tqw fruehlingGanz im Zeichen der „Vermarktung“ österreichischer Tanz- und Performancekunst steht der Frühling im Tanzquartier Wien – einerseits durch das Pilotprojekt INTPA (Internationales Netz Tanz Performance Austria), andererseits durch die Programmreihe „Feedback [2nd Edition]“. Highlight des  internationalen Programms ist Saburo Teshigawaras neu bearbeiteter Klassiker „DAH-DAH-SKO-DAH-DAH“.

„Feedback“ bietet einen Ausschnitt aus der aktuellen, heimischen Tanz- und Performanceszene. Der Zusatz „im Blick vom Tanzquartier Wien“ stellt die Perspektive klar. Hier hat der Veranstalter gewählt. Nach dem erfolgreichen Start im November 2011 wird nun von 24. bis 27. April erneut ein konzentriertes Programm heimischen Schaffens geboten. Dabei zeigen bereits etablierten Choreografen und Newcomer ihre neuen Kreationen einem Publikum, in dem auf Einladung des Tanzquartiers auch eine Reihe von internationalen VeranstalterInnen sitzen werden. Christine Gaigg, Roland Rauschmeier und Milli Bitterli, Anne Juren, The Loose Collective, An Kaler, Dominik Grünbühel und Luke Baio, Alex Deutinger und Marta Navaridas, sind nur einige der KünstlerInnen, die an dieser Werkschau, die an unterschiedlichen Orten stattfindet, mitwirken.

Für die Einladungen ins Ausland könnte dann bereits die Gastspielförderung, die ausländische Veranstalter für die Präsentation österreichsicher Künstler erhalten können, ins Spiel kommen. Diese startete 2012 mit dem Pilotprojekt INTPA (Internationales Netz Tanz Performance Austria) des Tanzquartier Wien mit Unterstützung des Kultur- und des Außenministeriums. „Ausländischen Veranstaltern wird ein Förderanreiz gegeben, um sie in die Lage zu versetzen, Ku?nstlerInnen aus Österreich einzuladen und diesen adäquate Gagen zu zahlen“, ist das Ziel dieser durchaus hehre Initiative. Seit Anfang 2013 werden die zu fördernden Projekte von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt, bestehend aus dem Philosophen Arno Böhler, der Dramaturgin Kira Kirsch und dem Kulturmanager Richard Schweitzer.

Zuvor aber, am 15. und 16. März gibt es noch einen anderen Pflichttermin im Tanzquartier, wenn die Compagnie Karas das 1991 uraufgeführtes und nunmehr überarbeitetes Stück „DAH-DAH-SKO-DAH-DAH“ von und mit Saburo Teshigawara zeigt. Inspiriert vom musikalischen Gedicht „Haratai Kenbairen“ von Kenji Miyazawa orientiert sich das abendfüllende Stück an den „kenbai“ Volkstänzen und Rhythmen. Teshigawara, der „Forsythe Asiens“, verbindet in seinem Tanzstil die konzentriert-meditative Kraft des Butoh mit Bewegungen in Turbo-Dynamik.

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