charmatzMit siebzehn Projekten – Performances, Filme und Installationen –  startet die neue Intendantin der Sommerszene Salzburg Angela Glechner heuer durch. Bei der Festivaleröffnung am 3. Juli stehen Kinder im Mittelpunkt, in Boris Charmatz Choreografie „enfants“. Den Schlusspunkt setzt Julius Deutschbauer mit seiner „Besentanzdisco“ bei der Szene-Party am 13. Juli.

Die Eröffnungsproduktion ist gleichzeitig Höhepunkt der diesjährigen Sommerszene. In dem 2011 beim Festival d'Avignon uraufgeführten Stück von Boris Charmatz und seinem Musée de la danse, geht es um die Befreiung der Kinder von den Zwängen und Manipulationen durch die Erwachsenen. Frei nach dem Motto „Kinder an die Macht“ (© Herbert Grönemeyer) stehen neun TänzerInnen einer Gruppe von Kindern gegenüber. Die Süddeutsche Zeitung zeigte sich jedenfalls begeistert von der Kreation des französischen Erfolgschoreografen: „’enfant’ ist eine der beeindruckendsten politischen Arbeiten, die das Tanztheater hervorgebracht hat: komplex, intensiv, dabei völlig unbelehrend und jede billige Rührung vermeidend.“

Außerdem sind an den elf Festivaltagen Mette Ingvartsen, Francois Chaignaud und Cecilia Bengolea, Ivana Müller, Nadja Hjortons sowie das Trio Phil Hayes, Maria Jerez und Thomas Kasebacher mit Österreich-Premieren im republic, in der ARGEkultur oder in den Kavernen 1595 zu Gast. Weitere Theaterevents steuern Superamas und das Bodhi Project der Salzburg Experimental Academy for Dance SEAD bei. Stadtbelebende Performances und Interventionen gibt es unter anderem mit Willi Dorner, Michikazu Matsune und den Rabtaldirndln.

Sommerszene Salzburg, 3. bis 13. Juli 2013, verschiedene Locations
Details unter szene-salzburg.net