dirtydancing3Im Überschwang der Gefühle. „Hey! Baby“ – wer hätte gedacht, dass die Übertragung des Kulttanzfilms „Dirty Dancing“ in ein Live-Theater-Ambiente derart gut hinhaut? Trotz seiner eigentlich etwas dünnen Geschichte, die Anrüchigkeit mit Sentiment und Moral kombiniert, erzielte die Lovestory – hochgeschraubt durch heiße Mambo- und Salsa-Rhythmen – 1987 einen gigantischen Überraschungserfolg.

DeepHouse dreiLaureen Drexler, Absolventin des MUK, hat ihr beachtliches Erstlingswerk realisiert, noch dazu in einem der heikelsten Genres: der Verbindung von Unterhaltungsmusik mit künstlerischem Tanz. Die Kapitalisierung des Titels „contemporary dance MEETS deep house“ ist Konzept: Drexler und ihr engagiertes Team setzen Dancefloor Music in einen ästhetischen Kontext und kreieren ein Spannungsfeld, in dem Musik und Tanz gleichwertige Partner sind.

Liebeslieder1In seiner jüngsten Premiere präsentierte das Hamburg Ballett zwei Balanchine-Stücke zur Musik von Johannes Brahms. Schon seit einigen Wochen waren in der Stadt Plakate zur Aufführung zu sehen, die neugierig machten. Eine spannende Schwarz-Weiß-Aufnahme von Kiran West, Fotograf und bis 2015 Solist in John Neumeiers Ensemble. Aus ungewöhnlicher Perspektive lässt sich ein sich drehendes, kreiselndes Tanzpaar betrachten. Konturen, die verschwimmen und Bewegung, die zu rauschen scheint.

Elsa1Gar nicht weihnachtlich, aber dafür umso fantasievoller ist die jüngste Uraufführung im Dschungel Wien. „Elsas Traum“ ist so etwas wie ein Role Model für intelligentes Kindertheater, das auf spielerische Art und Weise brandheiße gesellschaftspolitische Themen behandelt. Autor Jérôme Junot, Regisseur Simon Dworaczek und ein hinreißendes, junges Schauspielerensemble mit Johanna Prosl in der Titelrolle, entführen das Publikum auf eine Reise durch die Insektenwelt und ihre sozialen Ungerechtigkeiten.

Nussknacker1Als Weihnachtsklassiker nicht totzukriegen. Das liegt bei Tschaikowskys „Nussknacker“ vor allem an der grandios-farbigen Partitur. Sie gleicht einer feinen, ausladenden Pralinenbox, angefüllt mit vollmundigen Noten. Lust zum Tanzen steckt hier in jedem Takt. Das muss auch John Neumeier gespürt haben.