NavaridesAll die, die aus dem randvollen Zuschauerbereich ins Bühnenbild hineinragten, konnten seinem makellosen Weiß nichts anhaben - bei der Graz-Premiere von „I would like to be a better person“. Sie nicht. Denn dieser Aufgabe widmeten sich schon Marta Navaridas und Alex Deutinger – und diese benötigten bei ihrer Herangehensweise, Interpretation und Präsentation absolut keine Unterstützung.

streb1In Kooperation mit dem Berliner Festival „Tanz im August“ zeigte das Internationale Sommerfestival in Hamburg unlängst die Europapremiere von „SEA (Singular Extreme Actions)“, eine Produktion der New Yorker Choreographin Elizabeth Streb. Akrobatik, Stunts und das Spiel mit physischen Grenzen zeichnen die grell-bunte Show aus. Ein großes Spektakel.

blessed lauraAuch Meg Stuarts „Blessed“ war bei Impulstanz mit dem Etikett „Classic“ versehen. Das Stück aus dem Jahr 2007 ist wohl ein Klassiker performativer Sozialstudien, die seit Mitte der 1990er Jahre so en vogue sind; seit der Tanz zum Körper und Bewegung sekundär bzw. einem Thema untergeordnet wurde. Als Vorreiter dieses Trends zerpflückt Meg Stuart Dramen der menschlichen Existenz. In ihren Bildern beleuchtet sie Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, ihre Choreografien werden zu (polit-ästhetischen) Kommentaren, mit depressiver Grundstimmung und teils hartem Zynismus.

bleiburgEine „lange Nacht des Tanzes“ kann auch ein wenig anders sein: anders als die bislang in Bleiburg veranstalteten oder die von Anna Hein sehr erfolgreich im Juli (tanz.at berichtete) in Gmünd eingerichtete: So wollte die Tänzerin und Choreographin dieses Mal ein „Länger-Eintauchen“ in Interpretationen des Zeitgenössischen Tanzes ermöglichen; dass es  dabei nicht an charakteristischer Vielfalt fehlte, sei vorweg gesagt, ebenso dass das Veranstaltungskonzept ein wohlüberlegt abgerundetes war.

LecavalierSie ist ein Elementarereignis, seit sie die Tanzbühnen betrat. Ob als Frontfrau der legendären kanadischen Company „Lalala Human Steps“, im Video gemeinsam mit David Bowie oder als ihre eigene Choreographin. Louise Lecavaliers Markenzeichen waren in die Horizontale gesprungene Barreljumps, mit denen sie um ihre Partner wirbelte. Im Odeon begeiestere sie mit „Battleground“ das Wiener Publikum.