belengermekWenn Belén Cabanes ihre Finger auf den Kastagnetten tanzen lässt, entsteht ein rhythmisches Feuerwerk und die Musik findet eine ausdrucksstarke Verkörperung – auch durch den Tanz. Sie flirtet, kokettiert, fordert heraus, schmiegt sich an die kleinen Holzinstrumente. Sie sind ihr Partner, den sie meisterhaft beherrscht.

Belén Cabanes ist eine jener selten anzutreffenden Virtuosinnen, die mit ihrem Instrument verschmelzen. Als Flamenco-Tänzerin/Musikerin ist sie in beiden Disziplinen zu Hause und findet zu jedem Musikstück den richtigen Zugang.

Auf dem kleinen Podium im Festsaal des Instituto Cervantes reichte die Palette von klassischen spanischen und südamerikanischen Stücken (etwa von Isaac Albéniz Agustin Barrios oder Heitor Villa Lobos) bis hin zu neuen Flamenco-Kompositionen von Andreas Germek. Der Gitarrist ist seit Jahren kongenialer, musikalischer Begleiter von Cabanes und besticht durch seine schüchterne Zurückhaltung, gegen die die feurige Flamencotänzerin mit allen Verführungskünsten angeht bis sie dem in seine Gitarre Vertieften schließlich einen Blick, ein Lächeln entlockt.

Jubelnder Applaus und Begeisterung über dieses sinnlich-intensive Konzerterlebnis im Instituto Cervantes, das auf etwas andere Art in die Welt des Flamenco entführte.

Das Duo ist in Wien noch am 1. März zu sehen, zusammen mit dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung des Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada. Auf dem Programm im Großen Saal des Musikvereins steht „Flamenco“ mit Kompositionen von Andreas Maria Germek.

Belén Cabanes, Andreas Germek: Castañuela contemporánea, 24. Februar, Instituto Cervantes, Wien