Martin PuttkeDer Deutsche Tanzpreis geht nächstes Jahr an den profilierten Ballettpädgogen Martin Puttke. Mit Andrey Kaydanovskiy wird erstmals ein Tänzer der Wiener Staatsballetts mit der renommierten Auszeichnung geehrt, und zwar mit dem Deutschen Tanzpreis „Zukunft“, der auch an Marcos Menha vergeben wird. Anerkennungspreise 2016 erhalten die Tanzmedizinerinnen Elisabeth Exner-Grave, Liane Simmel und Eileen Wanke.

monica22007 entdeckte Monica Delgadillo den „Community Dance“, heute ist die ehemalige Balletttänzerin Leiterin des Tanzprogramms der Caritas Wien. Die Aktivitäten von „Tanz die Toleranz“ sprechen nicht nur immer mehr Menschen in Wien an, sondern wirken weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Choreografen und Choreografinnen des Community Dance Projekts sind mittlerweile am Aufbau ähnlicher Projekte in Moldawien, Transnistrien und Mexiko beteiligt.

superamas„Räumliche Limitierungen fordern unsere Kreativität heraus“, meint Philippe Riéra vom österreich-belgisch-französischen Kollektiv Superamas zu den Herausforderungen der neuen Arbeit im Weltmuseum. „History of Violence“ entsteht im Rahmen eines Research-Projects und eng  bezogen auf Objekte - historische Kriegs- und Jagdutensilien - die im „sicheren“ Umfeld des Museums verwahrt werden.  Alle Objekte seien gekauft, nicht gestohlen worden. Das besagen Zertifikate, die die Waffen und Schilde mit der blutigen Geschichte zieren, so Philippe Riéra vom Kollektiv Superamas im Gespräch.

Royston2Royston Maldoom – durch den Film „Rhythm is it!“ schlagartig berühmt geworden – ist ein Ausnahmechoreograf, der begeistern kann. Da werden pubertierende Halbwüchsige, – nein, nicht gerade zu Lämmern, aber zumindest zu disziplinierten Mitarbeitern. Sie lernen nicht nur Tanzbewegungen, sondern auch soziales Verhalten, gewinnen Selbstsicherheit und Konzentrationsfähigkeit. Von 13. bis 18. Juli leitet Maldoom beim Festival Tanz Bozen einen Intensivworkshop über „Community Dance“.

AlferyFünf junge Herren in Schwarz auf schwarzer Bühne mit wenig Licht – doch brennt ihre Kunst hell vor einem atemlos staunenden Publikum. „#fomo – the fear of missing out“ in Choreografie, Regie und Musikschnitt von Valentin „Knuffelbunt“ Alfery hat sich seit seiner Premiere 2014 in Salzburg zum internationalen Bühnenerfolg hochgetanzt, beim Wettbewerb und Festivals „prospettiva danza Teatro“ in Padua auf den zweiten Platz.

FranzwilhelmDer Solotänzer Franz Wilhelm ist am 12. Juni 2015 70-jährig in Langental (Burgenland) gestorben. „Franzi hat immer Rollen gestaltet und nicht nur eine Choreographie absolviert. Ob lustig, tragisch oder banal, er hat mit viel Energie und Humor das Beste daraus gemacht. Er war kein vergeistigter Künstler, ist immer mit beiden Beinen am Boden gestanden“, sagt Renate Loucky über ihren beim Ensemble und Publikum beliebten Kollegen. Nach seiner Pensionierung widmete er sich vermehrt der Falknerei.

romanapolloRoman Lazik ist nicht nur in Wien als Erster Solotänzer dem Publikum ans Herz gewachsen. All die Bühnen aufzuzählen, auf denen er getanzt hat, ergäbe eine lange Liste. Nach Wien kam er als Erster Solotänzer des Bayerischen Staatsballetts. Da war der Titel "Erster Solotänzer" eben abgeschafft werden. Erst unter Manuel Legris werden die "Ersten" dem Corps als Vorbild  und dem Publikum zur Verehrung wieder eingeführt.