avancementsDie Ordnung ist wieder hergestellt, das Ballett hat wieder eine Hierarchie. Nicht nur das Publikum wünscht sich seine Stars, auch das Ensemble braucht Vorbilder. Sie motivieren und steigern die Qualität. Alle Compagnien von Weltrang, wie etwa die der Pariser Oper, haben ein ausgeklügeltes Hierarchiesystem, an dessen Spitze in Paris die Etoiles, die Sterne funkeln. Das Wiener Staatsballett kann nun mit zwei Ersten Solotänzerinnen und zwei Ersten Solotänzern brillieren. Das sollte den Anschluss an die internationale Ballettszene beschleunigen.

 

Die Ernennung der beiden Herren – Vladimir Shishov und Roman Lazik – hat Manuel Legris im Anschluss an die am 9. Oktober mit großem Beifall bedankte Vorstellung von John Crankos Ballett Onegin in der Wiener Staatsoper vorgenommen. An diesem Abend gaben Vladimir Shishov (als Onegin) und Ketevan Papava (als Tatjana) ihr Rollendebüt, Liudmila Konovalova feierte zudem als Olga ihr Hausdebüt. Lazik hat die Rolle des Onegin in vorangegangenen Vorstellungen getanzt. In seiner Ansprache brachte Direktor Dominique Meyer seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die höchsten Positionen durch Tänzer aus dem eigenen Ensemble besetzt werden konnten.

Im Wiener Staatsballett tanzen nun vier Tänzerinnen und Tänzer im höchsten Rang der Hierarchie: die beiden Ersten Solotänzerinnen Olga Esina und Maria Yakovleva, die schon seit 1. September 2010 diesen Titel tragen, sowie die neu ernannten Ersten Solotänzer Roman Lazik und Vladimir Shishov

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