MeditationskreisPartizipation ist Programm im Dschungel Wien. Nach der Präsentation der Jugendgruppen im „Theaterwild Festival“ lädt das Theater Foxxfire nun das Publikum auf eine Reise ins Land von „Glaube, Liebe, Glück“ ein und offeriert in feiner New Age Manier esoterische Beratungsszenarien. Während die Wildwechsel-Gruppe in der Produktion „Wir retten die Welt und globalisieren uns köstlich“ durch darstellerische Präzision brillierte, setzt Foxxfire diesmal ganz auf Selbstfindung.  

waignedehDie Schrecken in Flüchtlingscamps. Wie aus weiter Ferne dringt Benno Heisels Musikkollage in den Raum. Mal ist sie lauter, mal leiser. Ein sonores, in sich zerfetztes Symbol aus Gegenwart und Erinnerung. „Waignedeh/Morgen“ des Choreografen Taigué Ahmed, der aus dem zentralafrikanischen Tschad stammt, konfrontiert mit dem Stillstand von Leben. Seit 2005 führt die von ihm gegründete Organisation Ndam Se Na (Gemeinsam tanzen) Tanzworkshops in Flüchtlingslagern im Süden seiner Heimat durch.

Moewe11Das Hamburg Ballett gastierte mit „Die Möwe“, einem Ballett aus dem Jahr 2002, in Wien. Für seine Version des Dramas von Anton Tschechow wählte Choreograf John Neumeier hauptsächlich Musik von Dmitri Schostakowitsch, die vom Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Markus Lehtinen interpretiert wurde. Dass auch Neumeier, der gerade seinen Vertrag bis zu seinem 50. Jubiläumsjahr 2023 als Hamburger Ballettchef verlängert hat, choreografisch irren kann, wurde an diesem Abend bald klar.

1 Schwanensee LeipzigHier hat einer alles umgekrempelt. Das kommt einem schon beim Betreten des Zuschauerraums in den Sinn. Vom überbauten Portalrahmen des Leipziger Opernhauses hängt – sichtbar nach hinten geneigt – die auf einem Transparentvorhang angebrachte Abbildung einer opulent verzierten Saalwand herab. Vorlage war wohl der prächtige Rokokofestsaal aus dem Augsburger Schaezlerpalais. Nur dass sich in den beiden Gemälderahmen kein bunt-exotisches Federvieh tummelt, sondern zwei tote Schwäne zu sehen sind.

Marilyn1Aufstieg und Fall Marilyn Monroes auf der Bühne umzusetzen, verlangt allen Beteiligten einiges ab. Es bedeutet, in eine fremde Haut zu schlüpfen und sich emotional mit einer Filmikone zu identifizieren, die sich zielstrebig-geltungsbedürftig zur glamourös-verführerischen Kunstfigur stilisierte. Ummodelung des kompletten Ichs inklusive. In Monroes kurzem Leben verschwimmen Realität und Fiktion völlig. Geprägt war es von ihrer Suche nach Perfektion und dem Hunger auf Liebe, Erfolg und Anerkennung.