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natalia

An manchen Tagen ist Bozen die heißeste Stadt Italiens. In den letzten zwei Juli-Wochen immer, aber das ist es kein Klima-Phänomen, sondern dann heizen an die 900 TänzerInnen beim internationalen Festival Tanz Bozen / Bolzano Danza die Südtiroler Stadt bei jeder Wetterlage auf.

27 DozentInnen und elf Musiker geben bei Tanz Bozen von 18. bis 30. Juli zum 27. Mal wieder Einblick in die zahlreichen Spielarten des Tanzes: von Ballett bis Body Mind Centering, von Flamenco bis House, von orientalischem Tanz bis Jazz, von Pilates bis Hip Hop, vom Contemporary Dance bis Yoga. Die 90 Kurse werden von namhaften TanzpädagogInnen wie Larrio Ekson, Anne-Marie Porras, Storm, Karen Henry, Sam Watson, Sharon Booth, Svetlana Kuznetsova und Paul McLinden, um hier nur einige zu nennen, geleitet. Mutige Anfängern, passionierte Hobbytänzer und Profis kommen nach Bozen, um ganz in den Tanz einzutauchen.

Seitdem Edith Wolf Perez die künstlerische Leitung des Seminarprogramms bei Tanz Bozen übernommen hat, wurde das Kursangebot in viele verschiedene Richtungen erweitert und die Teilnehmerzahl ist kontinuierlich gestiegen. Dieses Jahr starten nun einige Initiativen, die die Tanzerfahrung vertiefen und unterschiedliche Zielgruppen spezifisch fördern sollen.

Der kreative Kindertanz bildet nicht nur den Schwerpunkt beim Kids-Programm, das Kinder von 5 bis 13 Jahren den ganzen Vormittag in Atem hält, sondern auch bei den Seminaren für PädagogInnen. Außerdem widmen sich Ulla Wenzel und Dr.med. Eileen Wanke in einer einzigartigen Kombination von Tanzpädagogik und Tanzmedizin der Arbeit mit heranwachsenden Jugendlichen – eine in der Tanzpädagogik vernachlässigte Altersgruppe. „Bist du nur cool oder kannst du auch was ...?“ ist der Titel des Seminars, in dem Wenzel und Wanke diese Lebenszeit mit ihren Konflikte und Veränderungen in die richtige Perspektive rücken.

DanceWorks heißt die neue Programm-Serie, die sehr fortgeschrittenen TänzerInnen die Möglichkeit bietet mit erfahrenen Choreografinnen/Pädagoginnen intensiv an einer Choreografie zu arbeiten. Den Anfang machen 2011 Brigitta Luisa Merki mit einer Flamencochoreografie und Natalia Viñas Roig mit einem zeitgenössischen Tanzprojekt. Das Ergebnis der zweiwöchigen Arbeit wird zu Live-Musik am 30. Juli im Stadttheater Bozen präsentiert.

Britta Pudelko wird mit ihrer Improvisations-Klasse wieder das Museion - Museum für zeitgenössische Kunst bespielen. Die Improvisation kreist um die Ausstellung „Frontera“ der mexikanischen Künstlerin Teresa Margolles.

Chantal Loïal unterrichtet nicht nur afrokaribischen Tanz in Bozen, sondern ist im Rahmen des Performance-Festivals mit dem Solo „On t’appelle Venus“ zu sehen. Dazu kommen hochkarätige Aufführungen, unter anderem mit der belgischen Compagnie Thor, mit Gautier Dance, movingtheatre.de, der Cie Heddy Maalem und Les Slovaks. Die zweite Ausgabe von Avvertenze Danza, einer Plattform zur Förderung von Nachwuchskünstlern findet ebnso statt wie Performances auf öffentlichen Plätzen, Filme, Künstlergespräche, Straßenaktionen und vieles mehr.

Das dichte und vielfältige Tanzprogramm wird sicher dafür sorgen, dass Bozen auch heuer wieder zum Hot-Spot Italiens wird.

Tanz Bozen / Bolzano Danza, 18. bis 30. Juli 2011

www.tanzbozen.it

www.bolzanodanza.it