PB09 CoppeliaLuigi Bonino als rüstig zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Wenn es darauf ankommt, springt der aus Bra im norditalienischen Piemont stammende Ballettmeister auf und macht den jungen Tänzern Beine. Eine Herzensangelegenheit, dass es ihm dabei stets um die Arbeit eines einzigen Choreografen geht: Roland Petit, dessen „Coppélia“ er als erste Saisonpremiere in München mit dem Bayerischen Staatsballett einstudiert hat.

MartinGruberRunder Geburtstag beim Aktionstheater Ensemble, das seit 30 Jahren mit diversen Stilmitteln, mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen und mit dem Sezieren von persönlichen Befindlichkeiten experimentiert. Dass es damit zu einem Garant für volle Häuser, enthusiastische ZuschauerInnen und anerkennende Pressereaktionen wurde, liegt am Theaterinstinkt des Leiters und Regisseurs Martin Gruber sowie an einem großartigen Schauspieler Ensemble.

JumpinIm dritten Teil der Interviewserie mit Prof. Martin Puttke fragen wir nach den Aufgaben der Ballettpädagogik und dem Profil des Ballettlehrers. Martin Puttke beantwortet diese Fragen anhand seiner langjährigen Erfahrungen als Lehrer im Ballettsaal, wie die Lehrjahre für ihn zu Lernjahren wurden und erklärt, was das Grundgesetz damit zu tun hat, dass im Ballett pädagogische Maßstäbe in der Regel außer Kraft sind.

soko BallettDie mediale Aufregung über die Missstände in der Ballettakademie der Wiener Staatsoper hat sich gelegt und ist mittlerweile vom ungleich weitreichenderen innenpolitischen Skandal, der Ibiza-Affäre, abgelöst worden. Doch im Hintergrund ermittelt weiterhin die Staatsanwaltschaft sowie eine Sonderkommission die Vorkommnisse. tanz.at setzt sich derweil, wie angekündigt, weiter mit Konzepten und Überlegungen zur Ballettausbildung im 21. Jahrhundert auseinander.

martin puttkeDies ist der Auftakt einer tanz.at-Serie über das Thema Ballett- und Tanzpädagogik mit Martin Puttke, einem der angesehensten und innovativsten Ballettpädagogen, der mit seiner Methode die klassische Tanzausbildung auf wissenschaftliche Grundlagen stellt. Aus aktuellem Anlass nehmen wir in der ersten Folge der Interviews noch einmal auf die spezifische Wiener Situation Bezug.

Wim Portrait2Wim Vandekeybus, dessen impulsiv-rabiater Tanzstil seit Gründung seiner Extremtanztruppe „Ultima Vez“ 1986 manch jüngeren Kollegen geprägt hat, ist kein Unbekannter in München. Immer wieder war der Belgier an der Isar zu Gast – sei es bei der Tanzwerkstatt Europa oder im Rahmen der Biennale Dance wie zuletzt 2017 mit „Mockumentary of a contemporary saviour“. Nun bündeln seine Kompanie und das Residenztheater für eine Uraufführung im Cuvilliés-Theater erstmals ihre Kräfte bei „Die Bakchen – Lasst uns tanzen“ von Peter Verhelst nach Euripides.

Portrait3An den Kammerspielen schickte Trajal Harrell die Figuren in der vergangenen Spielzeit – jenseits aller Rollenklischees – auf einen Laufsteg der Gefühle. Nun lässt Gärtnerplatz-Ballettchef Karl Alfred Schreiner, dessen Vertrag eben bis 2021 verlängert wurde, zwei isländische Choreografinnen auf "Romeo und Julia" los: Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir.