vaslav probeNijinsky tanzt seine letzten Schritte. 1. Position, Dévelopé und Fouetté, Grand Jeté und wieder in die Ausgangsposition. Zufrieden dehnt er den Brustkorb, hebt die Arme in die Höhe, sucht mit den Augen den Himmel.  Denys Cherevychko ist für 20 Minuten Vaslaw Nijinksy. Er  wird bei der Nurejew-Gala „Vaslaw“ tanzen, ein Ballett von John Neumeier. Aus Hamburg war Ballettmeister Kevin Haigen in Wien, um mit Cherevychko zu arbeiten.

impulsdimchDoris Uhlich, Choreografin, Tänzerin, Performerin wird mit dem international nahezu kultisch verehrten Künstler Ivo Dimchev über den Körper auf der Bühne, über Nacktheit und Selbstdarstellung diskutieren. Oder eher plaudern. In einer Skulptur von Franz West im 4. Stock des MUMOK haben die beiden es sich halbwegs bequem gemacht. Der Schöpfer hätte seine Freude daran, sollen doch viele seiner Skulpturen, die Passstücke, vom Publikum benutzt und begriffen werden. Uhlich und Dimchev haben die wuchernde Pflanze (eine Gartenschaukel, ein senkrecht stehendes Labyrinth?) problemlos in Besitz genommen.

gabdullin_romeoRobert Gabdullin hat schon bei der Nurejew-Gala 2012 nicht nur Manuel Legris sondern auch das Ballett-Publikum begeistert. Seit September ist er als Solotänzer fix im Wiener Staatsballett engagiert und hat sich sowohl als Romeo wie als Prinz Nussknacker in die Herzen (nicht nur) der Damen getanzt.

kimoto_hashimotoDoppelporträt. Kiyoka Hashimoto und Masayu Kimoto, Solotänzerin und Halbsolist des Staatsballetts,  leben gemeinsam und tanzen getrennt. Auf dem Weg an die Spitze sind sie beide. Sie ist ein wenig schneller, er ein wenig zu heftig. Wenn Manuel Legris „Attaque! Attaque!“ ruft, vergisst Kimoto seine Schmerzen.

gottfarb_loose_collectiveAlexander Gottfarb, Mitglied der Compagnie The Loose Collective versucht den Grätschsprung zwischen Kunst und Sozialpolitik. Der Tänzer und Choreograf möchte nicht nur tanzen sondern auch die soziale Situation der Tänzer ändern. Im Tanzquartier versucht er mit und innerhalb von The Loose Collective, den Text des Alten Testaments in Bewegung umzusetzen.

sutraAm 20. und 21. September heißt es im Festspielhaus St. Pölten wieder „Sadler’s Wells presents“. Diesmal bringt das renommierte Londoner Tanzhaus Sidi Larbi Cherkaouis Erfolgsproduktion „Sutra“ mit 17 Shaolin-Mönchen sowie das chinesische TAO Dance Theatre mit. Auch beim großen Tanz- und Musik-Community-Projekt dieser Saison arbeiten die beiden Häuser eng zusammen. Doch bei aller Gemeinsamkeit gibt es auch jede Menge Unterschiede, erklärt Sadler’s Wells-Direktor Alistair Spalding im Gespräch.

nurejewgalaMit der Fusion der Ballettensembles von Staatsoper und Volksoper hat er sich arrangiert, aber der Vorwurf er sei ein Leuteschinder trifft ihn hart, verlangt Manuel Legris doch von seiner Compagnie nicht mehr als von sich selbst: Intensives Training für eine perfekte Vorstellung. Im Oktober gibt es die erste Premiere dieser Saison: „Der Nussknacker“ in der Inszenierung von Rudolf Nurejew.