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Freitag, 15. März 2019
Freitag, 15. März 2019
  • Freitag, 15. März 2019 | 19:00 - 20:00  | Robyn/Hugo Le Brigand - sans culottes | brut | 

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Tanz Uraufführung

    Robyn/Hugo Le Brigand greift in sans culottes das Erbe der französischen Revolution und die Energie der bretonischen Volkstänze und ihrer Musik auf und kreiert daraus ein Solo für zwei Pobacken und einen Anus. sans culottes lädt dazu ein, den Anus als universelle Verbindung zu sehen – eine Öffnung, die uns allen eigen ist und uns verbindet.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Im späten 18. Jahrhundert lehnten sich in Frankreich die Sansculottes gegen die Hierarchie und die Ungleichheit im monarchischen System auf und forderten soziale Gleichheit und Demokratie. Sie erhielten ihren berüchtigten Spitznamen, weil sie sich die modische Unterwäsche nicht leisten konnten, die von der Aristokratie getragen wurde.

    Auch Robyn/Hugos sanfte Revolution des Anus findet sans culottes statt. Aufgrund seiner physiologischen Funktion, seiner Lage und seiner sexuellen Konnotation wurde der Anus im Laufe der Geschichte stigmatisiert, wodurch eine starke Hierarchie im Körper entstand. Robyn/Hugo Le Brigand kehrt diese Hierarchie nun um und kreiert einen Tanz für, um und im Anus. In der Bretagne, der Region, in der Robyn/Hugo aufwuchs, sind folkloristische Tänze und Musik in der Kultur als Ort der Begegnung stark vertreten. Robyn/Hugo geht in der Soloperformance der Frage nach, ob auch ein folkloristischer Tanz kreiert werden könnte, der den Anus als schöne, universelle Körperregion mit großer Transformationskraft feiert.

    Robyn/Hugo Le Brigand, 1991 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet in Wien. Robyn hat international mit verschiedenen Künstler*innen wie Doris Uhlich, Cie. Willi Dorner, Helene Weinzierl, Simone Forti, Eyal Bromberg, Katharina Senk und Claire Lefèvre gearbeitet. Im vergangenen Jahr zeigte Robyn/Hugo die erste Etappe des Solos sans culottes bei imagetanz 2018 in der brut-Reihe Handle with care. Robyn/Hugo wurde mit dem danceWEB-Stipendium im Rahmen von ImPulsTanz (2017) und dem BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) ausgezeichnet. Robyn/Hugo hat die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) absolviert und besitzt einen Bachelor in Geschichte (Universität Rennes II, FR).

     

    Credits

    Konzept, Performance Robyn/Hugo Le Brigand Künstlerische Begleitung Alix Eynaudi Lichtdesign Denise Kamschal Kostüm Sarah Sternat Produktion Eva Holzinger, Sophie Schmeiser

     ::  Festival

  • Freitag, 15. März 2019 | 19:30  | Kat Válastur: OILinity | Tanzquartier Wien | 

    OILinity von Kat Válastur ist eine Choreografie über die Abhängigkeit der westlichen Gesellschaft vom Öl und das drohende Ende des Rohstoffs. Die Choreografin lässt drei Tänzer*innen eine von Erdöl belebte Landschaft voll surrealer Hindernisse durchwandern. Ihr Herzstück ist die „spinning melancholy“, ein zylinderförmiges Objekt, das nichts anderes als den Erhalt des Systems im Sinn hat. Mit kraftvollen Bewegungen, speziellen kinetischen Codes und schwarzem Humor versuchen die Performer*innen nach und nach, die Mechanismen dieses Systems zu brechen und aus seinem Kraftstoff etwas Neues zu destillieren. OILinity präsentiert dem Publikum eine choreografische Arbeit, die verborgene Wesenszüge sowohl des Menschen als auch des Erdöls freilegt und ein Bewegungsvokabular findet, in dem Kräfte und Geschwindigkeiten in der kruden Schönheit des tropfenden Öls kulminieren.

     ::  Aufführung

  • Freitag, 15. März 2019 | 20:30 - 21:30  | Alex Franz Zehetbauer - wet dreaming at 52Hz | brut | 

     

    ORT: brut im Atelier Augarten, Scherzergasse 1a, 1020 Wien

    Performance / Musik Uraufführung

     

    wet dreaming at 52Hz taucht ab in einen audiovisuellen Ozean der Walintelligenz. Alex Franz Zehetbauer untersucht in seiner Performance das komplexe emotionale und auditive Bewusstsein der Wale und übersetzt diesen uralten Fernkommunikationsmodus in den Performanceraum. In einen großen Wassertank eingetaucht komponiert er live Vocals, die sich wie spiralförmige Wellen an den Füßen des Publikums brechen. wet dreaming at 52Hz konfrontiert die anthropozentrischen und patriarchalen Vorstellungen von Intelligenz mit der Körperlichkeit und Eigenart der Wale.

    Am 16. März findet im Anschluss an Alex Franz Zehetbauers wet dreaming at 52Hz ein Publikumsgespräch mit Robyn/Hugo Le Brigand und Alex Franz Zehetbauer im Atelier Augarten – Café statt.

    Die Spezies der Wale existiert bereits seit Millionen von Jahren. Die Gehirne dieser Tiere haben sich über einen längeren Zeitraum entwickeln können als die des Menschen – und dies in einer Umgebung mit wenigen natürlichen Feinden. Vielleicht liegt darin der Grund, warum ihre Intelligenz auf die Komplexität von Beziehungen zueinander ausgerichtet ist, auf Ehrlichkeit, freizügige Erotik, ausgelassene Verspieltheit und die Fähigkeit, scheinbar problemlos in psychedelische Zustände einzutauchen.

    wet dreaming at 52Hz übersetzt die Wissenschaft der Walwahrnehmung ins Abstrakte. In seinem Solo versucht Alex Franz Zehetbauer eine körperliche und sensorische Annäherung an den harmlosen Riesen. Wie ist es, in die Haut eines Wals zu schlüpfen? Wie performt es sich in einer Masse von Menschen, in denen ebenfalls die Fähigkeit schlummert, wie Wale zu denken und zu handeln? Wie fühlt es sich an, Geräusche auf einer körperlichen Ebene wahrzunehmen? Wie wäre es, wenn wir alle den inneren Körperzustand des anderen mittels Sonar erkennen könnten? Und vor allem: Wie könnte die Welt aussehen, wenn wir alle ein bisschen mehr wie Wale wären?

    Alex Franz Zehetbauer, geboren 1990 in Brooklyn, ist ein Performance- und Musikkünstler, der derzeit in Wien lebt. Er studierte Gesang, Tanz, Schauspiel und Komposition am Experimental Theatre Wing der NYU Tisch School of Arts und beim International Theatre Workshop in Amsterdam. Seine Werke wurden in New York, Baltimore, Wien und Madalena, Azoren, gezeigt. Er ist auch in Aguahara ausgebildet und bietet private Sitzungen in dieser Wasser-Körperarbeit und Bewegungspraxis an. Alex’ Arbeit wurde von Leimay CAVE, Arts Unfold, INK und Arbeitsplatz Wien unterstützt. Er erhielt das BKA-Startstipendium für Musik und darstellende Kunst (2018) und die TURBO Residency – ImPulsTanz 2018. Im brut-Programm war er zuletzt in Claire Lefèvres Welcome to the Fisch-Haus (2018) zu sehen.

    www.alexfranzzehetbauer.com

     

     

    Credits

    Konzept & Performance Alex Franz Zehetbauer Künstlerische Beratung & Unterstützung Claire Lefèvre Outside Eye & Ear Veza Fernández Licht & Video David Lang Produktion Sophie Schmeiser, Eva Holzinger

     ::  Festival