktion „Viva la Vida. A tribute to Frida Kahlo“ zeigen wird. Gasa Valga ließ sich von der außergewöhnlichen Persönlichkeit und bewegenden Lebensgeschichte der mexikanischen Künstlerin inspirieren. Im Zentrum der mitreißenden Inszenierung steht eine Kunst, die von Schmerz, Leidenschaft und unerschütterlicher Willenskraft geprägt ist.
Ein besonderes Stilmittel setzt der Regisseur mit zwei Tänzerinnen ein, die als „Zwei Fridas“ die Dualität zwischen öffentlicher Person und privaten Kämpfen der Künstlerin verkörpern. Die zwölf Tänzer:innen der Enrique Gasa Valga Dance Company interpretieren 14 ausgewählte Szenen aus Kahlos Leben. Die Live-Musik ist ein weiteres Highlight: Eine fünfköpfige Band spielt neu arrangierte Boleros, Tangos und traditionelle mexikanische Lieder, ergänzt durch eigens komponierte Werke. Die kraftvolle Stimmperformance der Lead-Sängerin Elisa Gobbi schafft zusammen mit dem ausdrucksstarken Tanz ein intensives Erlebnis, das die Lebensgeschichte Frida Kahlos nicht nur zeigt, sondern fühlbar macht.
13. bis 17. Jänner 2026, MQ, Halle E. Tickets gibt es bei oeticket.
Ballet for Life
„Ballet for Life“ des Béjart Ballet Lausanne gastiert erstmals in Wien. Die ikonische Produktion von Maurice Béjart verbindet die Musik von Queen und Wolfgang Amadeus Mozart mit dem unvergleichlichen Design von Gianni Versace zu einer zeitlosen Choreografie.
Das Stück, das 1997 uraufgeführt wurde, setzt sich mit Themen wie Leben und Tod, Jugend und Leidenschaft auseinander. Seit seiner Premiere wurde es weltweit in über 40 Ländern aufgeführt.
Zu erleben ist die Produktion mit dem Béjart Ballet Lausanne vom 28. Januar bis 1. Februar 2026 in der Wiener Stadthalle, Halle F. Tickets gibt es in der Stadthalle.
