Bewegung und Fülle |
Igor Strawinsky ist Zentralfigur und Thema einer international besetzten Tagung in Salzburg anlässlich der 125. Wiederkehr seines Geburtstages. |
Der Komponist Igor Strawinsky (geboren 1882 in Russland, gestorben 1971 in New York), ist eine der interessantesten Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts. Vieles was über den Künstler und seine Musik einfach als unreflektiertes Klischee gesagt und weiter gegeben worden ist, kann und soll mehr als dreißig Jahre nach seinem Tod revidiert und neu bewertet werden. Strawinskys ausgeprägte Liebe zum Ballett, aber auch zur bildenden Kunst, machte ihn zur zentralen Figur der Musik- und Theaterszene des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts. Im Umfeld der "Ballets Russes" fand in den ersten Dezennien des vorigen Jahrhunderts eine Begegnung und Verschmelzung aller Künste statt. Tänzer, Ballettmeister, Maler, Bühnenbildner, Musiker, Komponisten und Dirigenten potenzierten Fantasie und Kreativität zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Auch heute noch ist die Kraft und Bildhaftigkeit von Strawinskys Musik zu spüren. Sinnliche Prägnanz und rhythmische Schlagkraft (als Beispiel sei nur das Frühlingsopfer / Le sacre du printemps genannt) sind für die Ballettkompositionen, und nicht nur für diese kennzeichnend. Strawinskys Bühnen- und Konzertwerke haben nichts von ihrer Beliebtheit verloren. Wenn man will, so kann man Strawinskys Musik gern einen Bogen von der Moderne des vergangenen Jahrhunderts zu den performativen Konzepten heutiger Bewegungskunst schlagen lassen. Gunhild Oberzaucher-Schüller / Fachbereich für Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg nimmt das stille Jubiläum der 125. Wiederkehr von Strawinskys Geburtstag zum Anlass, gemeinsam mit Ulrich Mosch aus Basel und Thomas Steiert von der Universität Bayreuth, renommierte Fachleute zu Gesprächen und Vorträgen zu laden, um alte Erkenntnisse über Strawinsky und sein Schaffen aufzufrischen, zu prüfen und zu neuen zu gelangen. Der visuellen Vorstellungskraft im uvre des Komponisten wird durch den Veranstaltungsort Rechnung getragen. Als Finissage der Strawinsky-Ausstellung Ich muss die Musik anfassen findet das fünftägige Symposium im Salzburger Museum der Moderne Rupertinum statt. Die visuelle Verbeugung vor dem Ballettkomponisten Strawinsky macht der bekannte New Yorker Ballettphotograph Costas mit seinen Bildern. Sie sind im Vortragssaal des Museums der Moderne Salzburg Rupertinum zu sehen und verweisen auch auf die Programmatik der internationalen Tagung, deren Referenten auch aus jenen Ländern kommen, in denen der Exilrusse Strawinsky Heimat fand.
Movimento et Volumina, Symposium aus Anlass der 125. Wiederkehr des Geburtstages von Igor Strawinsky, 27. April-1. Mai, Rupertinum, Salzburg Organisation und Anfragen: Gunhild Oberzaucher-Schüller Universität Salzburg: (+43) 0662 8044-4671 gunhild.oberzaucher_schueller@sbg.ac.at www.uni-salzburg.at/pls/portal/docs/1/459906.PDF
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Ditta Rudle |
Submit am 27.03.2007
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