Kalender

Flat View
Nach Jahr
Monatsansicht
Nach Monat
Weekly View
Nach Woche
Daily View
Heute
Zu Monat
Zu Monat
Search
Suche

Wochenansicht

30. Dezember 2019 - 05. Januar 2020
30. Dezember 2019 - 05. Januar 2020
  • Dienstag, 31. Dezember 2019 | 20:00  | LAMENTO ALLEGRO (Wiederaufnahme) | Odeon | 

    LAMENTO ALLEGRO, Serapions Ensemble

     
    „In defectu valor, im Mangel liegt der Wert. Unvollkommen ist der Mensch geschaffen. Ohne diesen Mangel, wäre es ihm nicht gegeben, in den leuchtendsten Farben darzustellen, was ihm fehlt.“ - Guillaume Postel
     
    Trauma, das Streben nach Gerechtigkeit, die vergebliche sdfsdfdsfdsHoffnung auf Restitution, Unvollkommenheit und Leid – Es ist die treibendste aller Kräfte, die aus dem Schmerz erwächst. In ihr schlummert sogar die Macht, gewohnte Strukturen, ewig So-Gewesenes zu erschüttern und zu verändern. Sie kann die Welt aus ihren Fugen heben.
     
    Überlegungen dieser Art haben das Serapions Ensemble bewogen, sich in ihrer wiederaufgenommenen Kreation LAMENTO ALLEGRO von einem Text aus dem alten Ägypten inspirieren zu lassen. Die überraschend modern anmutende Erzählung handelt von einem freien Oasenmann, dem Unrecht geschieht. Sein gestellter Anspruch auf Genugtuung wird von der Obrigkeit verwehrt, doch seine aus dem Schmerz entstandenen Worte klingen so schön, dass der Herrscher ihn reden und weiterreden, einen Diener sogar mitnotieren lässt. So werden alle erneuten, wiederholten und poetischen Beschwerden letztlich zu Literatur - ein Tempel aus Mitschriften.
     
    In der unverwechselbaren Handschrift des Serapions Ensembles werden diese Situationen umgesetzt. Szenen, die sich auseinander ergeben, werden zu Tanz und Gesang, zu Raum und Malerei. Alles verschmilzt zu einem großen Ganzen, zu einer Vorstellung, zu einer Schöpfung in freier Entwicklung und ohne Auftrag, streng geordnet. Ein Spiel ist ein Spiel.
     
    LAMENTO ALLEGRO – eine vom Serapions Ensemble frei nach einer Idee aus dem alten Ägypten entwickelte Kreation, die als Arbeit an einer Inszenierung erzählt wird und den Eindruck macht, erst im Laufe der Vorstellung aus den Erinnerungen eines Menschen an die ewig währende Gegenwart zu entstehen.
     
     
    WEITERE VORSTELLUNGEN: 
    3., 4., 8.-11., 15., (22. geschlossene Vorstellung)
    23., 24., 29.-31. Jänner 2020,
    1., 5.-8., 12.-15., 19.-22. und 26.-29. Februar 2020
    jeweils um 20 Uhr
     
     ::  Aufführung

  • Mittwoch, 1. Januar 2020 | 19:30 - 21:00  | Carmina Burana | Landesthater Linz | 

    Mit Carmina Burana schuf Carl Orff eines der populärsten Werke der ernsten Musik. In der kommenden Saison steht Mei Hong Lins als Gesamtkunstwerk umjubelte Interpretation des monumentalen Klassikers der Moderne wieder auf dem Spielplan. In dem spartenübergreifenden Großprojekt wirken neben der Kompanie TANZLIN.Z auch Chor, Extrachor, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters sowie Solistinnen und Solisten des Sängerensembles und das Bruckner Orchester Linz mit.
     

    Orffs gigantisches Kaleidoskop um menschliches Werden und Vergehen, die Wechselhaftigkeit des Schicksals und die Flüchtigkeit des Glücks hat die Linzer Tanzdirektorin in zeitgenössisches Tanztheater übersetzt. Ihre Darsteller*innen sind Menschen von heute, deren Erlebniswelt sich zwischen komplexen Familienkonstellationen und Casting-Shows, zwischen Freude und Trauer, Gier und Lust abspielt. In einem multidimensionalen Kosmos aus Klang, Licht, Tanz und Design lässt Mei Hong Lin ihre Tänzer*innen das Rad des Schicksals drehen und entfesselt ein sinnliches Spektakel um das Drama des Menschen und seinen Lebenskampf zwischen Angst und Hoffnung.

     ::  Aufführung

  • Samstag, 4. Januar 2020 | 19:30  | Le Sacre du printemps | Landesthater Linz | 

    Am Vorabend des ersten Weltkrieges wurde ein Werk geboren, das nicht nur den Tanz revolutionierte. Mit Le Sacre du printemps (Das Frühlingsopfer) provozierte Igor Strawinsky einen der größten Skandale der Tanzgeschichte. Legendär ist das Fiasko der Uraufführung und ungebrochen die Faszination, die von diesem inzwischen kanonischen Werk der anbrechenden Moderne ausgeht. In seiner Rückbesinnung auf eine Welt des Primitiven bricht Strawinsky mit den Vorstellungen der Aufklärung. Er konfrontiert uns roh und brutal mit der Behauptung des regenerativen Potenzials, der Verjüngung und Erneuerung einer Gesellschaft durch ein menschliches Opfer. 

    Tanzdirektorin und Choreografin Mei Hong Lin wächst seit vielen Jahren einer eigenen Interpretation dieses Meisterwerkes entgegen. In der Spielzeit 2019/2020 wird sie sich gemeinsam mit Markus Poschner dieser Herausforderung stellen. Richard Strauss’ Metamorphosen ergänzen Strawinskys Ballett und setzen den mit der Spielzeit 2016/2017 begonnenen Zyklus der Werke des Komponisten fort.

     ::  Aufführung