Bibelstunde, mal anders |
Carole Alston begeisterte das Publikum im Musikverein mit einem Gospelprogramm |
Come on children, let's sing, Musikverein, Brahms-Saal, 24.11.2007. |
Als Jazzsängerin, Musicaldarstellerin und Jazztanzlehrerin ist Carole Alston bestens bekannt. Dass sie als Tochter eines Baptistenpfarrers aber besonders nachhaltig Bibel und Gospel vermitteln kann, zeigte sie nun erstmals mit dem Programm Come on children, let's sing im Musikverein, bei dem sie nicht nur die Lieder sang, sondern ihren Ursprung erklärte und die Atmosphäre der afroamerikanischen Messe heraufbeschwor - mit tatkräftiger Unterstützung ihres jungen Publikums (Kinder ab 5 Jahren). Diese erwiesen sich als ziemlich bibelfest, wussten sie doch genau, was es mit den Geschichten aus dem Alten Testament, mit Moses, Daniel, Noah, Abraham und Joshua auf sich hat - und sie waren begeisterte Mitspieler. Wenn sie etwa probierten, wie die Mauern von Jericho durch Schreien zu Fall kamen, bebten die Wände des Musikvereins gewaltig. Die Carole Alston verströmt ihr Charisma auch bei Kindern, sie spricht mit ihnen auf gleicher Augenhöhe, animiert sie freundlich zum Mitmachen und setzt gleichzeitig bestimmt Grenzen (schreien, nicht kreischen, ermahnt sie, als die Kids in den höchsten Tönen loslegten). Ihre wunderbar modulierende Gesangsstimme mit dem dunklen Timbre berührt sowieso das Publikum jeden Alters - das kriegt jedes Kind mit. Begeistere Mitspieler waren auch die musikalischen Begleiter Uli Datler (Klavier), Andreas Weiss (Schlagzeug), Uli Langthaler (Bass) und das Tanzensemble mit Nele Moser, Eva Zamostny, Albert Kessler und Jürgen Kapaun. Come on children, let's sing ist ein besonders gelungenes Beispiel von Vermittlungsarbeit, die im Musikverein unter dem Titel allegretto mit einem vielfältigen Konzertprogramm angeboten wird. Bleibt zu hoffen, dass diese spezielle Bibelstunde eine Fortsetzung findet.
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Edith Wolf Perez |
Online am: 28.11.2007, © www.tanz.at |