Spartenübergreifende Kooperationen |
Neuer künstlerischer Leiter für das Festspielhaus St. Pölten. Ab der Saison 200/10 wird Joachim Schlömer das Programm gestalten. |
Michael Birkmeyer, langjähriger Intendant des Festspielhauses St. Pölten, beendet mit der kommenden Saison seine erfolgreiche Tätigkeit. Als neuer künstlerischer Leiter wurde von der NÖKU, der NÖ Kulturwirtschaft GmbH, der 46jährige Choreograf und Regisseur Joachim Schlömer für drei Jahre bestellt. Er wird ab der Saison 2009/2010 das Programm des Festspielhauses gestalten. Bei der Vorstellung des neuen künstlerischen Leiters am Montag, 9. Juni, wollte Schlömer über seine Absichten nur Allgemeines sagen: Verstärkung der regionalen Basis, neue Kooperationspartner finden, Jugendarbeit intensivieren. Konkretes will Schlömer erst bekannt geben, wenn er sich einen Überblick verschafft hat. Jedenfalls betont er, dass die Grundstruktur nicht in Frage gestellt wird. Er werde, keinen harten Schnitt machen. Joachim Schlömer studierte vor seiner Ausbildung zum Tänzer und Choreografen an der Folkwangschule in Essen Architektur. Nach Engagements als Ballettdirektor in Ulm, 1994 Direktor des Tanztheaters am Nationaltheater Weimar und als Direktor des Tanztheaters am Theater Basel, widmet er sich seit 2001 als freischaffender Regisseur und Choreograf spartenübergreifenden Projekten. Zur Zeit betreut er Kooperationsprojekte zwischen dem Freiburger und dem Heidelberger Stadttheater , wobei er auf eine Zusammenarbeit der freien Tanzszene mit dem institutionalisierten Theater setzt. Schlömer ist mit seinen Arbeiten auch immer wieder in Österreich zu Gast, nicht nur bei den Wiener Festwochen (etwa mit der Inszenierung der Oper masssacre von Wolfgang Mitterer, 2003) und in Salzburg (zuletzt irrfahrten, eine Mozart-Trilogie, 2007) sondern auch am Burgtheater oder dem steirischen Herbst. Das jüngste Werk Schlömers wird zum Auftakt der letzten Saison Michael Birkmeyers in St. Pölten zu sehen sein. Birkmeyer ist es gelungen, die von Schlömer für das Lucerne Festival erarbeitete Tanz-Musik-Theater-Produktion der Mozart-Oper Die Entführung aus dem Serail ins Festspielhaus zu holen. Nur wenige Tag nach der Premiere in Luzern wird diese spartenübergreifende Aufführung Zeugnis von Schlömers Ideen und Konzepten geben.
|
Ditta Rudle |
Submit am 09.06.2008
All rights reserved © http://www.tanz.at
|