theaterwienDas Theater an der Wien ist trotz seiner Jugend als Opernhaus aus der Wiener Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Die Auslastung des Stagione-Theaters liegt in seiner 6. Saison bei über 95 Prozent. Auch 2011/12 wird das attraktive Musiktheaterprogramm fortgesetzt. Highlight ist das Auftragswerk „Gogol“ von Lera Auerbach.
Die erst 38-jährige Lera Auerbach hat einen umfangreichen und vielseitigen Werkkatalog vorzuweisen. Die russische, in Tscheljabinsk am Rande Sibiriens, geborene Komponistin, lebt seit 1991 in New York, wo sie an der Julliard School studierte. Neben Orchesterwerken, Kammermusik, Chorwerken, Liedern, Soloarbeiten und Kindermusik hat sie bisher auch die Musik für zwei Ballette kreiert. „Die kleine Meerjungfrau“ wurde vom Königlich-Dänischen Ballett gemeinsam mit dem Hamburger Staatsballett in Auftrag gegeben und von John Neumeier choreographiert. Seit 2010 befindet es sich auch als amerikanische Uraufführung im Repertoire des San Francisco Ballet. Auch ihr Ballett „Preludes C&V“ wurde von Neumeier tänzerisch umgesetzt.
Ihre Kompositionen werden von berühmten Interpreten wie Gidon Kremer und der Kremerata Baltica oder Vadim Gluzman gespielt (auch auf CDs zu hören). Als Pianistin ist sie auch Interpretin ihrer Kompositionen.
Intendant Roland Geyer hat Lera Auerbach nun mit der Komposition der Oper „Gogol“ beauftragt. Das Libretto entwickelt sie aus dem von ihr geschriebenen Stück. Der Inhalt dreht sich um die letzte Lebensphase des russischen Dichters ukrainischer Herkunft. Christine Mielitz wird inszenieren, Vladimir Fedoseyev wird das ORF Radio-Symphonieorchester Wien leiten. Uraufführung ist am 15. November 2011.
Das ORF-Symphonieorchester wird auch bei der Eröffnungsproduktion, Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ spielen, mit seinem Chefdirigenten Cornelius Meister am Pult. Inszeniert wird die Kammeroper vom renommierten, kanadischen Regisseur Robert Carson,  der in der laufenden Saison bereits für „Semele“ und „Les Dialogues des Carmélites“ im Theater an der Wien gearbeitet hat. (Premiere: 14. September 2011)
Die drei Barockopern dieser Saison sind Händels „Serse“, Monteverdis „L’Orfeo“ und Glucks „Telemaco“. Aus dem 19. Jahrhundert werden Tschaikowskis „Iolanta“ und Rachmaninows „Francesca de Rimini“ an einem Abend gezeigt. Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Ambroise Thomas’ „Hamlet“ und Rossinis „La Donna del Lago“ sowie zwei Miniaturopern, konzertante Opern, Konzerte und ein Kabarettprogramm stehen ebenfalls auf dem Spielplan 2011/12.
Details darüber sind auf www.theater-wien.at zu finden.