peciNach der Wiederaufnahme von „La Fille mal gardée“ beim Wiener Staatsballett sah man in der Vorstellung vom 28. Dezember wohl die Idealbesetzung für dieses Ballett. Mit ihrer uneingeschränkten Spielfreude und ihrem Rollenverständnis überzeugten Maria Yakovleva (Lise), Mihail Sosnovshi (Colas) und Richard Szabó (Alain). Eine Klasse für sich war Eno Peci als Witwe Simone – clever, verschmitzt und doppelbödig verkörperte er en travestie die strenge Mutter mit dem weichen Herz.

BS NightEinen Dreiteiler brachte das Bayerische Staatsballett vor der Weihnachtsferien auf die Bühne: mit einer Uraufführung der Kanadierin Aszure Barton, Balanchines „Sinfonie in C“ und Robbins „In the Night“. Wobei bewiesen wurde: Gender-Theorien hin oder her: Gefühle scheren sich nicht ums Geschlecht. Sie ergreifen Menschen – egal ob Mann oder Frau. Brechen sich jedoch Stimmungen Bahn, heißt es (re)agieren. Und hier fangen die Unterschiede an …

goeckeVier zeitgenössische Choreografen bestimmen das aktuelle Galaprogramm der Staatlichen Ballettschule Berlin: Nacho Duato, Chef des Staatsballetts Berlin, Marco Goecke, das derzeit gefragteste deutsche Nachwuchstalent, Jiri Kylián, Altmeister des europäischen Modern Dance und Gregor Seyffert, Künstlerischer Leiter der Ballettschule. Die Elevinnen und Eleven überzeugten im zeitgenössischen Tanz ebenso wie tags darauf im traditionellen „Nussknacker“ des Staatsballetts Berlin.

cirquenoel3Der Zirkus ist in der Stadt - viele gehen hin und alle sind begeister. Was nicht unbedingt vorauszusehen war, als Werner Schrempf, Intendant der „Cirque Noël“-Veranstaltungsreihe, vor acht Jahren den Entschluss fasste, Cirque Nouveau in Graz vorzustellen, bekannt zu machen. Die eigene Begeisterung für diese zeitgemäße Zirkusform hatte ihn dazu veranlasst, der Erfolg (mit nahezu hundert Prozent Auslastung) gibt ihm recht.

valentinalfery„Anthropozän“, die neueste Breakdance-Kreation von Valentin „Knuffelbunt“ Alfery mit seiner Crew „Hungry Sharks“ verbindet Sport und Kunst zu grandioser, zeitgenössischer Bühnentanz-Ästhetik. Die bejubelte Uraufführung am 14. Dezember in Salzburg geriet zum hochspannenden Kunstwerk. Ein erfreulicher Kontrast zur lächerlich primitiven Darbietung im selben Genre der „Red Bull Flying Illusions“ mit der Berliner Formation Flying Steps in der Wiener Stadthalle.