"Tanz auf einem Bein?"
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Einer der Betroffenen der Theaterreform, Bert Gstettner vom Tanz*Hotel
meldet sich zu Wort
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"Die Entscheidungsträger in der Kulturpolitik der Stadt Wien mit
ihren neuen Kuratoren haben nun zuerst über die Zeitung verlautbaren
lassen, wie sie ihre Gelder an die freie Tanz-, Theater- und Performanceszene
zu verteilen gedenken. Schon die Art und Weise der Bestellung der Kuratoren
hat nichts Gutes erahnen lassen. Hohle Begriffe oder persönliche
Probleme dienen jetzt dazu, nicht vorhandene Kriterien als Entscheidungsgrundlage
zu ersetzen.
Die verlautbarten Jahresprojektförderungen von Euro 40.000 bis 90.000
haben den Überlebenskampf verschärft und die Ungerechtigkeit
in noch nie dagewesenem Ausmaß geschürt. Muß die Freie
Tanzszene in Wien zerstört werden? Warum ist es unmöglich, eine
einigermaßen sinnvolle Verteilung der Mittel für Freien Tanz,
Performance und Theater zu gewährleisten und die äußerst
lebendige Szene in Wien würdig zu fördern?
Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny ist schlecht beraten wenn er glaubt und absegnet,
dass eine Formation wie Tanz*Hotel, die im letzten Jahr mit 31 Aufführungen
zwischen Kairo und St.Petersburg und in Wien im WUK-Theater sowie vor
ausverkauftem Haus an der Volksoper reüssierte, und gleichzeitig
Probenräume für Tanz und Theater in Wien Favoriten bewirtschaftet,
mit einer massiven Subventionskürzung von sage und schreibe 50%!(den
Verlust von 2003 miteingerechnet) die existenzielle Grundlage entzogen
wird. Welchen künstlerischen Output kann man mit einer Restförderung
von 60.000 Euro im Jahr noch sinnvollerweise erwarten? Eine halbe Produktion
oder mit dem halben Geld das ganze Jahr arbeiten? Sollen wir auf einem
Bein tanzen?
Die Tanz- und Performanceszene Wiens besitzt keine einflußreiche
Lobby (mehr) und wird daher durch das neue Kuratorium sukzessive marginalisiert,
unabhängigem Schaffen durch diese Unreform der Garaus gemacht. Man
schaut nicht, was gewachsen ist und wie es wächst, sondern verwirklicht
Papiere und "Reform"konzepte: Da steckt noch viel Fantasie drin: Wien
baut in Rumänien ein Koproduktionstheater, dann wären enorme
Kosten eingespart und die ganze Theaterbagage wäre man auch gleich
los."
(Presseaussendung Tanz*Hotel / Bert Gstettner vom 26.01.2004) www.tanzhotel.at
tanz.at hat die Theaterreform in der Oktober-Augabe kommentiert. Ausführlichen
Bericht hier nachlesen>>>MAGAZIN
Okt_03
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Red.
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Submit am 03.02.2004
Online am Dienstag 03.02.2004
Lezte Online Aktualizierung am
Donnerstag 05.02.2004 16:17
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