Schaepfer iconIch treffe Martin Schläpfer in Düsseldorf im neuen Balletthaus der Deutschen Oper am Rhein. Einige Wochen vor der Premiere der „Ulenspiegeltänze“ bekomme ich während der Proben Gelegenheit, ihn bei der Arbeit mit seinem Ballettensemble in Aktion zu erleben. „Ich denke als Tänzer. Ich weiß noch wie es sich anfühlt“, wird er mir später im Interview mitteilen.

Fast 30 JInferno0ahre sind vergangen, seit Xin Peng Wang seine Heimat nach dem Massaker auf dem Tian’anmen-Platz in Peking 1989 verließ. Er selbst bezeichnet es als Zufall oder Schicksal, dass er damals von China ausgerechnet ins Ruhrgebiet nach Deutschland kam. Der „Ruhrpott“ - auch das „Revier“ genannt - wurde seine neue Heimat und Wirkungsstätte, der er bis heute treu geblieben ist.

Loin4679Introdans zeigt in ihrem aktuellen Programm „5 Stars“, das im Mai und Juni in Deutschland und den Niederlanden auf Tournee ist, einen repräsentativen Querschnitt aus der Vielfalt des zeitgenössischen Balletts. Für seine Fotoreportage hat Ingo Schäfer ein Interview mit Sidi Larbi Cherkaoui  geführt, dessen Stück „Loin“ neu ins Repertoire der niederländischen Compagnie kam. Die weiteren Sterne des Abends stammen von Ben Van Cauwenbergh, Robert Battle, Mauro de Candias und Jiří Kylián.

Stoic0Göteborgs Operan präsentiert mit dem Tanzabend „Dust to Dust“, zwei Arbeiten der zur Zeit interessantesten und erfolgreichsten, Choreografen. Sidi Larbi Cherkaoui, der im November den Europäischen Theaterpreis entgegennehmen wird, ist mit der Weltpremiere seines Werkes „Stoic“ in Göteborg zu sehen. Die schwedische Premiere von Crystal Pites „Solo Echo“, die in diesem Jahr den Titel „Choreografin des Jahres“ der Zeitschrift „Tanz“ erhalten hat, beschließt den Abend.

02 AliceMauro Bigonzetti, ehemaliger Leiter des wegweisenden „Aterballetto“ und Xing Peng Wang, der in seiner Zeit als Ballettdirektor am Dortmunder Theater, mehr als 40 verschiedene Produktionen für das Ensemble kreierte, verbindet eine langjährige Freundschaft. Bigonzetti war bereits mit vier Produktionen in Dortmund vertreten. Vier Jahre nach der Premiere mit „Gauthier Dance“ am Theaterhaus in Stuttgart präsentiert das Theater Dortmund nun Bigonzettis gefeierte Kreation „Alice“. Eine Fotoreportage von Ingo Schäfer.