Schluss mit dem Geraune

Internationale Vorzeigeproduktionen und eine verstärkte Präsenz Linzer Tanzschaffender kennzeichnen die diesjährigen Tanztage (12. März bis 22. April) in der europäischen Kulturhauptstadt Linz.

Tero Saarinen, Nigel Charnock und Robyn Orlin sind die klingenden Namen der Tanztage 2009 im Posthof Linz. In „Next of Kin“ entführt der finnische Choreograf und Tänzer Tero Saarinen zusammen mit dem Licht-Designer Mikki Kurtu in eine „Zauberwelt“, in der das Publikum „zu Voyeuren eines fremdartigen Lebens in außergewöhnlichen Landschaften“ wird. Die südafrikanische Choreografin Robyn Orlin gastiert mit ihrem Erfolgsstück „Dressed to Kill“, während Nigel Charnock mit drei weitere Performern seine Show über „Stupid Men“ in bewährt respektloser Manier durchzieht. "Mad, bad - but highly entertaining!", fand die respektable Times. Die holländische Gruppe Club Guys & Ron gibt mit „Poetic Desaster“ ihre Österreich-Premiere. In „Zugeflüstert“ führt Andrea Amort ihre Gegenüberstellung von Tanzgeschichte und Gegenwartstanz weiter. Rose Breuss, Liz King und Georg Blaschke empfinden Tanzwerke aus der Zwischenkriegszeit von Andrej Jerschek, Gertud Bodenwieser und Hanna Berger nach.
Im Rahmen von Linz09 kommen zwei Compagnien aus der Schweiz in den Posthof: Die Alias Compagnie unter der künstlerischen Leitung von Guilherme Botelho und die Compagnie 7273.
Großes Augenmerk legen diese Tanztage in diesem 25. Jubiläumsjahr allerdings auf die heimische Tanzszene: „Gleich vier Produktionen (drei davon Uraufführungen!) werden die Lebendigkeit der Linzer Tanzszene unter Beweis stellen und das unappetitliche Geraune von der angeblich nicht europareifen freien Szene Lügen strafen. Zusätzlich werden in zwei Labor-Marathons am 7. und 14. März in der Hafenhalle 09 zwölf 15-Minuten-Stücke von NachwuchschoreografInnen präsentiert.
Linz09 stellt drei Preise zur Verfügung, die mit ¤ 10.000,-, ¤ 5.000,- und ¤ 3000,- dotiert sind. Eine unabhängige Jury wird die Arbeiten bewerten. So wird in Zusammenarbeit mit Linz09 das TanzTageLabor zur bisher größten Plattform oberösterreichischer TanzkünstlerInnen“, schreibt Festival- und Posthof-Direktor Wilfried Steiner. Die vier Produktionen sind: „morning light breaks the night“ von Monika Huemer, „[Slik]“ von Silke Grabinger & Roderich Madl, „blushing“ von Cy.ancal / Andrea Müller sowie „Montage Total“ von Marina Koraiman.

Details auf www.posthof.at

Edith Wolf Perez

Submit am 22.02.2009

 

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