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Tanzzeit IconClaudia Behrens und Christina Rosenberg sind die Herausgeberinnen von „TanzZeit-Lebenszeit“, dem Jahrbuch der Gesellschaft für Tanzforschung 2014. Die vorgestellten aktuellen Studien untersuchten unterschiedlichen Tanz-„Anwendungsbereiche“ in der ersten bzw. der zweiten Lebenshälfte. Von der Ballettpädagogik, über Tanz in Schulen bis hin zum Tanz mit, für und von älteren Menschen werden die positiven Effekte, die tanzen für die Menschen haben, zur Diskussion gestellt.

Das 24. Jahrbuch der Gesellschaft für Tanzforschung bietet eine interessante Sammlung von Beiträgen mit fundierten Untersuchungen zu gesellschaftspolitisch brisanten Themen: der demografischen Entwicklung und dem Bildungsbegriff im 21. Jahrhundert. Auch diesmal werden verschiedene Positionen vorgestellt, die die theoretische Seite ebenso beleuchten wie die praktischen Umsetzung.

In der ersten Lebenshälfte steht der Tanz als Bildungsinstrument im Fokus. Die Studienautoren untersuchten, wie Tanz als Mittel für die Vermittlung kultureller Bildung im Sinne von persönlichkeitsbildenen und sozialen Lernprozessen für die jugendlichen Teilnehmer eingesetzt wird. Ein Ausflug in die Ballettpädagogik von Thom Hecht betont die Wichtigkeit der emotionalen Intelligenz in der Ballettpädagogik, weitere Beiträge setzten sich mit der Bedeutung des Tanzes für Sportlehrer in der Ausbildung auseinander.

Auch in der zweiten Lebenshälfte bedeutet tanzen „Fitness für Gehirn, Geist und Körper“. Das Forscherteam an der Ruhr-Universität Bochum, Jan C. Kattenstroth, Tobias Kalisch, Martin Tegenthoff und Hubert R. Dinse, belegt diese Aussage mit Erkenntnissen der Neurowissenschaften und kommt zu dem Schluss: „Man kann sagen, regelmäßiges Tanzen ist hilfreich, die allgemeines Leistungsfähigkeit länger auf einem hohen Niveau zu halten.“

In welcher Form auch immer – sei es im Elementaren Tanz nach Maja Lex oder in informellen Tanztreffs, tanzen ist gesundheitsfördernd, und zwar weit über die immanenten physischen Benefits wie Stand- und Körperhaltung, Gleichgewicht und Reaktionszeit. Vielmehr trainiert es auch kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen, spricht die Emotionalität an und fördert soziale Interaktion.

Claudia Behrens und Christina Rosenberg (Hg.): "TanzZeit – LebensZeit", 24. Jahrbuch der Gesellschaft für Tanzforschung 2014. Henschel Verlag, Leipzig 2014

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