Jaska1Die Ballettwelt trauert um Marialuise Jaska. Die weit über ihren heimatlichen Wirkungskreis – die Wiener Staatsoper – hochgeschätzte Künstlerin ist am 24. Februar im 62. Lebensjahr in Mistelbach gestorben. Erst drei Jahre sind vergangen seit sie – eineinhalb Jahrzehnte nach ihrem Bühnenabschied als Erste Solotänzerin des Wiener Staatsopernballetts – ganz dem Stücktitel „Come Back“ entsprechend, beim steirischen herbst wieder vor das Publikum getreten ist; und vor zwei Jahren wurde sie für ihre letzte Rollenkreation an die Oper Graz geholt.

stanzl iconKaum eine andere Persönlichkeit hat sich in so vielfältiger Weise in den Dienst der künstlerisch geformten Bewegung gestellt wie Eva Stanzl (geborene Gruber). Sie tat dies als Tänzerin, Berufseisläuferin, Choreografin, Pädagogin, Theaterwissenschaftlerin und Filmproduzentin. Die in der Fachwelt hochgeschätzte Künstlerin starb am 17. Jänner 2016 im 89. Lebensjahr in Wien.

WankaDie Tänzerin und Choreografin Rosalie Wanka ist Gewinnerin der Ausschreibung „Tanz-Choreografie-Residency“ und verbringt im kommenden April einen Arbeitsaufenthalt in Klagenfurt. Das von der Stadt Klagenfurt ausgeschriebene Stipendium beträgt 2.000 Euro und beinhaltet den Aufenthalt im Schriftstelleratelier im Europahaus Klagenfurt sowie die Nutzung eines Klagenfurter Tanzstudios.

ChandiruAm 12. Jänner 2016 verunglückte die aus Uganda stammende und in Österreich lebende Tänzerin Chandiru Mawa im 46. Lebensjahr tödlich. In Wien war sie unter anderem Mitglied der Bob Curtis Afro Modern Dance Company und leitete das Halfstreet Studio, bevor sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern ins Weinviertel übersiedelte. Um die Familie zu unterstützen wurde ein Spendenkonto eingerichtet (Termin der Verabschiedung und Spenden-Kontonummer siehe unten).

Martin PuttkeDer Deutsche Tanzpreis geht nächstes Jahr an den profilierten Ballettpädgogen Martin Puttke. Mit Andrey Kaydanovskiy wird erstmals ein Tänzer der Wiener Staatsballetts mit der renommierten Auszeichnung geehrt, und zwar mit dem Deutschen Tanzpreis „Zukunft“, der auch an Marcos Menha vergeben wird. Anerkennungspreise 2016 erhalten die Tanzmedizinerinnen Elisabeth Exner-Grave, Liane Simmel und Eileen Wanke.

monica22007 entdeckte Monica Delgadillo den „Community Dance“, heute ist die ehemalige Balletttänzerin Leiterin des Tanzprogramms der Caritas Wien. Die Aktivitäten von „Tanz die Toleranz“ sprechen nicht nur immer mehr Menschen in Wien an, sondern wirken weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Choreografen und Choreografinnen des Community Dance Projekts sind mittlerweile am Aufbau ähnlicher Projekte in Moldawien, Transnistrien und Mexiko beteiligt.

superamas„Räumliche Limitierungen fordern unsere Kreativität heraus“, meint Philippe Riéra vom österreich-belgisch-französischen Kollektiv Superamas zu den Herausforderungen der neuen Arbeit im Weltmuseum. „History of Violence“ entsteht im Rahmen eines Research-Projects und eng  bezogen auf Objekte - historische Kriegs- und Jagdutensilien - die im „sicheren“ Umfeld des Museums verwahrt werden.  Alle Objekte seien gekauft, nicht gestohlen worden. Das besagen Zertifikate, die die Waffen und Schilde mit der blutigen Geschichte zieren, so Philippe Riéra vom Kollektiv Superamas im Gespräch.