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Uhlich KommentarDie Welt gedenkt dieser Tage des großen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, der vor einem Jahr verstorben ist. Der Pionier des Originalklangs forschte sein Leben lang unermüdlich danach, wie sich die Musik in ihrer Entstehungszeit angehört hat. Den konträren Ansatz verfolgte die Eröffnungsproduktion des Festivals Imagetanz „The Inheritance“, das dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Hier werden vergangene Stücke dem aktuellen Zeitgeist geöffnet und neu interpretiert. Doch warum gerade jetzt der Blick zurück?

tdt2Was man in drei Monaten mit Laien auf die Bühne stellen kann, das zeigte das Team von Tanz die Toleranz zum Abschluss der Herbstkurse in der Brunnenpassage. Sechs Gruppen mit insgesamt etwa 150 Tänzern präsentierten ihre Arbeitsergebnisse zu Choreografien der Tanz die Toleranz-Künstlerinnen. Der Abschluss kann gleichzeitig als ein großartiger Auftakt für 2017 gelten, wenn das Projekt der Caritas Wien sein 10-jähriges Bestehen feiert.

martin puttkeMartin Puttke, einer der wichtigsten Vertreter des Balletts in Deutschland, hat einen offenen Brief an die Berliner Zeitung geschickt. Anlass sind die Differenzen zwischen dem Berliner Staatsballett und der vom Berliner Kultursenat neu bestellten Leitung. Der Brief ist am 21. Oktober in gekürzter Fassung in der Berliner Zeitung erschienen. Auf tanz.at lesen Sie das Plädoyer für die Rechte der Tänzer in ungekürzter Version.

KalerDas dreiteilige Programm „Calibrate“ war ein Pilotprojekt des Tanzquartier Wien (TQW) für Absolventen der etablierten Ausbildungsinstitutionen Österreichs am Übergang ins professionelle Leben. Wunderbar! Möchte man meinen, wäre da nicht das Ergebnis … Denn offensichtlich wollte man den jungen Tänzerinnen und Tänzern wohl endlich beibringen, was Tanzen – according to the TQW – NICHT zu sein hat. Nach dieser Definition hat Tanz nur am Rande mit Bewegung zu tun, vor allen Dingen darf er keine sinnstiftende Choreografie haben. Und er darf das Publikum keinesfalls unterhalten.

Liska abschiedGerät die Kommunikation in einem Ensemble aus dem Takt, tut dies weder den Künstlern noch der öffentlichen Meinung gut. Seit April 2014 schwebt nun schon der Name Igor Zelensky wie das sagenhafte Damoklesschwert über dem Bayerischen Staatsballett. Auf der einen Seite: Noch-Ballettchef Ivan Liška und sein Team, das zum Ende der Spielzeit nach 18 Jahren mächtig stolz auf ein Repertoire großer Diversität zurückblickt.

GuillemSylvie Guillem ist heuer 50 geworden. Über 35 Jahre stand sie auf der Bühne. Zeit, wie sie findet, um von diesem Leben Abschied zu nehmen. Im Rahmen ihrer letzten Tournee mit einem erlesenen Programm unter dem Titel „Life in Progress“ machte sie auch im Festspielhaus St. Pölten Station. Der Abend wurde zu einem unvergesslichen Moment in diesem Tanzjahr. Das Publikum erwies Guillem mit zugleich stürmischem wie warmem Applaus seine Reverenz.