Kritiken
Kritiken 2010
Junge Talente
Junge Talente
In der Aufführung von „Juwelen der Neuen Welt“ am 10. November schillerten die Stücke von Tharp und Forsythe besonders. Und wieder gab es in den Solorollen hinreißende TänzerInnen aus dem Corps de ballet zu entdecken.
Einen scharfen Blick für tänzerische Talente hat der ehemalige Spitzentänzer Manuel Legris auf alle Fälle. „The Vertiginous Thrill of Exactitude“ von William Forsythe ist freilich auch ein besonders geeignetes Ballett, hoffnungsvolle junge TänzerInnen ins Rampenlicht zu bringen. Gestern betörten neben den SolotänzerInnen Elisabeth Golibina, Michail Sosnovshi und der Halbsolistin Iliana Chivarova die Chortänzerin Franziska Wallner-Hollinek (die bereits die Premiere getanzt hatte) und der Tänzer Davide Dato – flink, exakt und spritzig. Selten habe ich dieses anspruchsvolle Ballettstück so sorglos und heiter und auch so musikalisch gesehen wie in dieser Besetzung.
Twyla Tharps „Variationen über ein Thema von Haydn“ hat seit der Premiere enorm an Kontour gewonnen und wurde zum zweiten Highlight des Abends. Die fünf Solopaare und das Ensemble haben den Fluss der Bewegung der Tharp-Choreografie nun ganz im Körper und das Ballett ist nun als wunderbare Hommage an die Klassik formvollendet geworden.
In „Rubies“ überraschten in den Solorollen die elegante Marie-Claire D’Lyse und die quirlig-temperamentvolle Natalie Kusch mit Gregor Hatala als verlässlichen und bemühten Partner.
Mit dem Eröffnungs-Balanchine-Stück „Thema und Variationen“ hatte das Ensemble an diesem Abend noch sehr zu kämpfen. Es war eine ziemlich ungeordnete und unfallreiche Angelegenheit, in der das Solopaar, Liudmila Konovalova und Vladimir Shishov, wenig Esprit versprühte. Auch aus dem Orchestergraben tönte es bei Tschaikovski nicht immer ganz astrein, aber Christoph Eberle leitete das Orchester sicher und vielleicht eine Spur langsamer als bei der Premiere durch den Abend.
Wiener Staatsballett "Juwelen der Neuen Welt", Wiener Staatsoper, 10. November 2010
Weitere Vorstellungen: 13., 18., 21. November 2010
- Ein vielversprechender Beginn
- Verhaltene Liebe
- Wiener Staatsballett 2010/2011
- Wie im Märchen
- Die Kunst der Tanzkomödie
- Oberflächliches Funkeln und Glitzern
- Niemand ist der Beste
- Wiener Ballettchef geehrt
- Brillanter Auftakt und zwei Löwen
- Abschied in Mayerling
- Ein Tänzchen zum Abschied
- Gelungene Überraschung
- Avancement für Shishov und Lazik
- Offensiv erfolgreich
- Zwischen Schatten und Schicksal
- Liebe zu tanzen ist schwierig
- Frisch erzählt, elegant vorgetragen
- Das Streben nach Schönheit
- Ich will keine Kopie sein
- Blick in eine rosige Zukunft
- Schwer erarbeitete Leichtigkeit
- Der Direktor tanzt
- Berliner tanzen im Hauptbahnhof
- Halbsolist Masayu Kimoto
- Leiche im weißen Tütü
- Glanz und Gloria
- Wiener Ballettwunder
- Suspekt und sehr komisch
- Wiener Staatsballett auf Reisen
- Ich bin keine Tanzmaschine
- „Cool“ und klassisch
- Begeisterung für Jerome Robbins
- Prix Benois de la Danse 2011
- Ätherische Dimensionen
- Plejaden von Étoiles
- Begeisterung geweckt
- Avancements Wiener Staatsballett
- Er ließ den Zeitgeist tanzen
- Avantgarde in der Klassik
- Spitzentanz im Schottenrock
- Romantischer Kulturschock
- Unfassbar schwebendes Wesen
- La Sylphide mit alternativen Besetzungen
- Halbsolist Davide Dato
- Spurensuche
- Die Prinzessin weiß, was sie tut
- Dornröschen probt das Umfallen
- Three Dancers from the Day before Yesterday
- Verschlafenes Märchen
- Wachgeküsst
- Die dritte Braut
- Solotänzer Shane A. Wuerthner
- Sylphide mit Reibungsfläche
- Fast eine Premiere
- Tanzen ist leben
- Bewegungen erfinden
- Irgendetwas in meinem Kopf fängt an zu tanzen
- Drei Stücke und ein Star
- Triumph für Denys Cherevychko
- Erste Flugversuche
- Musikalisch ein Hochgenuss
- Kein Interesse am Pirouettenwettbewerb
- Perfekt im tragischen Dreieck
- 2012/13 Märchenhaft modern
- Der Speed der Neuen Welt
- Wiener Staatsballett in Japan
- Der harte Weg zum Traum
- Goldener Löwe für Guillem
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