odeontanz3Unter dem Titel „Kartographien des Körpers. Fremdheit als Bestimmung“ wartet die dritte Ausgabe von OdeonTanz mit einem überaus feinen Programm auf. Vierzehn Stücke sind in vier Programmen zusammengefasst, die von 29. September bis 15. Oktober an jeweils zwei Abenden im Wiener Odeon gezeigt werden.

Es ist der Mix aus Choreographen, die jeweils unterschiedliche Genres im zeitgenössischen Tanz vertreten, der OdeonTanz in diesem Jahr besonders spannend macht. So sind etwa Boris Nebyla, Karl Schreiner und Darrel Toulon über ihre klassischen Wurzeln hinausgewachsen ohne diese zu verleugnen. Die Brüder Peter und Simon Mayer setzen absurd-komische Performances in den Raum. Bert Gstettner verfolgt tanztheatrale Konzepte, Lina Maria Venegas nimmt aktuelle soziokulturelle Fragen zum Ausgangspunkt. Die israelische RikudNetto Dance Group erforscht ebenso wie Rose Breuss (die auch Kuratorin des Festivals ist) Bewegungsstrukturen, und Elio Gervasi geht den Spuren, die diese im Raum hinterlassen nach. Den jungen ChoreografInnen Nanina Kotlowski, Anna Nowak und Jianan Qu stehen die Altmeister Bruno Genty und Harmen Tromp gegenüber, die Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ als Metapher für die unterschiedlichen Universen, die sie im Laufe ihrer Karriere durchlebt haben, erkunden.

Die Frage nach „Fremdheit als Bestimmung“, die der Tanz durch seine interkulturelle Durchmischung repräsentiert und auf ästhetischer, phyischer und emotionaler Ebene abhandelt, wird durch den Vortrag der Kulturhistorikerin Brigitte Haehnel zur Eröffnung des Festivals am 29. September in einen wissenschaftlichen Kontext gestellt. 

Das genaue Programm und Infos zur Ticketreservierungen gibt es auf www.odeontanz.at.