kirillarlesienneKrill Kourlaev muss sich als Frédéri in Roland Petits Ballett „L’Arlesienne“ zu Tode tanzen. Und fast gelingt das schon bei den anstrengenden Proben. Nicht nur das, er muss auch gegen seine innere Überzeugung tanzen. Frédéri liebt eine ferne Schöne, aber nicht seine Braut Vivette. Diese aber wird von Maria Yakovleva getanzt, der Kourlaev außerhalb der Bühne innigst verbunden ist.

vandantzigDer Choreograf und Tänzer Rudi van Dantzig ist am Donnerstag, 19. Jänner 2012 im Alter von 78 Jahre nach einer Krebserkrankung verstorben. Er zählte zu den innovativsten Ballettchoreografen des letzten Jahrhunderts und revolutionierte zusammen mit seinem Kollegen Hans van Manen das Ballett in den Niederlanden.

stellamannDer Film „Rhythm Is It!“ schien, trotz der Unglaublichkeit seines Unterfangens – er schildert den Versuch, 250 jugendliche Laien unterschiedlichster sozialer Schichten aus 25 Ländern zu einem Ensemble zu vereinigen – nicht wirklich verlockend. Der Grund für die zögerliche Haltung war die gewählte Musik. Wieder ein Choreograph, der sich an „Le Sacre du printemps“ wagt! Wieso gibt es denn immer wieder, so dachte man, Wahnsinnige, die sich an diesem Werk versuchen? Waren nicht schon zu viele – vielleicht Hunderte – daran gescheitert?

loschastaireGeorge Jackson ist Tanzkritiker in Washington. Aufgrund seiner österreichischen Abstammung war er immer besonders am Ballett in Wien interessiert. Seine Begegnungen mit drei legendären Wiener Tänzerinnen - Gusti Pichler, Riki Raab and Tilly Losch - die er hier beschreibt, sind ein seltenes Beispiel von erfahrener und gelebter Tanzgeschichte.

annejurenMit einem attraktiven und anregenden Projekt ist heuer auch der Tanz am Festival „Wien modern“ beteiligt. Die Tänzerin und Choreografin Anne Juren und der bildende Künstler Roland Rauschmeier haben zur Musik von Johannes Maria Staud einen Abend geschaffen, der jegliches Genre sprengt und sinnliches Erleben ebenso bietet, wie theoretische Erkenntnis. Die Choreografie von Objekten und Körpern nennen sie „Tableaux Vivants“ – lebende Bilder.

petit_rolandMit der Wiederholung der Live-Übertragung de Tanzfestes zum 25jährigen Bestehen der „Ballets de Marseille“ gedachte ARTE TV des am 10. Juli 2011 in Genf verstorbenen Tänzers und Choreografen Roland Petit. Die Show zeigte das breite Spektrum von Petits Begabung, seinen unbekümmerten Umgang mit dem klassischen Ballett und die charmante Lebendigkeit seiner Choreografien. Mehr als hundert Werke hat der gefeierte Choreograf geschaffen, eines davon, "Die Fledermaus", ist auch im Repertoire des Wiener Statsballetts.

stop_nazis

Viele waren Opfer, manche schauten zu, andere wurden zu Tätern. Auch kulturell Schaffende, Künstler und Künstlerinnen waren nicht davor gefeit, von der tödlichen nationalsozialistischen Infektion befallen zu werden. Mit der Ausstellung „ Opfer, Täter, Zuschauer“ wird an eine dunkle Zeit, die auch die Staatsoper nicht geschont hat, erinnert.