tulkudreamZum zweiten Mal veranstaltet die Abteilung Kultur der Stadt Klagenfurt eine zeitgenössische Tanzreihe. Ingrid Türk-Chlapek kuratiert neun Tanzveranstaltungen, die über das Jahr verteilt in der theaterHALLE 11 und in der Klagenfurter Stadtgalerie gezeigt werden. Die große Klammer des Programms bildet das Tanzsolo. Die eingeladenen KünstlerInnen wurden aus Einreichungen im Zuge einer überregionalen Ausschreibung ausgewählt.

In der theaterHalle 11 gastiert am Welttanztag, dem 29. April, die slowenische Choreografin und Tänzerin Tanja Zgonc mit „Tulkudream“, einem Solo, das Butho und Buddhismus verbindet. „Sad Sam Lucky“ ist die physische Antwort des kroatischen Choreografen und Tänzers Matija Ferlin auf das Werk des slowenischen Avantgarde-Autors Srecko Kosovel (1904–1926). Ferlins Körper schreibt die revolutionären Ideen und poetischen Verse des Dichters in Bewegung in den Raum ein: mal leise, mal explosiv (20. November).

Die Stadtgalerie führt die Reihe „dance2art“ weiter, bei der zwei Tanzschaffende Soli zu den großen Ausstellungen kreieren. Bereits im März fand Sophia Hörmanns Beitrag zur Ausstellung von Gunter Damisch statt. Valentin „Knuffelbunt“ Alfery zeigt sein Solo zur Ausstellung SHOEting Stars (7. Juli). Die Italienerin Claudia Catarzi zeigt am 29. September ihr mehrfach ausgezeichnetes Solo „40000 centimetri quadrati“, eine komponierte Körper- und Bewegungsvermessung auf einem begrenzten Raum, einem Holzboden von 2 mal 2 Metern.

Erstmals bietet die Stadt Klagenfurt eine Residenz. Im Monat Mai arbeitet die Stadttänzerin Dagmar Dachauer, Gewinnerin der überregionalen Ausschreibung „Tanz-Choreografie-Residency Klagenfurt“, an ihrer Produktion „Wunderbare Jahre“, die thematisch auf das 200-Jahr Jubiläum des Wiener Kongresses Bezug nimmt. Dagmar Dachauer, 1988 in Linz geboren, arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreografin im In- und Ausland. Sie absolvierte ihren Bachelor an der Amsterdamse Hogeschoolvoor de Kunsten und vervollständigte ihre Ausbildung in den renommierten Brüsseler Performing Arts Research and Training Studios (P.A.R.T.S.) sowie in der Stockholmer Tanz- und Zirkusuniversität (DOCH). 2012 war Dachauer bereits in Kärnten tätig, als Artist in Residence im Center for Choreography Bleiburg/Pliberk (CCB) für das Projekt „Krazko“ nach Janko Messner.

Das 3. Klagenfurter Tanzkultur-Labor mit einem Round Table-Gespräch zu „Strategien zur Stärkung der heimischen Tanzszene“, dem Workshop „Der sterbende Schwan im zeitgenössischen Tanz“ und öffentliche Tanzimprovisation zum Schwanenmotiv findet am 1. und 2. Mai statt. Die Tanzgespräche der Tanzwissenschaftlerin und Kuratorin der Serie Ingrid Türk-Chlapek, am 13. Oktober zum „belgischen Tanzwunder“, runden die Klagenfurter Tanzreihe ab.

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