edwardsSeitdem die Wiener Stadtzeitschrift Falter die Missstände an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper aufgedeckt hat, haben Medien ausgiebigst darüber berichtet. Fast kein Tag verging, an dem es zu dem Thema nicht auch Fernsehdiskussionen gab. Was eine Debatte über pädagogische Konzepte auslösen sollte, droht in eine Schlammschlacht auszuarten. Doch nun hat die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen eingeleitet.

Falter iconDie Aufdeckung der Missstände an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper durch Falter-Chefredakteur Florian Klenk hat hohe Wellen geschlagen und ein internationales Medienfeuer entfacht (siehe Links). Die Vorwürfe die massiv im Raum stehen sind sadistische Unterrichtsmethoden, sexuelle Übergriffe, psychischer Druck, körperliche Schäden und Essstörungen.

Uhlich KommentarDie Welt gedenkt dieser Tage des großen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, der vor einem Jahr verstorben ist. Der Pionier des Originalklangs forschte sein Leben lang unermüdlich danach, wie sich die Musik in ihrer Entstehungszeit angehört hat. Den konträren Ansatz verfolgte die Eröffnungsproduktion des Festivals Imagetanz „The Inheritance“, das dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Hier werden vergangene Stücke dem aktuellen Zeitgeist geöffnet und neu interpretiert. Doch warum gerade jetzt der Blick zurück?

tdt2Was man in drei Monaten mit Laien auf die Bühne stellen kann, das zeigte das Team von Tanz die Toleranz zum Abschluss der Herbstkurse in der Brunnenpassage. Sechs Gruppen mit insgesamt etwa 150 Tänzern präsentierten ihre Arbeitsergebnisse zu Choreografien der Tanz die Toleranz-Künstlerinnen. Der Abschluss kann gleichzeitig als ein großartiger Auftakt für 2017 gelten, wenn das Projekt der Caritas Wien sein 10-jähriges Bestehen feiert.

martin puttkeMartin Puttke, einer der wichtigsten Vertreter des Balletts in Deutschland, hat einen offenen Brief an die Berliner Zeitung geschickt. Anlass sind die Differenzen zwischen dem Berliner Staatsballett und der vom Berliner Kultursenat neu bestellten Leitung. Der Brief ist am 21. Oktober in gekürzter Fassung in der Berliner Zeitung erschienen. Auf tanz.at lesen Sie das Plädoyer für die Rechte der Tänzer in ungekürzter Version.

KalerDas dreiteilige Programm „Calibrate“ war ein Pilotprojekt des Tanzquartier Wien (TQW) für Absolventen der etablierten Ausbildungsinstitutionen Österreichs am Übergang ins professionelle Leben. Wunderbar! Möchte man meinen, wäre da nicht das Ergebnis … Denn offensichtlich wollte man den jungen Tänzerinnen und Tänzern wohl endlich beibringen, was Tanzen – according to the TQW – NICHT zu sein hat. Nach dieser Definition hat Tanz nur am Rande mit Bewegung zu tun, vor allen Dingen darf er keine sinnstiftende Choreografie haben. Und er darf das Publikum keinesfalls unterhalten.