maurerEntropie in der Sprache. In ihrem Stück „If What Could Be Is How Why Not“ frönt die in Wien lebende gebürtige Salzburgerin Andrea Maurer ihrer großen Leidenschaft, der Zerlegung von Sprache. Ständig wiederholte, aber in immer neue Abfolge und sich ändernden Raum gebrachte Ketten einfacher Sätze werden schließlich völlig zertrümmert, bis alles, Sprache, Bühne und Sound im Chaos endet.

super5Trotz ihrer langjährigen „Exils“ im Burgenland kann Liz King, Pionierin des zeitgenössischen Tanzes in Österreich, mit ihrem treuen Wiener Publikum rechnen. Viele unter ihnen haben das legendäre Tanztheater Wien (ca. 1982 bis 2000) wohl nicht live erlebt, doch die engagierte Nachwuchsförderung, die die Choreografin im Burgenland betreibt, hat auch die jüngere Generation in den Ankersaal im 10. Bezirk gebracht.

Danielis iconTomas Danielis zeigte in Graz als Erstaufführung sein neuestes Projekt, eine Koproduktion zwischen Belgien, Slowakei und Österreich; am 2.April wird es beim NUdance Festival in Bratislava präsentiert. Viel an nachdenklichen Inhalten steckt auch dieses Mal in seinem künstlerischen Tun, in seinen Vermittlungsintentionen, überdies verstärkt durch eine metasprachliche Ebene.

Hahnekamper Rosner2Die mehrmals im Jahr durchgeführte inklusive Tanz-Performance mit Live-Musik und -Poetry, „Jattle Bam + Poetry“, war im Off-Theater Wien zu Gast. Die offenen Tanz-Gruppen con moto und A.D.A.M., beide mit behinderten und nicht-behinderten TänzerInnen besetzt, improvisierten zur Musik von drei eigens für diesen Abend engagierten Instrumentalisten sowie zu vorgefertigter sowie live improvisierter Lyrik.

PatricksDas „Inklusive Tanz-, Kultur-, und Theaterfestival“ bot während seiner 9 Veranstaltungstage ein dichtes und facettenreiches Programm (s. auch Bericht zur Eröffnungsproduktion auf tanz.at). Aber selbst, wenn man nach der begeisternden Eröffnungsvorstellung nur zwei der weiteren Angebote nützte, kann von künstlerischer Bereicherung und sozialer Wissenserweiterung gesprochen und erzählt werden.