Junge Talente tanzen um die Wette |
6. ÖTR-Contest 2007 vom 1. bis 5. April 2007 in Wien
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Zum 6. Mal findet heuer in Wien der ÖTR-Contest, ein Tanzwettbewerb für Profis und Amateure statt. Vom 1. bis 5. April stellen sich ganze Schulen und einzelne SolistInnen in öffentlichen und nicht öffentlichen Bewerben einer international besetzten Jury. Neben den Amateuren und den SchülerInnen berufsbildender Ballettschulen (auch die Staatsopernballettschule hat TeilnehmerInnen nominiert) sind vor allem professionelle Tänzerinnen und Tänzer zwischen 18 und 27 Jahren eingeladen. Während die Ballettbewerbe bereits traditionell im Theater Akzent stattfinden, hat Evelyn Téri, Organisatorin und künstlerische Leiterin des vom Österreichischen Tanzrat veranstalteten Wettbewerbs, für die Kategorie zeitgenössischer Tanz einen besonderen Ort gefunden. Die 64 Tänzerinnen und Tänzer, mehr als drei Mal so viele als beim letzten Tanzwettbewerb 2004, werden sich im Mokador Event, dem ehemaligen Casanova-Revuetheater in der Dorotheergasse, der von Katherina Czernin organisierten Jury -Georg Blaschke, Bernd Bienert (Vorsitz), Lukas Gaudernak, Lisa Hnterreither, Saskia Hölbling, Harmen Tromp und Xiu Suao - stellen. In der Jury für die Ballettkategorien sind ebenfalls renommierte TänzerInen und Tanzfachleute zu finden, unter anderen Olga Aleksandrova, Michael Birkmeyer, Gregor Hatala, Simona Noja, Darrel Toulon oder Jolantha Seyfried. Vergeben werden nicht nur Geldpreise und Pokale an die GewinnerInnen in jeder Kategorie, sondern auch Sonderpreise für herausragende Leistungen, etwa für die beste Choreografie, die beste Schule oder die musikalisch einfühlsamste Interpretation. Die Abschlussveranstaltung findet als Galaabend am 5. April im Volkstheater statt. Neben den PreisträgerInnen werden heimische und internationale Gäste tanzen. Aus Kanada kommt Anik Bissonnette, Prima Ballerina der Grands Ballets Canadien. Sie wird eine Choreografie von Marió Radacovsky, Ballettdirektor in Bratislava, zeigen. Eine Kontrast dazu setzt Elena Saizafarova, die beim Tanzwettbewerb Premio Roma 2006 den Spezialpreis für die beste zeitgenössische Choreografie gewonnen hat. Saizafarova hat ihre Choreografie La Désir de Metamorphose zur Musik von Niccolo Paganini auch selbst interpretiert. Außerdem werden Choreografien des Chinesischen Künstlers Liu Zhen und des Australiers Wyiane Eagling gezeigt. Tamás Solymosi und Irina Tsymbal werden von Igor Zapravdin am Klavier begleitet. Auch der Preisträger der ÖTR-Contests 2004, Daniil Simkin, garniert die Gala - nicht als Solist diesmal, sondern im Pas de deux mit Kayo Sasabe, einer mehrfach preisgekrönten jungen japanischen Tänzerin. Der ÖTR (Österreichische Tanzrat) vertritt Österreich als nationales Komitee im internationalen Tanzrat (CID - Conseil International de la Danse) der UNESCO und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tanzinstitutionen und deren Interessen zu koordinieren und auch medial Tanz und Ballett zu fördern. An Engagement und Einsatzfreude fehlt es den MitarbeiterInnen des Gremiums unter Präsident Karl Musil nicht, eher an finanziellen Ressourcen. Private Sponsoren müssen einspringen, damit die Arbeit fortgesetzt werden kann und das alle drei Jahre stattfindende Großereignis des ÖTR-Contests zustande kommt. Das große Interesse der TeilnehmerInnen (heuer sind mehr als 400) und die illustren Namen der Jurymitglieder, zeigt jedoch, wie wichtig und anerkannt die Tätigkeit des ÖTR allgemein und der Wiener Wettbewerb besonders sind. Unverständlich ist, dass die Stadt Wien (wie Téri berichtet) den aufwändigen Wettbewerb mit keinem Euro unterstützt. Die Kunstsektion im Bundeskanzleramt hat eine Subvention zugesagt, auch das Außenamt unterstützt, so wie der Chinesische Kulturverein in Wien und andere private Sponsoren. Hauptsponsor ist Freshfields Bruckhaus Deringer, eine internationale Anwaltssozietät, mit einem Büro in Wien. Der ÖTR-Contest wurde 1996 erstmals als nationaler Tanz- und Ballettwettbewerb veranstaltet. Der Erfolg machte den Veranstaltern Mut, den Wettbewerb auch international auszuschreiben. Inzwischen fanden vier internationale Bewerbe statt, bei denen die Teilnehmerzahl und auch die Qualität des Gebotenen stetig gestiegen ist. http://www.oetr.at/2007.htm
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Ditta Rudle |
Submit am 19.03.2007
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