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26. Juli 2021 - 01. August 2021
26. Juli 2021 - 01. August 2021
  • Montag, 26. Juli 2021 | 19:00 - 19:30  | Life Long Burning: Creative Crossroads Artists, Cycle 1 – On the Road to Nowhere … | | 

    By and with the artists and artist collectives Beatrix Simkó (HU), Divert / Inclusive Movement Research Collective (HR), Laura Kirshenbaum (FR/IL), Ofelia Jarl Ortega (SE), Snježana Premuš (SI), Sonja Jokiniemi (FI), STEAM ROOM (BG/SE/ES), WILHELM GROENER (DE)

    Zwei Jahre lang, 2018 und 2019, waren Choreograf*innen und Tänzer*innen im Rahmen des Creative Europe Projekts Life Long Burning eingeladen, mit den Partner­organisationen des Netzwerks Ressourcen, Arbeitsprozesse und künstlerische Praktiken zu teilen und neue Stücke zu entwickeln. Nun kommen sie im Leopold Museum zu­sammen, um ihre Erfahrungen und Ergeb­nisse miteinander und mit dem Publikum zu teilen. So entsteht ein aufregender, hy­brider künstlerischer Ort zwischen Archiv, Installation und Ausstellung – und natürlich werden auch der Tanz und Live Art darin nicht fehlen!

    Uraufführung

     ::  Premieren

  • Mittwoch, 28. Juli 2021 | 19:00 - 20:00  | Jérôme Bel – Isadora Duncan | MuTh | 

    Eine Frau, die ihrer Zeit vorausgetanzt ist, eine Feministin, die Ende des 19. Jahrhunderts den damals zwingenden Konventionen von Korsett und Spitzenschuh den Laufpass gab, eine Tänzerin von, wie es heißt, „apollinischer Schönheit“. Das war Isadora Duncan (1877–1927), die der Welt den modernen Tanz mit überwältigendem Erfolg vorgestellt hat. Was passiert, wenn einer, dem es ein Jahrhundert nach Duncans Revolution gelungen ist, den Tanz noch einmal umzukrempeln, sich den Konventionen von heute entgegenstellt, um an die Vorreiterin von einst zu erinnern? Das verspricht eine etwas andere Perspektivierung. Hat der französische Choreograf Jérôme Bel doch bisher immer wieder mit Überraschungen aufgewartet, und wurde ihm doch wie zuvor auch Duncan vorgeworfen, eine Art „Nicht-Tanz“ zu produzieren. Hier portraitiert er mit seinem von feinem Witz geschärften Blick eine visionäre Tanzschaffende und romantische Figur, die so leidenschaftlich wie überzeugend für die Freiheit, Spontaneität und Natürlichkeit des Ausdrucks gekämpft hat.

    Österreichische Erstaufführung

     ::  Premieren

  • Mittwoch, 28. Juli 2021 | 21:00 - 22:15  | Dada Masilo / The Dance Factory – THE SACRIFICE | Volkstheater | 

    Igor Strawinsky und Vaslav Nijinsky produzierten im Jahr 1913 einen skandalträchtigen Klassiker, der seither immer wieder neu interpretiert wurde: Le sacre du printemps, auch Das Frühlingsopfer genannt. Nun hat mit Dada Masilo einer der jüngsten Fixsterne im Kosmos der internationalen Choreografie den Stoff aufgegriffen und ihm eine neue kulturelle Dimension verliehen. Ihren Erfolg verdankt die in Johannesburg geborene Künstlerin ihren afrikanisch geprägten Adaptionen von Ballettklassikern wie SchwanenseeCarmen oder Giselle. Als Masilo 2019 schließlich an ihrem jüngsten Stück THE SACRIFICE zu arbeiten begann, fragte sie sich auch: „Was opfern wir in unserem täglichen Leben?“ Sie wollte die etwas schlichte Handlung des Frühlingsopfer erweitern, um „eine größere Geschichte zu erzählen“. So hat sie zur einprägsamen Live-Musik von Tlale Makhene, Ann Masina, Leroy Mapholo und Nathi Shongwe ein ganz eigenständiges, emotionales Werk für sich und elf Tänzer*innen ihres Johannesburger Ensembles geschaffen. Deren kraftvoller Tswana-Tanz überzeugt durch rituelle Höhepunkte, hochenergetischen Tanz und starke Bilder. 

     ::  Premieren

  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:00 - 21:50  | Malika Fankha / Karol Tymiński / Klangforum Wien – Stanislaw Lem Turns 100: Performance and Music move Outerspace. | | 

    Lems Werk ist mehr denn je eine Heraus­forderung für die aktuelle Kunst. ImPulsTanz und Klangforum Wien haben die Komponis­ten Wojtek Blecharz und Mikołaj Laskowski, sowie die Choreograf*innen Malika Fankha und Karol Tymiński beauftragt, dem großen Autor einen zeitgemäßen Klang zu geben, ihn in Bewegung zu denken. Malika Fankhas Luminosa I ist ein utopisches Ritual, das nicht­technologische Errungenschaften betont und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit verschiedener Species feiert. In SETI sucht Karol Tymiński als Weltraumführer in einem Spiel des Annäherns und Distanzierens eine gemeinsame Sprache mit einer außerirdischen Zivilisation.

     ::  Premieren

  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 21:00 - 22:00  | Louise Lecavalier – Stations | Akademietheater | 

    „Ich bin allein auf der Bühne – in ein Labyrinth gestürzt mit meinem Irrsinn.“ So beschreibt die kanadische Tanzikone Louise Lecavalier den Zustand, dem sie sich für ihr neues Solowerk Stations ausliefert. Darin manövriert sie durch vier Körperzustände: einen fließenden, einen kontrollierten, einen meditativen und einen obsessiven: „Ich weiß nicht mehr, ob diese Stationen wirklich für sich stehen oder ob sie einfach Markierungen sind, die die Höhen und Tiefen meines Lebens nachzeichnen.“ Louise Lecavalier, Weltstar im zeitgenössischen Tanz der Eighties und Nineties, das virtuose Wunder der Company La La La Human Steps (in Stücken wie Human Sex, New Demons, Salt) und Tanzpartnerin von David Bowie, lebt ein im wahrsten Sinn des Wortes bewegtes Leben. Nach ihrer Trennung von La La La Human Steps 1999 gelang es ihr, eine zweite Karriere vor allem als Solistin zu starten. Seither experimentiert sie mit brillanter Technik an Grenzüberschreitungen. Auf der Suche nach einem „Mehr-als-Menschlichen im Menschen“ treibt sie das Objekt ihrer Untersuchungen ans Limit: ihren eigenen Körper.

     ::  Premieren

  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 21:00 - 21:30  | ZOO / Thomas Hauert – (sweet) (bitter) | Odeon | 

    Was könnte schöner und schmerzhafter sein als unerfüllte, unmögliche Liebe. Das ist der große, zeitlose Gedanke in Claudio Monteverdis Opus Si dolce è’l tormento, an dessen Ende der Dichter Carlo Milanuzzi von der Reue singen lässt: von einer Gewissensqual, die jemand Zurückweisenden irgendwann einholen könnte. Der Verschmähte malt sich aus, dass diese „eines Tages nach mir seufzt.“ Die Figur des unerwidert Liebenden tanzt hier in Gestalt des Choreografen Thomas Hauert, der von süßer und zugleich bitterer Qual getrieben durch die blinkenden Irrlichter vergeblicher Hoffnungen reist. Monteverdis barocke Musik wird eingefasst von Salvatore Sciarrinos zwölf modernen Madrigalen (in denen es übrigens nicht um die Liebe geht, sondern um die Natur). Sehnsucht ist das Zauberwort, das sich durch dieses Solo zieht, in dem das Nichterreichen von Idealen als eine Triebkraft des Lebens getanzt wird. In Hauerts Tanz zeigt sich die Sehnsucht als Bewegungskomposition in ihrer ganzen weitgespannten Reichhaltigkeit und in allen Farben eines beinahe lustvollen Schmerzes.

     ::  Premieren

  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 22:00 - 22:30  | Cristina Caprioli / ccap – Scary solo | Odeon | 

    Der Körper, die Bilder. Schleifspuren, hinterlassen von den Bewegungen des Lebens, der Sound von Gefühlen, deren Echos dieser Tänzerin folgen. Das kann schon auch gruselig sein. Und dann das Nachdenken über eigene Entscheidungen: Was wann wie tun? Sesshaft werden, weiterreisen oder abwarten, ob sich etwas Entscheidendes ergibt? Cristina Caprioli, eine Protagonistin der zeitgenössischen Tanzszene in Schweden, hat ihren Weg von Italien in den Norden gemacht. Zwischendurch in den Eighties blieb sie eine Zeitlang in Österreich hängen und gehörte – 1984! – zu den ersten Workshop-Leiter*innen bei ImPulsTanz. Mit diesem Solo kommt sie jetzt als reife Künstlerin zurück und auf die Bühne. Darin tanzt sie eine Reise durch das Niemandsland zwischen Dingen, die ohnehin kommen könnten und solchen, die sie sich vorstellen kann. Ein Solo für rastlose Optimist*innen wie Caprioli, die tanzt, wo auch immer sie landet: mit allem, was zu fürchten ist und ohne etwas zu verlieren zu haben. Das hat etwas von einer Horrorgeschichte, verrät die Tänzerin, „harmlos und ziemlich herzergreifend“.

     ::  Premieren

  • Freitag, 30. Juli 2021 | 20:00 - 21:50  | Klangforum Wien – Stanislaw Lem 2021 Concert 100 Years Science of Fiction | Odeon | 

    Wie ein großer Scheinwerfer beleuchtet Lems Werk unsere Zeit – sein 100. Geburtstags­jubiläum könnte nicht kongenialer in die aktuelle Gegenwart fallen. Angeregt von Lems großteils in Wien geschriebenem Spätwerk Fiasko bringt das Klangforum Wien die stärksten zeitgenös­sischen Stimmen Polens in einem exklusiven Konzert, u.a. mit Kompositionen von Cezary Duchnowski, Mikołaj Laskowski und Żaneta Rydzewska zur Uraufführung. Da­rüber hinaus präsentiert das Ensemble neue Kompositionen, die im Geiste einer „Science of Fiction“ entstanden sind und Klänge mei­nen, die den Lem ́schen Pioniergeist atmen.

    Kompositionen:
    Mikołaj Laskowski Fiasko (Uraufführung)
    Aleksander Nowak lo firgai - The Mask/Maska (Uraufführung)
    Żaneta Rydzewska to my stars (Uraufführung)
    Cezary Duchnowski WELOVELIVE
    Alessandro Baticci & Rafał Zalech (Nimikry) Bird of Paradise (Uraufführung)

    Dirigent: Johannes Kalitzke
    Sopran: Agata Zubel

    Uraufführung

     ::  Premieren

  • Freitag, 30. Juli 2021 | 23:00 - 00:00  | The matter lab – showing I | WUK | 

    The matter lab – initiiert von Meg Stuart im Gespräch mit Moriah Evans, Mieko Suzuki, Varinia Canto Vila und Edna Jaime – ist ein kollektives Experiment über Formen von „spea­king out“ und „holding ground“. Künstler*in­nen und Gäste widmen sich dem Zuhören und dem Bedürfnis zu sprechen und erforschen eine Art „unterirdisches“ Sprechen, das bereit ist, aufzutauchen, sich zu zeigen. Wie kann man sich durch und mit dem Körper artiku­lieren? Wie kann man schimpfen und rasen? Was können wir aus Positionen der Verzweif­lung, der Heilung und des Widerstands her­ auslesen? Pflege ist eine Verpflichtung. Sich verpflichten, zuzuhören – immer und immer wieder – fühlen, was wir sagen bewegen, was festgehalten wird, verschieben, aussitzen, zur Seite zu gehen, fühlen – und immer wieder zum Kern der Sache zurückzukehren.

    Uraufführung

     ::  Premieren

  • Samstag, 31. Juli 2021 | 17:00 - 17:55  | Anna Huber – unsichtbarst² | | 

    Eine hypersensible Figur bewegt sich mit überwältigender Präzision durch den Zeit­strom ihres Auftritts. Ihr Charisma impft etwas Unberechenbares in strenge Ästhetik und formale Perfektion. Als Anna Huber diesen Tanz 1998 erstmals zeigte, löste sie Staunen und Begeisterung aus. Nach mehr als 20 Jahren hat sie ihr Stück nun neu er­arbeitet: Wie eine lebende Skulptur exponiert sich ihr Körper, von allen Seiten sichtbar, auf einem Spiegel­-Quadrat. Was bleibt unsicht­bar(st) hinter solchem Ausgestelltsein, und welche Klischees prägen sich einem öffent­lichen Körper ein – gerade heute, wenn das Analoge und das Virtuelle ineinander ver­schwimmen?

    Österreichische Erstaufführung

     ::  Premieren

  • Samstag, 31. Juli 2021 | 19:00 - 19:45  | Eva-Maria Schaller – Recalling Her Dance | MuTh | 

    Das Tanzsolo Die Unbekannte aus der Seine ist 1941/42 während der Diktatur der Nationalsozialisten entstanden. Seit Juni 1940 war auch Paris besetzt. „Das Irren am Ufer – das Locken des Wassers – die Angst (eine Angst vor dem Weiterleben, größer als vor dem Tod)“, schrieb die österreichische Tänzerin, Choreografin und Widerständlerin Hanna Berger ins Libretto ihres Tanzstücks zur Musik von Claude Debussy. Die in Meidling geborene Kommunistin, in den 1930er Jahren u. a. Mitglied des Tournee-Ensembles von Mary Wigman, wurde 1942 in Deutschland als Mitglied der Schulze-Boysen-Gruppe verhaftet, entkam der Lagerzwangsarbeit, pendelte nach dem Krieg bis zu ihrem frühen Tod 1962 zwischen Wien, Paris, Italien, der DDR und weiteren sozialistischen Ländern, ohne eine feste Heimat. Ihr Hauptwohnsitz blieb Wien. Die Unbekannte aus der Seine ist jetzt als Teil von Eva Schallers Abend Recalling Her Dance: a choreographic encounter with Hanna Berger wieder zu sehen. Mit drei Arbeiten, die von der Wiener Tänzerin in eine spezielle Choreografie und Dramaturgie verwoben wurden, entsteht hier auf Basis von Bergers Biografie ein eigenes Kunstwerk. Darin sind auch Annäherungen an zwei weitere Solos der mutigen modernen Tänzerin zu sehen: Krieger von 1937 und Aufruf aus dem Jahr 1944.

    Uraufführung

     ::  Premieren

  • Samstag, 31. Juli 2021 | 21:00 - 21:37  | Raja Feather Kelly – Hysteria (Ugly Part 2) | | 

    Afro­amerikanische Subjektivität wird aus der Popkultur verdrängt. Darüber informiert dieser zweite Teil von Raja Feather Kellys UGLY­-Trilogie, in dem der New Yorker Perfor­mer fortsetzt, wo Teil 1, UGLY (Black Queer Zoo), aufhört. Hier versucht Kelly, die Ver­drängung rückgängig zu machen und positio­niert sich neu als ein Alien, ein glamouröses außerirdisches Wesen. Das Fremdsein hindert es nicht, die Produkte der Popkultur exzessiv zu genießen und dabei etwas anzuzetteln: Hier lässt Kelly nämlich die Fiktion ins Fakti­sche stürzen und betreibt einen Exorzismus an der darauffolgenden Verwirrung, dem inneren Aufruhr und dem ganzen sonstigen Wahnsinn.

    Österreichische Erstaufführung

     ::  Premieren

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