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Der Feuervogel | Petruschka | Movements to Stravinsky
Freitag, 28. April 2017, 19:00 - 22:00
 

Auf den Spuren von Diaghilews Ballets Russes

Der neue Abend des Wiener Staatsballetts ist mit „Der Feuervogel“, „Petruschka“ und „Movements to Stravinsky“, welches sich musikalisch an „Pulcinella“ orientiert, gleich drei bedeutenden Werken Igor Strawinskis gewidmet, die im Geiste der Ballets Russes (1909-1929) stehen – einer Ballettkompanie, die sich im frühen 20. Jahrhundert um den kunstinteressierten russischen adeligen Mäzen Sergei Diaghilew formierte und von St. Petersburg ausgehend vor allem in Paris zu Weltruhm gelangte. Sie vereinte die bedeutendsten Künstler dieser Zeit, darunter die Tänzer Michail Fokin und Wazlaw Nijinski, Maler wie Pablo Picasso, die Bühnenbilder und Kostüme entwarfen, oder Igor Strawinski, dem damals führenden Ballettkomponisten. Nach der bereits stagnierenden Epoche der großen Ballettklassiker des 19. Jahrhunderts war der Wunsch nach einem Aufbruch in eine neue Ära und Ästhetik groß, das Tor zur Moderne wurde geöffnet. 1910 präsentierte Diaghilew mit „Der Feuervogel“ das erste Ballett des jungen Strawinski, in der Choreographie von Michail Fokin, das seither bereits mehrere Interpretationen erfuhr.

Andrey Kaydanovskiy stellt nun seine eigene Fassung an der Volksoper Wien vor. Gemeinsam mit Eno Peci, der sich mit „Petruschka“ auseinandersetzt, und András Lukács, der sich von „Pulcinella“ zu den abstrakten „Movements to Stravinsky“ inspirieren lässt – alle drei sind aus der Kompanie des Wiener Staatsballetts hervorgegangene, preisgekrönte Choreographen – stellt er sich der Herausforderung, dieses historisch wertvolle Werk mit Respekt vor der Tradition neu zu interpretieren. Besinnen sich Kaydanovskiy und Peci weitgehend auf die musikalischen Originalfassungen aus den Jahren 1910 bzw. 1911, wählte Lukács eine Zusammenstellung von Werken Strawinskis.

Ort Volksoper
Währingerstraße 78
Wien
1090
Österreich
+43/1/51444-0
http://www.volksoper.at