Tanz, Rhythmus, Energie, Tempo und Musik |
Die TanzTage 2007 im Posthof Linz präsentieren ein erlesenes Programm |
Im wahrsten Sinne drunter und drüber geht es auf dem Sujet zu den TanzTagen 2007 im Linzer Posthof. Das Motiv aus Spiegel vom Kultchoreografen Wim Vandekeybus (20. April) - eine Art Retrospektive mit Szenen aus frühen wie aktuellen Stücken, neu erarbeitet und montiert - ist indikativ für das Programm: es geht um Tanz, um Rhythmus, um Energie, um die Lust an der Bewegung, um Tempo und vor allem auch um die Musik, die in allen Produktionen eine zentrale Stellung hat. Das österreichische Choreografinnenduo Editta Braun und Rebecca Murgi eröffnen die Tanztage am 24. März mit Matches of Time zur Komposition von Thierry Zaboitzeff. "Nicht gedankenschwer, sondern clownesk! Manchmal albern, mal eher verspielt, fast immer von einer angenehmen Leichtigkeit." Auch Exile Within des israelisch-niederländischen Choreografen Itzik Galili (27. März) zu betörender Musik (u.a. vom irischen Songwriter Damien Rice) ist "ein hochdynamisches, verblüffendes Ballett!" (Neue Osnabrücker Zeitung). Mit einem dreiteiligen Abend kommt das brasilianische Balé da Cidade de Sao Paulo am 1. April (kein Scherz) nach Linz, das mit seiner hinreißenden Dynamik und seiner elektrisierenden Emotionalität das Publikum immer aufs Neue in seinen Bann zieht. Eros pur!, merkten die Nürnberger Nachrichten an. Nach den pulsierenden Rhythmen Brasiliens wirbelt das Ballet Preljocaj in The 4 Seasons zu Vivaldis Musik über die Bühne (17. April). Choreografiestar Angelin Preljocaj verwandelt seine TänzerInnen in eigenartige Phantasiewesen wie Riesenigel, Schwammgestalten oder Neoprengebilde, mit denen er neue, ungewöhnliche Körperbewegungen erfinden kann. Die kanadische Gruppe Daniel Léveillé Danse beschließt mit The Modesty of Icebergs den Abend. Zu Chopins Nocturnes bewegen sich die nackten Körper auf der Bühne wie Wesen aus einer magischen Gegenwelt. Im TanzTage Labor einer Plattform für Nachwuchskünstler zeigt das polnisch-österreichische Choreografenduo Cezary Tomaszewski & Ulrike Hager ihr Stück Dance Tetralogy. Witz trifft Charme trifft Tragik. Slapstick neben Gewalt und Fanatismus. All dies im Spiel von vier abergläubischen Opernheldinnen: die Walküre, die Königin der Nacht, Tosca und Medea!
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Edith M. Wolf Perez |
Submit am 08.02.2007
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