tanznachtuhlich

Eine lange Nacht des Tanzes. Am 28. September ist es wieder soweit: Nach einem Jahr Pause gibt es auch heuer eine lange Performance & Tanznacht im Wiener Brut. Die eingeladenen KünstlerInnen werden sich selbst porträtieren oder von anderen porträtiert werden. Das soll auch Einsteigern in die Tanz- und Performance-Scene einen Einblick in das Schaffen der KünstlerInnen erlauben.

 „Night of the bruts“ nennt sich der bis in den Morgen erweiterte Abend, bei dem jede(r) zur späteren Stunde auch selbst noch eingeladen ist, ein Tänzchen zu wagen. Jeder Winkel im Brut am Karlsplatz wird zur Bühne: von der Werkstatt über den Backstagebereich bis zum Keller und zum Dach. Installationen, Videos und Performances, die auch Ausblicke auf kommende Produktionen bieten, werden zu sehen sein. Für leibliches Durchhaltevermögen ist gesorgt, die Brut Speisekammer wird mit Upgrade/Downgrade-Küche aufgespeckt sein. Ab Mitternacht gibt es der nächtlichen Stunde gemäße „leichte Kost" im Brut Konzerthaus - eine Sushibar inklusive Animierprogramm von Barbara Ungepflegt.

Das Programm rangiert in Bandbreiten von Schampus mit Doris Uhlich, Bettgeflüster mit toxic dreams, Porträtmaschinen aus Staubsaugern, Scannern und Kopiergeräten von Jan Machacek, und vielem anderen mehr. KünstlerInnen wie Anne Juren, Michikazu Matsune, nadaproductions, Theater im Bahnhof, Die Rabtaldirndln, Andrea Maurer & Thomas Brandstätter/studio 5, notfoundyet und noch einige mehr, zeigen Einblicke in ihre Arbeit.

Im herbstlichen Themenschwerpunkt „Out of Order“ wird die Ordnung der Dinge de/konstruiert. Die Choreografin Anne Juren und der bildende Künstler Robert Rauschmeier erfinden mit ihrer Performance „Lost & Found“ (22. bis 25. November) eine Geschichte des Tanzes. Von den Anfängen der Zivilisation bis in die Zukunft, spüren sie dem Wesen des Tanzes nach. Die britische Künstlerin Vicki Bennett/People Like Us (Auftritte u.a. in der Tate Modern, im Centre Pompidou etc.) ist an der Performance beteiligt. Oleg Soulimenko und Andrei Andrianov bleiben ihrem favorisierten Thema treu, der kulturellen Prägungen zeitgenössischer Performance. „Old Chaos, New Order“ heißt ihre Arbeit, die Anfang Dezember (7., 8., 11. und 12.) gezeigt wird.

28.9.2012, Brut Wien "Night of the bruts", Brut Karlsplatz ab 19 Uhr, Brut im Konzerthaus ab 24 Uhr www.brut-wien.at