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11. März 2019 - 17. März 2019
11. März 2019 - 17. März 2019
  • Dienstag, 12. März 2019 | 20:00 - 21:00  | Cat Jimenez & Maiko Sakurai Karner - WHAT'S THE DIFFERENCE? | brut | 

     imagetanz 2019 – dancing 30 years ahead

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz / Bildende Kunst Uraufführung

    „Ich bin eine Banane, außen gelb und innen weiß.“ (Anonym)

     

    WHAT’S THE DIFFERENCE? ist ein hybrides Format zwischen Ausstellung und Tanz aus der Perspektive von in Österreich aufgewachsenen Asiat*innen. Ein offener Raum, in dem Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner ihren persönlichen eurasischen Dualismus erforschen.

    Am 13. März findet im Anschluss ein Publikumsgespräch im Atelier Augarten – Café statt.

    Das Missverständnis der Begriffe „Unterwürfigkeit“ und „Respekt“ und der Zwiespalt zwischen individueller und kollektiver Wahrnehmung sind nur zwei Beispiele interkultureller Fehlinterpretationen. Dieser Konflikt, diese in der Öffentlichkeit kaum thematisierte Realität von Asiat*innen im Westen, formt den Ausgangspunkt dieses multidisziplinären Medleys.

    Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner führen das Publikum auf eine Reise durch ihre künstlerischen Arbeiten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und stoßen dabei auf bipolare Neigungen, kulturelle Hierarchien und Alltagsrassismus.

    Seit 2017 arbeiten die Künstlerinnen in Kollaboration zusammen und kreieren künstlerische Formate zwischen bildender und darstellender Kunst. Ihr erstes gemeinsames Stück, di stance, haben sie mit der Unterstützung von Huggy Bears 2018 im WUK – performing arts präsentiert.

    Die in Wien lebende Künstlerin Cat Jimenez wurde 1986 als Paz Katrina Jimenez in Cebu City auf den Philippinen geboren und zog mit ihrer Familie im Alter von vier Jahren nach Österreich. Mit ihrem Hintergrund in bildender Kunst und Streetdance bewegt sie sich in ihrem Schaffen zwischen der expressiven Fülle der Hip-Hop-Kultur und der minimalistischen Ästhetik zeitgenössischer Kunst. Seit 2015 ist Cat Jimenez hauptsächlich im Theater aktiv. Sie arbeitete u. a. mit Hungry Sharks, Cie. Gervasi, Studio Nita, Dschungel Wien und performte bei Festivals wie Sound:Frame, Donaufestival, Danza Bolzano.

    Maiko Sakurai Karner, geboren 1984 in Wien als Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, ist in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen tätig. Nach ihrer langjährigen selbstständigen Arbeit als Modedesignerin ihres eigenen Labels „maiko“ und ihrer Ausbildung als Schmuckdesignerin ist sie nun als bildende Künstlerin unter dem Namen „kleine tänzerin“ bekannt. Jede ihrer Kreationen, sei es im Bereich bildende Kunst, Schmuckkunst oder Performing Arts, beschäftigt sich mit der Thematik der Dualität und ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Multikulturalität.

    www.kleinetaenzerin.com

     

    Credits

    Konzept, Performance, Choreografie, Objekte Cat Jimenez, Maiko Sakurai Karner Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger Kostüm lila - Lisi Lang Technische Leitung Julian Vogel Sound, Musik Martin Mitterstieler Dramaturgische Unterstützung Philippe Riera, Yasamin Nikseresht Coaching tobias m. Draeger Physical Coach Daniecell Karner

     

     ::  Festival

  • Mittwoch, 13. März 2019 | 20:00 - 21:00  | Cat Jimenez & Maiko Sakurai Karner - WHAT'S THE DIFFERENCE? | brut | 

     imagetanz 2019 – dancing 30 years ahead

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz / Bildende Kunst Uraufführung

    „Ich bin eine Banane, außen gelb und innen weiß.“ (Anonym)

     

    WHAT’S THE DIFFERENCE? ist ein hybrides Format zwischen Ausstellung und Tanz aus der Perspektive von in Österreich aufgewachsenen Asiat*innen. Ein offener Raum, in dem Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner ihren persönlichen eurasischen Dualismus erforschen.

    Am 13. März findet im Anschluss ein Publikumsgespräch im Atelier Augarten – Café statt.

    Das Missverständnis der Begriffe „Unterwürfigkeit“ und „Respekt“ und der Zwiespalt zwischen individueller und kollektiver Wahrnehmung sind nur zwei Beispiele interkultureller Fehlinterpretationen. Dieser Konflikt, diese in der Öffentlichkeit kaum thematisierte Realität von Asiat*innen im Westen, formt den Ausgangspunkt dieses multidisziplinären Medleys.

    Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner führen das Publikum auf eine Reise durch ihre künstlerischen Arbeiten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und stoßen dabei auf bipolare Neigungen, kulturelle Hierarchien und Alltagsrassismus.

    Seit 2017 arbeiten die Künstlerinnen in Kollaboration zusammen und kreieren künstlerische Formate zwischen bildender und darstellender Kunst. Ihr erstes gemeinsames Stück, di stance, haben sie mit der Unterstützung von Huggy Bears 2018 im WUK – performing arts präsentiert.

    Die in Wien lebende Künstlerin Cat Jimenez wurde 1986 als Paz Katrina Jimenez in Cebu City auf den Philippinen geboren und zog mit ihrer Familie im Alter von vier Jahren nach Österreich. Mit ihrem Hintergrund in bildender Kunst und Streetdance bewegt sie sich in ihrem Schaffen zwischen der expressiven Fülle der Hip-Hop-Kultur und der minimalistischen Ästhetik zeitgenössischer Kunst. Seit 2015 ist Cat Jimenez hauptsächlich im Theater aktiv. Sie arbeitete u. a. mit Hungry Sharks, Cie. Gervasi, Studio Nita, Dschungel Wien und performte bei Festivals wie Sound:Frame, Donaufestival, Danza Bolzano.

    Maiko Sakurai Karner, geboren 1984 in Wien als Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, ist in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen tätig. Nach ihrer langjährigen selbstständigen Arbeit als Modedesignerin ihres eigenen Labels „maiko“ und ihrer Ausbildung als Schmuckdesignerin ist sie nun als bildende Künstlerin unter dem Namen „kleine tänzerin“ bekannt. Jede ihrer Kreationen, sei es im Bereich bildende Kunst, Schmuckkunst oder Performing Arts, beschäftigt sich mit der Thematik der Dualität und ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Multikulturalität.

    www.kleinetaenzerin.com

     

    Credits

    Konzept, Performance, Choreografie, Objekte Cat Jimenez, Maiko Sakurai Karner Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger Kostüm lila - Lisi Lang Technische Leitung Julian Vogel Sound, Musik Martin Mitterstieler Dramaturgische Unterstützung Philippe Riera, Yasamin Nikseresht Coaching tobias m. Draeger Physical Coach Daniecell Karner

     

     ::  Festival

  • Donnerstag, 14. März 2019 | 20:00 - 21:00  | Cat Jimenez & Maiko Sakurai Karner - WHAT'S THE DIFFERENCE? | brut | 

     imagetanz 2019 – dancing 30 years ahead

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz / Bildende Kunst Uraufführung

    „Ich bin eine Banane, außen gelb und innen weiß.“ (Anonym)

     

    WHAT’S THE DIFFERENCE? ist ein hybrides Format zwischen Ausstellung und Tanz aus der Perspektive von in Österreich aufgewachsenen Asiat*innen. Ein offener Raum, in dem Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner ihren persönlichen eurasischen Dualismus erforschen.

    Am 13. März findet im Anschluss ein Publikumsgespräch im Atelier Augarten – Café statt.

    Das Missverständnis der Begriffe „Unterwürfigkeit“ und „Respekt“ und der Zwiespalt zwischen individueller und kollektiver Wahrnehmung sind nur zwei Beispiele interkultureller Fehlinterpretationen. Dieser Konflikt, diese in der Öffentlichkeit kaum thematisierte Realität von Asiat*innen im Westen, formt den Ausgangspunkt dieses multidisziplinären Medleys.

    Cat Jimenez und Maiko Sakurai Karner führen das Publikum auf eine Reise durch ihre künstlerischen Arbeiten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und stoßen dabei auf bipolare Neigungen, kulturelle Hierarchien und Alltagsrassismus.

    Seit 2017 arbeiten die Künstlerinnen in Kollaboration zusammen und kreieren künstlerische Formate zwischen bildender und darstellender Kunst. Ihr erstes gemeinsames Stück, di stance, haben sie mit der Unterstützung von Huggy Bears 2018 im WUK – performing arts präsentiert.

    Die in Wien lebende Künstlerin Cat Jimenez wurde 1986 als Paz Katrina Jimenez in Cebu City auf den Philippinen geboren und zog mit ihrer Familie im Alter von vier Jahren nach Österreich. Mit ihrem Hintergrund in bildender Kunst und Streetdance bewegt sie sich in ihrem Schaffen zwischen der expressiven Fülle der Hip-Hop-Kultur und der minimalistischen Ästhetik zeitgenössischer Kunst. Seit 2015 ist Cat Jimenez hauptsächlich im Theater aktiv. Sie arbeitete u. a. mit Hungry Sharks, Cie. Gervasi, Studio Nita, Dschungel Wien und performte bei Festivals wie Sound:Frame, Donaufestival, Danza Bolzano.

    Maiko Sakurai Karner, geboren 1984 in Wien als Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, ist in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen tätig. Nach ihrer langjährigen selbstständigen Arbeit als Modedesignerin ihres eigenen Labels „maiko“ und ihrer Ausbildung als Schmuckdesignerin ist sie nun als bildende Künstlerin unter dem Namen „kleine tänzerin“ bekannt. Jede ihrer Kreationen, sei es im Bereich bildende Kunst, Schmuckkunst oder Performing Arts, beschäftigt sich mit der Thematik der Dualität und ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Multikulturalität.

    www.kleinetaenzerin.com

     

    Credits

    Konzept, Performance, Choreografie, Objekte Cat Jimenez, Maiko Sakurai Karner Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger Kostüm lila - Lisi Lang Technische Leitung Julian Vogel Sound, Musik Martin Mitterstieler Dramaturgische Unterstützung Philippe Riera, Yasamin Nikseresht Coaching tobias m. Draeger Physical Coach Daniecell Karner

     

     ::  Festival

  • Donnerstag, 14. März 2019 | 20:00  | Tanztage 2019: Iris Heitzinger & Gäste | | 

    An diesem einmaligen Abend mit dem Titel "Kaleidoskop" lädt die oberösterreichische Choreografin und Tänzerin Iris Heitzinger renommierte Gäste aus Musik und Tanz ein mit ihr auf der Bühne schillernde Klang- und Bewegungsräume entstehen zu lassen.

    Die katalanische Pianistin Jordina Millà, ausgebildet in Rotterdam und Paris und renommiert sowohl in der Klassik als auch der zeitgenössischen Improvisation, bringt dabei den Flügel zum Schwingen und entlockt ihm traumähnliche Klanglandschaften, die gleichzeitig energetisch und sanft den Raum und die bewegten Körper umspielen. Natalia Jiménez aus Sevilla und der Kolumbianer Dante Murillo, beide international erfolgreiche TänzerInnen/ChoreografInnen und langjährige künstlerischen GefährtInnen von Iris Heitzinger, spinnen dabei gemeinsam mit ihr ein Netz an Bewegungsvielfalt, spielerischer Dialoge und melodisch - rhythmischer Tänze, die in ihrer Essenz auf der Leidenschaft zur Bewegung gründen.

    https://www.posthof.at/programm/programm/article/iris-heitzinger-gaeste-a/

     ::  Festival

  • Freitag, 15. März 2019 | 19:00 - 20:00  | Robyn/Hugo Le Brigand - sans culottes | brut | 

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz Uraufführung

    Robyn/Hugo Le Brigand greift in sans culottes das Erbe der französischen Revolution und die Energie der bretonischen Volkstänze und ihrer Musik auf und kreiert daraus ein Solo für zwei Pobacken und einen Anus. sans culottes lädt dazu ein, den Anus als universelle Verbindung zu sehen – eine Öffnung, die uns allen eigen ist und uns verbindet.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Im späten 18. Jahrhundert lehnten sich in Frankreich die Sansculottes gegen die Hierarchie und die Ungleichheit im monarchischen System auf und forderten soziale Gleichheit und Demokratie. Sie erhielten ihren berüchtigten Spitznamen, weil sie sich die modische Unterwäsche nicht leisten konnten, die von der Aristokratie getragen wurde.

    Auch Robyn/Hugos sanfte Revolution des Anus findet sans culottes statt. Aufgrund seiner physiologischen Funktion, seiner Lage und seiner sexuellen Konnotation wurde der Anus im Laufe der Geschichte stigmatisiert, wodurch eine starke Hierarchie im Körper entstand. Robyn/Hugo Le Brigand kehrt diese Hierarchie nun um und kreiert einen Tanz für, um und im Anus. In der Bretagne, der Region, in der Robyn/Hugo aufwuchs, sind folkloristische Tänze und Musik in der Kultur als Ort der Begegnung stark vertreten. Robyn/Hugo geht in der Soloperformance der Frage nach, ob auch ein folkloristischer Tanz kreiert werden könnte, der den Anus als schöne, universelle Körperregion mit großer Transformationskraft feiert.

    Robyn/Hugo Le Brigand, 1991 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet in Wien. Robyn hat international mit verschiedenen Künstler*innen wie Doris Uhlich, Cie. Willi Dorner, Helene Weinzierl, Simone Forti, Eyal Bromberg, Katharina Senk und Claire Lefèvre gearbeitet. Im vergangenen Jahr zeigte Robyn/Hugo die erste Etappe des Solos sans culottes bei imagetanz 2018 in der brut-Reihe Handle with care. Robyn/Hugo wurde mit dem danceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz (2017) und dem BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) ausgezeichnet. Robyn/Hugo hat die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) absolviert und besitzt einen Bachelor in Geschichte (Universität Rennes II, FR).

     

    Credits

    Konzept, Performance Robyn/Hugo Le Brigand Künstlerische Begleitung Alix Eynaudi Lichtdesign Denise Kamschal Kostüm Sarah Sternat Produktion Eva Holzinger, Sophie Schmeiser

     ::  Festival

  • Freitag, 15. März 2019 | 19:30  | Kat Válastur: OILinity | Tanzquartier Wien | 

    OILinity von Kat Válastur ist eine Choreografie über die Abhängigkeit der westlichen Gesellschaft vom Öl und das drohende Ende des Rohstoffs. Die Choreografin lässt drei Tänzer*innen eine von Erdöl belebte Landschaft voll surrealer Hindernisse durchwandern. Ihr Herzstück ist die „spinning melancholy“, ein zylinderförmiges Objekt, das nichts anderes als den Erhalt des Systems im Sinn hat. Mit kraftvollen Bewegungen, speziellen kinetischen Codes und schwarzem Humor versuchen die Performer*innen nach und nach, die Mechanismen dieses Systems zu brechen und aus seinem Kraftstoff etwas Neues zu destillieren. OILinity präsentiert dem Publikum eine choreografische Arbeit, die verborgene Wesenszüge sowohl des Menschen als auch des Erdöls freilegt und ein Bewegungsvokabular findet, in dem Kräfte und Geschwindigkeiten in der kruden Schönheit des tropfenden Öls kulminieren.

     ::  Aufführung

  • Freitag, 15. März 2019 | 20:30 - 21:30  | Alex Franz Zehetbauer - wet dreaming at 52Hz | brut | 

     

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Musik Uraufführung

     

    wet dreaming at 52Hz taucht ab in einen audiovisuellen Ozean der Walintelligenz. Alex Franz Zehetbauer untersucht in seiner Performance das komplexe emotionale und auditive Bewusstsein der Wale und übersetzt diesen uralten Fernkommunikationsmodus in den Performanceraum. In einen großen Wassertank eingetaucht komponiert er live Vocals, die sich wie spiralförmige Wellen an den Füßen des Publikums brechen. wet dreaming at 52Hz konfrontiert die anthropozentrischen und patriarchalen Vorstellungen von Intelligenz mit der Körperlichkeit und Eigenart der Wale.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Die Spezies der Wale existiert bereits seit Millionen von Jahren. Die Gehirne dieser Tiere haben sich über einen längeren Zeitraum entwickeln können als die des Menschen – und dies in einer Umgebung mit wenigen natürlichen Feinden. Vielleicht liegt darin der Grund, warum ihre Intelligenz auf die Komplexität von Beziehungen zueinander ausgerichtet ist, auf Ehrlichkeit, freizügige Erotik, ausgelassene Verspieltheit und die Fähigkeit, scheinbar problemlos in psychedelische Zustände einzutauchen.

    wet dreaming at 52Hz übersetzt die Wissenschaft der Walwahrnehmung ins Abstrakte. In seinem Solo versucht Alex Franz Zehetbauer eine körperliche und sensorische Annäherung an den harmlosen Riesen. Wie ist es, in die Haut eines Wals zu schlüpfen? Wie performt es sich in einer Masse von Menschen, in denen ebenfalls die Fähigkeit schlummert, wie Wale zu denken und zu handeln? Wie fühlt es sich an, Geräusche auf einer körperlichen Ebene wahrzunehmen? Wie wäre es, wenn wir alle den inneren Körperzustand des anderen mittels Sonar erkennen könnten? Und vor allem: Wie könnte die Welt aussehen, wenn wir alle ein bisschen mehr wie Wale wären?

    Alex Franz Zehetbauer, geboren 1990 in Brooklyn, ist ein Performance- und Musikkünstler, der derzeit in Wien lebt. Er studierte Gesang, Tanz, Schauspiel und Komposition am Experimental Theatre Wing der NYU Tisch School of Arts und beim International Theatre Workshop in Amsterdam. Seine Werke wurden in New York, Baltimore, Wien und Madalena, Azoren, gezeigt. Er ist auch in Aguahara ausgebildet und bietet private Sitzungen in dieser Wasser-Körperarbeit und Bewegungspraxis an. Alex’ Arbeit wurde von Leimay CAVE, Arts Unfold, INK und Arbeitsplatz Wien unterstützt. Er erhielt das BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) und die TURBO Residency – ImPulsTanz 2018. Im brut-Programm war er zuletzt in Claire Lefèvres Welcome to the Fisch-Haus (2018) zu sehen.

    www.alexfranzzehetbauer.com

     

     

    Credits

    Konzept & Performance Alex Franz Zehetbauer Künstlerische Beratung & Unterstützung Claire Lefèvre Outside Eye & Ear Veza Fernández Licht & Video David Lang Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger

     ::  Festival

  • Samstag, 16. März 2019 | 10:00 - 13:00  | Hybrid Butoh | Tanz*Hotel | 

    HYBRID BUTOH
    From the roots to mixing art languages:
    Butoh, theater, contemporary dance, voice and performance.
    Facebook Event: https://www.facebook.com/events/339134556870551/?active_tab=about

    This course will be divided into three main modules:

    1. Open to the Universe

    Dedicated to the Butoh by Kasuo Ono, this module will work among its main themes: Life, death, flower and bird. The circulation of life in the body, in dance, in the environment, in time and in space. Touch the deepest of yourself and open the essence of your dance for life just as a flower opens to the universe. 

    For all levels. No prior knowledge or technique is required. Open to all interested in knowing, introducing, practicing, exercising and improving their personal and / or artistic expression. For dancers, actors, performers as well as body therapists and others interested in developing self knowledge and perfection through dance. 

    2. Dancing Archetypal Gods

    Dedicated to the Butoh by Tasumi Hijikata, this module will present some forms and choreographies created and inspired by the father of Butoh dance. To develop his dances and choreographies, Hijikata studied classical forms of Eastern statues and represented them in their technique and their own aesthetics. During the four encounters, you will learn some of these forms as well as others that the Brazilian director, Will Lopes, has been researching in the Afro-Indian mythology of his culture. 

    Open to dancers, actors, performers as well as therapists, body artists and other interested parties. 

    3. Butoh Group Performance

    In this module we will review the main fundamentals and exercises explored in the two previous modules to create and develop group Butoh dance performances. So the dance of Kasuo Ono, Tasumi Hijikata as well as that of Atsushi Takenouchi and the Jinen Butoh School will be our material for the module. During the 4 meetings, the objective will be to develop a final presentation based on the group's interest and availability. For this, an extra meeting will be scheduled, probably on July 7, 2019.

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    DATES: 

    Workshop 1: "Open to the Universe" 
    16/02 - 02/03 - 16/03 - 23/03
    Saturdays, 10.00 - 13.00

    Workshop 2: "Dancing Archetypal Gods"
    13/0427/0411/0518/05
    Saturdays, 10.00 - 13.00

    Workshop 3: Butoh Group Performance
    01/0622/0629/0606/07 
    Saturdays, 10.00 - 13.00

    TANZ*HOTEL, Zirkusgasse 35, 1020 Vienna

    1 Workshop (4 Classes): 160,-
    2 Workshops (8 Classes): 300,- 
    3 Workshops (12 Classes): 430,- 

    1 class: 50,-
    2 classes: 90,-
    3 classes: 130,-

    info & registration: anita.gritsch@gmail.com
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    Will Lopes is a Brazilian Butoh dancer, actor, performer and director with 21 years of experience. Since 2018, he is based in Vienna and has been studying Butoh Dance with Atsushi Takenouchi at the Jinen Butoh School in Italy and other places in Europe. He just returned from Brazil, where he was giving a series of Butoh workshops and premiered his solo “Kagebara”.

    Bachelor in Theater at the University of Brasilia in 2003, studied theater, dance, dance-theater, dramatic body mime, Butoh, circus, Martial Arts, and vertical dance. Physical trainer of performers specialized in the Brazilian technique Integral Bambu. Master degree in Communication and Semiotics at Pontifical Catholic University of São Paulo in 2016. In his artistic works he is specialized in the development of site-specific performances in the urban architecture of the city. He studied Brazilian popular culture with Antônio Nóbrega, Sei Tai Ho with Toshi Tanaka and cultural anthropological conceptions of the human body at the Pontifical Catholic University of São Paulo.

    Online portfolio: http://willianlopesdf.wixsite.com/willianlopes
    Facebook: https://www.facebook.com/willbutoh/?modal=admin_todo_tour
    Jinen Butoh Youtube Channel: https://www.youtube.com/channel/UCz1-272vnT5yqhrJCflPOuA/videos?view_as=subscriber
    Instagram: https://www.instagram.com/willops/ and https://www.instagram.com/jinenresearch/
     ::  Training

  • Samstag, 16. März 2019 | 18:00 - 19:00  | Handle with care mit Inge Gappmaier - protect. | brut | 

     imagetanz 2019 – dancing 30 years ahead

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien


    Performance / Specials Studiobesuch Anmeldung über Ticket-Link

    Im Rahmen der Reihe Handle with care öffnet Inge Gappmaier den Probenprozess und zeigt Auszüge aus ihrem neuen Soloprojekt. protect. ist ein Duett von Inge Gappmaier mit sich selbst. Es dreht sich um Selbstspiegelung und Selbstreflexion, Isolation, Unendlichkeit und das Selbstverständnis von Bewegungsfreiheit in unserer zeitgenössischen Gesellschaft. Neben der Geometrie, der Klarheit von Linien, Regeln und Grenzen, interessieren sie in diesem Stück vor allem Komplexität, Intuition, Akkumulation und das Vakuum von Parallelität: zwei Dinge, die sich erst im Möglichkeitsraum der Unendlichkeit berühren.

    Die Reihe Handle with care gewährt Einblick in künstlerische Schaffensprozesse, erprobt neue Formate und schafft Raum für Dialog und Austausch. Künstler*innen erproben Teile ihrer Arbeit vor einem kleinen Publikum, erhalten Feedback und machen die Besucher*innen zu Kompliz*innen.

    Inge Gappmaier forscht, kreiert und lehrt im Bereich zeitgenössischer Choreografie und Tanz. Sie studierte Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Konservatorium Wien Privatuniversität und der Tanz- und Zirkushochschule in Stockholm. 2016 erhielt sie das DanceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz, 2018 ein wissenschaftliches Forschungsstipendium der Stadt Wien.

    www.ingegappmaier.at

     

     

    Credits

    Von und mit Inge Gappmaier

     

     ::  Festival

  • Samstag, 16. März 2019 | 19:00 - 20:00  | Robyn/Hugo Le Brigand - sans culottes | brut | 

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz Uraufführung

    Robyn/Hugo Le Brigand greift in sans culottes das Erbe der französischen Revolution und die Energie der bretonischen Volkstänze und ihrer Musik auf und kreiert daraus ein Solo für zwei Pobacken und einen Anus. sans culottes lädt dazu ein, den Anus als universelle Verbindung zu sehen – eine Öffnung, die uns allen eigen ist und uns verbindet.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Im späten 18. Jahrhundert lehnten sich in Frankreich die Sansculottes gegen die Hierarchie und die Ungleichheit im monarchischen System auf und forderten soziale Gleichheit und Demokratie. Sie erhielten ihren berüchtigten Spitznamen, weil sie sich die modische Unterwäsche nicht leisten konnten, die von der Aristokratie getragen wurde.

    Auch Robyn/Hugos sanfte Revolution des Anus findet sans culottes statt. Aufgrund seiner physiologischen Funktion, seiner Lage und seiner sexuellen Konnotation wurde der Anus im Laufe der Geschichte stigmatisiert, wodurch eine starke Hierarchie im Körper entstand. Robyn/Hugo Le Brigand kehrt diese Hierarchie nun um und kreiert einen Tanz für, um und im Anus. In der Bretagne, der Region, in der Robyn/Hugo aufwuchs, sind folkloristische Tänze und Musik in der Kultur als Ort der Begegnung stark vertreten. Robyn/Hugo geht in der Soloperformance der Frage nach, ob auch ein folkloristischer Tanz kreiert werden könnte, der den Anus als schöne, universelle Körperregion mit großer Transformationskraft feiert.

    Robyn/Hugo Le Brigand, 1991 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet in Wien. Robyn hat international mit verschiedenen Künstler*innen wie Doris Uhlich, Cie. Willi Dorner, Helene Weinzierl, Simone Forti, Eyal Bromberg, Katharina Senk und Claire Lefèvre gearbeitet. Im vergangenen Jahr zeigte Robyn/Hugo die erste Etappe des Solos sans culottes bei imagetanz 2018 in der brut-Reihe Handle with care. Robyn/Hugo wurde mit dem danceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz (2017) und dem BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) ausgezeichnet. Robyn/Hugo hat die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) absolviert und besitzt einen Bachelor in Geschichte (Universität Rennes II, FR).

     

    Credits

    Konzept, Performance Robyn/Hugo Le Brigand Künstlerische Begleitung Alix Eynaudi Lichtdesign Denise Kamschal Kostüm Sarah Sternat Produktion Eva Holzinger, Sophie Schmeiser

     ::  Festival

  • Samstag, 16. März 2019 | 19:30  | Kat Válastur: OILinity | Tanzquartier Wien | 

    OILinity von Kat Válastur ist eine Choreografie über die Abhängigkeit der westlichen Gesellschaft vom Öl und das drohende Ende des Rohstoffs. Die Choreografin lässt drei Tänzer*innen eine von Erdöl belebte Landschaft voll surrealer Hindernisse durchwandern. Ihr Herzstück ist die „spinning melancholy“, ein zylinderförmiges Objekt, das nichts anderes als den Erhalt des Systems im Sinn hat. Mit kraftvollen Bewegungen, speziellen kinetischen Codes und schwarzem Humor versuchen die Performer*innen nach und nach, die Mechanismen dieses Systems zu brechen und aus seinem Kraftstoff etwas Neues zu destillieren. OILinity präsentiert dem Publikum eine choreografische Arbeit, die verborgene Wesenszüge sowohl des Menschen als auch des Erdöls freilegt und ein Bewegungsvokabular findet, in dem Kräfte und Geschwindigkeiten in der kruden Schönheit des tropfenden Öls kulminieren.

     ::  Aufführung

  • Samstag, 16. März 2019 | 20:30 - 21:30  | Alex Franz Zehetbauer - wet dreaming at 52Hz | brut | 

     

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Musik Uraufführung

     

    wet dreaming at 52Hz taucht ab in einen audiovisuellen Ozean der Walintelligenz. Alex Franz Zehetbauer untersucht in seiner Performance das komplexe emotionale und auditive Bewusstsein der Wale und übersetzt diesen uralten Fernkommunikationsmodus in den Performanceraum. In einen großen Wassertank eingetaucht komponiert er live Vocals, die sich wie spiralförmige Wellen an den Füßen des Publikums brechen. wet dreaming at 52Hz konfrontiert die anthropozentrischen und patriarchalen Vorstellungen von Intelligenz mit der Körperlichkeit und Eigenart der Wale.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Die Spezies der Wale existiert bereits seit Millionen von Jahren. Die Gehirne dieser Tiere haben sich über einen längeren Zeitraum entwickeln können als die des Menschen – und dies in einer Umgebung mit wenigen natürlichen Feinden. Vielleicht liegt darin der Grund, warum ihre Intelligenz auf die Komplexität von Beziehungen zueinander ausgerichtet ist, auf Ehrlichkeit, freizügige Erotik, ausgelassene Verspieltheit und die Fähigkeit, scheinbar problemlos in psychedelische Zustände einzutauchen.

    wet dreaming at 52Hz übersetzt die Wissenschaft der Walwahrnehmung ins Abstrakte. In seinem Solo versucht Alex Franz Zehetbauer eine körperliche und sensorische Annäherung an den harmlosen Riesen. Wie ist es, in die Haut eines Wals zu schlüpfen? Wie performt es sich in einer Masse von Menschen, in denen ebenfalls die Fähigkeit schlummert, wie Wale zu denken und zu handeln? Wie fühlt es sich an, Geräusche auf einer körperlichen Ebene wahrzunehmen? Wie wäre es, wenn wir alle den inneren Körperzustand des anderen mittels Sonar erkennen könnten? Und vor allem: Wie könnte die Welt aussehen, wenn wir alle ein bisschen mehr wie Wale wären?

    Alex Franz Zehetbauer, geboren 1990 in Brooklyn, ist ein Performance- und Musikkünstler, der derzeit in Wien lebt. Er studierte Gesang, Tanz, Schauspiel und Komposition am Experimental Theatre Wing der NYU Tisch School of Arts und beim International Theatre Workshop in Amsterdam. Seine Werke wurden in New York, Baltimore, Wien und Madalena, Azoren, gezeigt. Er ist auch in Aguahara ausgebildet und bietet private Sitzungen in dieser Wasser-Körperarbeit und Bewegungspraxis an. Alex’ Arbeit wurde von Leimay CAVE, Arts Unfold, INK und Arbeitsplatz Wien unterstützt. Er erhielt das BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) und die TURBO Residency – ImPulsTanz 2018. Im brut-Programm war er zuletzt in Claire Lefèvres Welcome to the Fisch-Haus (2018) zu sehen.

    www.alexfranzzehetbauer.com

     

     

    Credits

    Konzept & Performance Alex Franz Zehetbauer Künstlerische Beratung & Unterstützung Claire Lefèvre Outside Eye & Ear Veza Fernández Licht & Video David Lang Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger

     ::  Festival

  • Sonntag, 17. März 2019 | 18:00 - 19:00  | Handle with care mit Inge Gappmaier - protect. | brut | 

     imagetanz 2019 – dancing 30 years ahead

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien


    Performance / Specials Studiobesuch Anmeldung über Ticket-Link

    Im Rahmen der Reihe Handle with care öffnet Inge Gappmaier den Probenprozess und zeigt Auszüge aus ihrem neuen Soloprojekt. protect. ist ein Duett von Inge Gappmaier mit sich selbst. Es dreht sich um Selbstspiegelung und Selbstreflexion, Isolation, Unendlichkeit und das Selbstverständnis von Bewegungsfreiheit in unserer zeitgenössischen Gesellschaft. Neben der Geometrie, der Klarheit von Linien, Regeln und Grenzen, interessieren sie in diesem Stück vor allem Komplexität, Intuition, Akkumulation und das Vakuum von Parallelität: zwei Dinge, die sich erst im Möglichkeitsraum der Unendlichkeit berühren.

    Die Reihe Handle with care gewährt Einblick in künstlerische Schaffensprozesse, erprobt neue Formate und schafft Raum für Dialog und Austausch. Künstler*innen erproben Teile ihrer Arbeit vor einem kleinen Publikum, erhalten Feedback und machen die Besucher*innen zu Kompliz*innen.

    Inge Gappmaier forscht, kreiert und lehrt im Bereich zeitgenössischer Choreografie und Tanz. Sie studierte Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen sowie Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Konservatorium Wien Privatuniversität und der Tanz- und Zirkushochschule in Stockholm. 2016 erhielt sie das DanceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz, 2018 ein wissenschaftliches Forschungsstipendium der Stadt Wien.

    www.ingegappmaier.at

     

     

    Credits

    Von und mit Inge Gappmaier

     

     ::  Festival

  • Sonntag, 17. März 2019 | 19:00 - 20:00  | Robyn/Hugo Le Brigand - sans culottes | brut | 

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz Uraufführung

    Robyn/Hugo Le Brigand greift in sans culottes das Erbe der französischen Revolution und die Energie der bretonischen Volkstänze und ihrer Musik auf und kreiert daraus ein Solo für zwei Pobacken und einen Anus. sans culottes lädt dazu ein, den Anus als universelle Verbindung zu sehen – eine Öffnung, die uns allen eigen ist und uns verbindet.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Im späten 18. Jahrhundert lehnten sich in Frankreich die Sansculottes gegen die Hierarchie und die Ungleichheit im monarchischen System auf und forderten soziale Gleichheit und Demokratie. Sie erhielten ihren berüchtigten Spitznamen, weil sie sich die modische Unterwäsche nicht leisten konnten, die von der Aristokratie getragen wurde.

    Auch Robyn/Hugos sanfte Revolution des Anus findet sans culottes statt. Aufgrund seiner physiologischen Funktion, seiner Lage und seiner sexuellen Konnotation wurde der Anus im Laufe der Geschichte stigmatisiert, wodurch eine starke Hierarchie im Körper entstand. Robyn/Hugo Le Brigand kehrt diese Hierarchie nun um und kreiert einen Tanz für, um und im Anus. In der Bretagne, der Region, in der Robyn/Hugo aufwuchs, sind folkloristische Tänze und Musik in der Kultur als Ort der Begegnung stark vertreten. Robyn/Hugo geht in der Soloperformance der Frage nach, ob auch ein folkloristischer Tanz kreiert werden könnte, der den Anus als schöne, universelle Körperregion mit großer Transformationskraft feiert.

    Robyn/Hugo Le Brigand, 1991 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet in Wien. Robyn hat international mit verschiedenen Künstler*innen wie Doris Uhlich, Cie. Willi Dorner, Helene Weinzierl, Simone Forti, Eyal Bromberg, Katharina Senk und Claire Lefèvre gearbeitet. Im vergangenen Jahr zeigte Robyn/Hugo die erste Etappe des Solos sans culottes bei imagetanz 2018 in der brut-Reihe Handle with care. Robyn/Hugo wurde mit dem danceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz (2017) und dem BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) ausgezeichnet. Robyn/Hugo hat die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) absolviert und besitzt einen Bachelor in Geschichte (Universität Rennes II, FR).

     

    Credits

    Konzept, Performance Robyn/Hugo Le Brigand Künstlerische Begleitung Alix Eynaudi Lichtdesign Denise Kamschal Kostüm Sarah Sternat Produktion Eva Holzinger, Sophie Schmeiser

     ::  Festival

  • Sonntag, 17. März 2019 | 20:30 - 21:30  | Alex Franz Zehetbauer - wet dreaming at 52Hz | brut | 

     

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Musik Uraufführung

     

    wet dreaming at 52Hz taucht ab in einen audiovisuellen Ozean der Walintelligenz. Alex Franz Zehetbauer untersucht in seiner Performance das komplexe emotionale und auditive Bewusstsein der Wale und übersetzt diesen uralten Fernkommunikationsmodus in den Performanceraum. In einen großen Wassertank eingetaucht komponiert er live Vocals, die sich wie spiralförmige Wellen an den Füßen des Publikums brechen. wet dreaming at 52Hz konfrontiert die anthropozentrischen und patriarchalen Vorstellungen von Intelligenz mit der Körperlichkeit und Eigenart der Wale.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Die Spezies der Wale existiert bereits seit Millionen von Jahren. Die Gehirne dieser Tiere haben sich über einen längeren Zeitraum entwickeln können als die des Menschen – und dies in einer Umgebung mit wenigen natürlichen Feinden. Vielleicht liegt darin der Grund, warum ihre Intelligenz auf die Komplexität von Beziehungen zueinander ausgerichtet ist, auf Ehrlichkeit, freizügige Erotik, ausgelassene Verspieltheit und die Fähigkeit, scheinbar problemlos in psychedelische Zustände einzutauchen.

    wet dreaming at 52Hz übersetzt die Wissenschaft der Walwahrnehmung ins Abstrakte. In seinem Solo versucht Alex Franz Zehetbauer eine körperliche und sensorische Annäherung an den harmlosen Riesen. Wie ist es, in die Haut eines Wals zu schlüpfen? Wie performt es sich in einer Masse von Menschen, in denen ebenfalls die Fähigkeit schlummert, wie Wale zu denken und zu handeln? Wie fühlt es sich an, Geräusche auf einer körperlichen Ebene wahrzunehmen? Wie wäre es, wenn wir alle den inneren Körperzustand des anderen mittels Sonar erkennen könnten? Und vor allem: Wie könnte die Welt aussehen, wenn wir alle ein bisschen mehr wie Wale wären?

    Alex Franz Zehetbauer, geboren 1990 in Brooklyn, ist ein Performance- und Musikkünstler, der derzeit in Wien lebt. Er studierte Gesang, Tanz, Schauspiel und Komposition am Experimental Theatre Wing der NYU Tisch School of Arts und beim International Theatre Workshop in Amsterdam. Seine Werke wurden in New York, Baltimore, Wien und Madalena, Azoren, gezeigt. Er ist auch in Aguahara ausgebildet und bietet private Sitzungen in dieser Wasser-Körperarbeit und Bewegungspraxis an. Alex’ Arbeit wurde von Leimay CAVE, Arts Unfold, INK und Arbeitsplatz Wien unterstützt. Er erhielt das BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) und die TURBO Residency – ImPulsTanz 2018. Im brut-Programm war er zuletzt in Claire Lefèvres Welcome to the Fisch-Haus (2018) zu sehen.

    www.alexfranzzehetbauer.com

     

     

    Credits

    Konzept & Performance Alex Franz Zehetbauer Künstlerische Beratung & Unterstützung Claire Lefèvre Outside Eye & Ear Veza Fernández Licht & Video David Lang Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger

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