VezaFernandez„Frauen in der Musik“: Mit diesem inhaltlichen, aber auch performativen Fokus begaben sich das Trio Frühstück und die Tänzerin und Choreografin Veza Fernandez im Muth auf eine spektral sehr breit angelegte kammermusikalische Reise von Neuer Musik mit Komposition von Olga Neuwirth, Melanie Bonis und Sophie Abraham bis zum klassischen Klaviertrio der Clara Schumann und einer unernsten Zugabe.

requiem1Zum ersten Mal war Alain Platels verstörende Arbeit „Requiem pour L." in Österreich zu sehen, im Festspielhaus St. Pölten. Ein merkwürdiger und irritierender Abend, nicht wegen der vor einem Jahr in Berlin uraufgeführten Verquickung des Mozart-Requiems mit afrikanisch-belgischer World Music von Fabrizio Cassol, sondern weil das Publikum durch einen riesengroß projizierten Videofilm Zeuge vom realen Sterben einer Frau wird.

RockBallet3Wer Ballett – wegen Männern in Leggins – hasst, der wird die aktuelle Jubiläumstour „Rock the Ballet X” mögen. Auch auf große Gefühle oder Inhalte zu elitären Musikkompositionen verzichtet man hier. Dafür gibt es sexy Beats zu Rock und Pop, wilde Sprünge in schwarzen Hosen und trendig-bunten Hemden sowie kesse bis frech-anzügliche Hüftschwünge ohne Ende. Und das zu Beginn unisono von den sieben hyperagilen Männern und den drei erfrischend typenunterschiedlichen Frauen.

clownKetturkatKarin Bayerle und Peter Ketturkat haben sich mit ihrem Puppen- und Objekttheater „Ein kleiner Clown will hoch hinaus“ in eine zauberhafte Welt versponnen. Die Mobiles von Alexander Calder und Henry Millers Erzählung „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ standen bei dem Projekt Pate. Das Ergebnis ist eine poetische Entdeckungsreise im Puppenbauen, für das junge Publikum ab 4 war der Unterhaltungswert aber eher nicht auszumachen.

Schwanensee iconMit dem Avancement des 21-jährigen Solotänzers Jakob Feyferlik zum Ersten Solisten des Wiener Staatsballetts endete die erste Vorstellung der „Schwanensee“-Serie in dieser Saison. Die Ehrung auf offener Bühne durch Staatsoperndirektor Dominique Meyer war der Höhepunkt eines ansonsten durchwachsenen Abends, bei dem Musik und Tanz nicht immer d'accord waren.