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Waehrend ich warteteMitten in den syrischen Bürgerkrieg katapultiert Omar Abussaadas und Mohammad Al Attars „Während ich wartete“. Erzählt wird anhand einer Familiengeschichte: Während Endzwanziger Taym im Koma liegt, erleidet seine Stadt Damaskus komatöse Verwüstungen und einer nach dem anderen denkt daran, das Land zu verlassen. Die Elektronik-Mozart-Fusion „Les Robots ne connaissent pas les Blues oder die Entführung aus dem Serail“ besticht durch einen frechen Klassik-Elektro-Mix, der das Publikum auf Wanderschaft durch den Raum schickt.

DemocracyInAmericaRomeo Castelluccis „Democracy in America“ hypnotisiert mit Bildern und Tänzen zu den Anfängen der Demokratie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er zeigt diese geprägt von religiösen Vorstellungen der Auswanderer in ein „gelobtes Land“. Aktuelle Bezüge zur Polit-Farce in den USA spart Castellucci aus: Er erzählt von Sklaverei, Zungenrednern, tiefgläubigen, (ver-)zweifelnden Siedlern und sich assimilierenden indigenen Einwohnern. Das alles mit starkem, durchwegs weiblichem Cast, auch in den Männerrollen.

Siegal ManningDie Eröffnung. Thermo-bunt – so startet das Festival DANCE dieses Jahr. „Chaleur Humaine“ heißt das intime Miniformat des Kanadiers Stéphane Gladyszewski. Dank ausgetüftelter Wärme-Sensorik lässt er kleine Grüppchen acht Minuten lang über technisch raffiniertes Farbtheater staunen. Seine Leinwand: ein Flower-Power-Paar, das bald wie Chamäleons in Rage schillert.

Sommernachtstraum1Im Repertoire seit 1993. 20 Jahre später eine Neufassung. Zwei chronologische Eckpunkte, die Münchner Tanzfans mit John Neumeiers Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ verbinden. Wer in Erinnerungen schwelgen möchte, dem sei die Lektüre der langen Liste hiesiger Hauptinterpreten im Programmheft angeraten. Vor Ort sollte man jedoch vergleichsvorurteilsfrei das unmittelbar ergreifende, körperpräsente Bühnentanzspiel der neuen Besetzung genießen.

urhof schulze8Im Urhof 20, dem Zentrum für Performancekunst in Grünbach am Schneeberg wurde die Personale des Allrounders Werner Schulze mit der Ausstellung „Wegmarken“ und der Performance „Kyklos“ zur gleichnamigen Komposition eröffnet. Die Uraufführung der „Musengesänge“ für Holzblasinstrumente wurden von Beatrix von Schrader choreografisch inszeniert. Dieter Puntigam kreierte dazu grafische Muster mit dem interaktiven Tagtool.