brut jan-machacekDie Nationalratswahlen am 29. September geben dem Wiener Off-Theater brut das erste Thema vor. Die Möglichkeiten der Demokratie werden unter dem Motto „The Power of Voice“ in Performances, einer Misswahl und einem theatralischen Parlament thematisiert. Danach wird im brut „Nachhaltig gescheitert“. Neu in der kommenden Saison ist auch die Kuratorin für das Festival „imagetanz“. Katalin Erdödi beerbt Bettina Kogler, die ab November im WUK für Theater und Tanz verantwortlich ist.

Bis die neue Tanz-Kuratorin des brut ihre Talente beweisen muss, dauert es noch einige Monate: imagetanz, die 20 Jahre alte Nachwuchsplattform, findet erst im März 2014 statt. Erdödi arbeitete bisher als Kuratorin und Projektleiterin in Kulturinstitutionen in Budapest. Neben der Leitung des imgateanz-Festivals (diesmal unter dem Motto „Who cares?“) wird sie den künstlerischen Leiter des brut, Thomas Frank, bei der kuratorischen Arbeit im Jahresprogramm unterstützen.

Auf der Tanz- und Performance-Bühne werden im Oktober toxic dreams mit einer Frage an das Publikum präsent sein: „What do you really want?“ Superamas laden in ihrer neuen Reihe „It’s a date!“ zum performativen Zwiegespräch mit Gästen ein. Im ersten Date im Dezember wird Philippe (Riera) mit dem bildenden Künstler Markus Schinwald (2011 zur Biennale di Venezia entsandt). Frisch aus dem steirischen herbst(-wald) kommen united sorry & friends. Frans Poelstra und Robert Steijn lieben die Bäume und die Pilze und wollen im Publikum das Bewusstsein auch für das städtische Umfeld wecken. (12.–14. Dezember).

brut wien-modernSchon im Oktober (3.–5.; 10.–12.) laden God’s Entertainment zum Finale der ersten Staffel von „Vienna’s next top Artist“,der Castingshow für die Weiner Theater-, Tanz- und Performanceszene. „Shirokuro / Schwarz-Weiß“ ist ein Tanz-Konzert, das in Kooperation mit Wien Modern zur Aufführung gelangt (26., 27. Oktober). Die russische Komponistin Galina Ustvolskaja, „die Frau mit dem Hammer“, liefert die Musik, dazu bewegt sich Mitchell-Lee van Rooij in der Choreografie von Nicole brut katalin-erdodi und Tomoko Mukaiyama tanzt am Klavier. Das Konzept für diese aufregende Performance haben Beutler, Mukaiyama und der Licht- und Bühnendesigner Jean Kalman gemeinsam erstellt.

Zum Themenschwerpunkt „Nachhaltig scheitern“ hat sich Jan Machacek mit „Normarena“ eine Versuchsanordnung ausgedacht, in der er den Burgtheatermimen Max Mayer in einen rotierenden Apparat steckt. Mensch und Maschine werden gemeinsam Sprache, Bilder und Musik produzieren. Dabei geht es anhand des Textes von Gerhild Steinbuch um die Verantwortung der Privilegierten, wie sie alle, die im Publikum sitzen, sind.

Das brut Programm ist dicht gefüllt, mit Eigenproduktionen, Kooperationen, Gastspielen und der Partyschiene. Was sonst noch an (neuem) Spannendem, Erbaulichem und Erhellendem zu sehen und zu hören geboten wird, zeigt die brut-Website auf seinem herunter ladbaren Spielplan

Noch mehr Informationen: http://www.brut-wien.at/de/

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