Kritiken
Kritiken 2010
Dreidimensionale Rasanz
Dreidimensionale Rasanz
„In – Out“ nennt Elio Gervasi sein jüngstes Stück, das als temporeiche Alternative zu den eher statischen „views in process“ von Doris Stelzer das Festival „Österreich tanzt“ im Festspielhaus St. Pölten eröffnete. Zwei Tänzerinnen (Kenia Bernal Gonzales, Leonie Wahl) und ein Tänzer (Salvatore La Ferla) zeigen mit fließenden Bewegungen und in stets neuen Formationen Annäherung und Zurückweisung, Harmonie und Missklang in einem sich stets verändernden Beziehungsgeflecht.
Ineinander verschlungen zu dreidimensionaler Architektur und wieder getrennt, jede für sich, bewegen sich die drei TänzerInnen, alle erfahrene Mitglieder von Gervasis Team, in nie enden wollendem Austausch. Immer wieder löst sich eine Tänzerin aus dieser Verflechtung, bewegt sich allein, sich selbst genug, mit ausdrucksvoller Gestik. Gervasi setzt die Tänzerinnen bewusst in ihrer unterschiedlichen Körpersprache ein. Wahl, expressiv und verinnerlicht; Bernal Gonzales, ein mitreißender Wirbelwind, dem die Augen kaum folgen können. Und doch entsteht eine Bewegung aus der anderen, wird an die Partnerin /den Partner weitergegeben, indem Kontakt aufgenommen, Vertrauen aufgebaut wird. Mit seinen drei TänzerInnen hat Elio Gervasi eine reiche Vielfalt von Bewegungsformen erarbeitet, die unerschöpflich scheint.
Albert Castello unterlegt diesen fulminanten Pas de trois sparsam mit Alltagsgeräuschen, Markus Schwarz geht ebenso gedämpft mit dem Licht um. Am Ende hat man sich arrangiert, die Kostüme (Ricardo Cosendey) werden gewechselt; das Trio wirft sich in bunte Farben. Der Konsens ist hergestellt, die Konkurrenz ausgetragen, die Synthese gefunden. Aus zeitweiligem Gegeneinander hat sich ein Miteinander entwickelt. Alles in Butter.
Ein kompaktes Stück, dass keine Wünsche offen lässt und zeigt, dass Elio Gervasi auf der Bühne des zeitgenössischen Tanzes in Österreich eine bemerkenswerte Position einnimmt.
Elio Gervasi: "In – Out", Österreich TANZT im Festspielhaus St. Pölten, 26. Mai 2010
- Lässig, funky und oft dunkel
- Just brilliant!
- "Ich zahle Lehrgeld“
- Österreich TANZT im Mai
- Muskel machen Männer
- Ageless kreativ
- Bewegung spricht, Sprache bewegt
- Rätselhafte Zeitreise
- Sprach- und andere Verwirrungen
- Lebendiges Repertoire
- Skizzen von Tanz und altem Theater
- Best Of ... London
- Leichen säumen ihren Weg
- Es lebe das Sentiment!
- Kognitive Tanzsprache
- Glanz und Gloria
- Auf dem Prüfstand
- Körper-Poesie
- Eine gewisse unmögliche Mögliche
- Tendenz steigend
- Ausgetretene Pfade
- Der Abend der Gegensätze
- Ein etwas anderes Jubiläum
- Tanzwelten und Universen
- Niederösterreichische Theaterwähne
- Traumhaft schön
- OdeonTanz3 - Abschluss
- Cherkaoui und Tezuka
- Nikolaus Adler: The Ballade of High Noon
- Fokus auf Community Dance
- Erfolgreich und emotional
- Pop-Ballett der Pet Shop Boys
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für das FESTIVAL DER REGIONEN 2013 / UMGRABEN in Eferding von 7. bis 16. Juni 2013 werden Projekte aus allen künstlerischen Bereichen und Genres gesucht. Bei aller Offenheit werden Vorhaben für ortsspezifische Arbeiten bevorzugt, Ambitionen, die sich mit Gesellschaft und Geschichte der Stadt Eferding beschäftigen und möglichst Bevölkerungsgruppen oder einzelne gute Kräfte einbeziehen. Weit gefasste Beziehungen zum Festival-Motto UMGRABEN werden ebenfalls berücksichtigt.
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