Tanz und mehr über Tanz über Bewegung über Theater über Tanzgeschichte über Community Dance über Ausstellungen über Film über Tanzaufführungen über Performance über Musik über Tanzvermittlung über Tänzer über Tänzerinnen über Tanztraining über Tanzkritiken über Tanzevents über Kultur über Körper über Spitzentanz über Modern Tanz über zeitgenössischen Tanz über afrikanischen Tanz über Flamenco über Cirque nouveau über Rhythmus über Urban Dances über Hip Hop

bodyparkourMit einem Mix aus Street Dance, Extremsportarten und zeitgenössischem Tanz hat die die Company Two in One (Akos und Michaela Hargitay) einen eigenen Stil kreiert, mit dem sie schon jahrelang durch verschiedene Theater und Festivals tourt. Für die Produktion „Freerunning & Bodyparkour“ wurde sie in diesem Jahr mit zwei Nominierungen zum „STELLA10–Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum“ belohnt.

Bei der Fortsetzung „Bodyparkour in Concert“ sind die TänzerInnen auch MusikerInnen, kreieren ihren eigenen Sound und spielen die aufgenommenen Sampler auch selbst ein. Luftpolster-Verpackungsfolien, die auf dem Boden aufgelegt und mit Klebebändern befestigt werden, sind eine Geräuschquelle, wenn etwa das Stahlgerüst darüberfährt. Das Publikum bekommt kleine Stücke davon und spielte durch das Knacken der Luftpolster-Noppen bei der Geräuschkulisse mit. Der Auf- und Abbau des Stahlgerüstes macht ebenfalls jede Menge „Lärm“.

John Cage wird zitiert - „The sound is as it is“ – und sein Zufallsprinzip zieht sich durch die Performance aus geschmeidigen Tanzsequenzen und akrobatischen Einlagen, die auf dem Stahlgerüst kulminieren. Karla Zimmermann, Nathalee Lavaback, Quim Bigas Bassart, Bernard Mann und Alexandros Charos sind ausgezeichnete Mover, die meist losgelöst voneinander tanzen und dann doch vereinzelt – wie zufällig – aufeinander Bezug nehmen und interagieren.

Der Ansatz ist interessant und experimentell, aber insgesamt fehlen der Performance (noch) Fokus und Rhythmus. Die PerformerInnen sind mit der Manipulation der Requisiten und dem Zuschalten der Soundsamplers so beschäftigt, dass sie ihren Bewegungsansatz nicht entwickeln können. Die einzelnen Teile reihen sich zufällig aneinander, man wünscht sich einen Ausbruch an Energie, der aber nur punktuell erfolgt und gleich wieder verebbt. Im Sinne von Cage ist das vielleicht gewünscht, aber für das Publikum fehlt der Kick, der aus der Verbindung mit der „youth urban culture & street art“ zu erwarten wäre.

Cie Two in One: Bodyparkour in Concert, Dschungel Wien, 17. Mai 2010 (UA)

Weitere Vorstellungen: 20. und 21. Mai.

www.dschungelwien.at