Adler2In seinem neuen Stück „sing no more this bitter tale …“ schickt Nikolaus Adler vier TänzerInnen auf eine Irrfahrt. Bei der Fülle an Requisiten, Objekten, Kostümen, Videoprojektionen und Schaltcomputer für die Technik, die die DarstellerInnen selbst auf der Bühne steuern, geht Adlers größte Stärke beinahe unter. Der coolen Versuchsanordnung der Inszenierung steht ein sehr eigenständiger choreografischer Ansatz gegenüber.

Achilles11995 wurde “Enter Achilles” von Lloyd Newson mit seiner Compagnie DV8 bei den Wiener Festwochen uraufgeführt. 25 Jahre später kam die Neu-Einstudierung in einer Ko-Produktion von Ballet Rambert und Sadler‘s Wells im Festspielhaus St. Pölten zur Premiere – so verläuft die Kontinuitätslinie für erstklassigen, zeitgenössischen Tanz in Österreich. Die aufregende Choreografie ist nach wie vor bestechend.

EverythingAuch Kinder und Jugendliche tun es: Sie blicken neugierig hinter Kulissen, besuchen Theatervorstellungen und nehmen an Workshops teil, sie versuchen sich als Kritiker und engagieren sich als Juroren. Wenn man sie, die sehr wohl kunstinteressierten Jungen, gekonnt und vielseitig aufbereitet dort abholt, wo sie sind. Das 8.internationale Theaterfestival für junges Publikum spleen*graz tut das und kann das.

pipWieviel an schillernd-spektakulärem Input muss Kindern geboten werden, um sie bei der Stange zu halten? Emmy Steiners Antwort lautet zweifellos: wenig. Und die eines Erwachsenen nach Besuch ihres 40minütigen Bewegungstheaters „PIP“ nur insofern anders, als ein beeindruckt-bejahendes Kopfnicken dazukommen mag. Beeindruckt ob der soeben erlebten, körpereigenen Ausdruckspallette in einem weitgehend minimalisierten Bereich.

Oran1Gruppendynamik mit Sonnenbrille. Choreografen jonglieren gern mit Formaten. Da ist Ceren Oran keine Ausnahme. Ihr 40-Minüter „Schön Anders“ für Kinder ab sechs Jahren Premiere. Spaß dran haben auch ausgewachsene Zuschauer.