Augsburg2Das VR-Brillen-Erlebnis „shifting_perspective“. Immersiv heißt das magische Zauberwort. Virtuelles – also Nicht-Reales – soll einen so starken Reiz ausüben, dass eine neue Realität entsteht. Zumindest eine, die nichts vermissen lässt – außer einem nachhaltigen Gemeinschaftserlebnis, das Darstellender Kunst sonst innewohnt.

Tango2Schnell musste man sein, um eine Karte für die zweimal nur 20 Plätze zu ergattern. Ganz oben unterm Nationaltheater-Dach. Tangoseligkeit im Ballettsaal. Mit weitem Abstand entlang von drei Wänden bestuhlt. Eine halbe Stunde musikalische und tänzerische Beredtsamkeit. Am 3. Juni 2020 um 18:30 und um 20 Uhr endlich wieder live mit „Tango between us“ von Maged Mohamed für zwei Tänzer des Bayerischen Staatsballetts.

nyxx2Die riesige Bühne des Ankersaal in der Wiener Brotfabrik ist fast wie eine Traumlandschaft. Weiß sind der Boden, das hohe Podest mit Treppe dahinter, zwei aufsteigende breite Bahnen. Sie scheinen in den Himmel zu führen. Und vorn rechts steht einsam eine schwarze E-Gitarre. Die letzte (Ur-) Aufführung im Rahmen des diesjährigen imagetanz-Festivals des brut Wien vor der verordneten Pandemie-Pause, nur noch vor geladenen Gästen präsentiert, war ein Genuss.

tanzmainz1Insidertreffer mit Öffentlichkeitscharakter: Die Tanzplattform Deutschland fand nach 22 Jahren wieder in München statt. Da die städtische und freie Szene sich hier gern vernetzt, wenn es um Spartengroßereignisse geht, ergänzten zahlreiche Begleitveranstaltungen insgesamt 15 Hauptbeiträge. Rückblick auf einen Marathon starker Stücke kurz vor Ausbruch europaweit verordneter kultureller Live-Abstinenz.

panflutes2Mit einem skandinavischen Abend eröffnete das brut sein diesjähriges, unter das hehre Motto "We dance what you think." gestelltes imagetanz-Festival. Die NorwegerInnen Ingrid Berger Myhre und Lasse Passage zeigten ihr „Panflutes and Paperwork“, die Isländerin Inga Huld Hákonardóttir „Again The Sunset“. Erstere korrelieren spielerisch Musik und Tanz, die zweite kreist. Nicht nur auf Holz.