Musik und Tanz aus Afrika |
Iyasa aus Simbabwe gastieren im Dschungel Wien |
Afrika tanzt, Dschungel Wien, 02.04.2006. |
Schon am Eingang wird man von Gesang empfangen, sozusagen als Einstimmung zur anschließenden 70-minütigen Show, mit der Iyasa am Sonntag sein mehrwöchiges Österreich-Gastspiel eröffnete: Betörende Stimmen, mitreißende Rhythmen und ein Tanz, der die Enge des Theaters sprengen möchte. Eine gelungene Mischung, die Kinder und Eltern gleichermaßen begeisterte. Die Show Afrika tanzt verlässt sich ganz auf den Impakt der traditionellen Tänzen und afrikanischer Musik und verzichtet auf zusätzliche Erklärungen. Und die braucht es gar nicht, auch wenn man dem Text nicht folgen kann, denn die Inhalte sind sehr bildhaft dargestellt und selbsterklärend. Ihre musikalische Vielseitigkeit stellte das 12-köpfige Ensemble dann auch noch mit dem Dylan-Song Knocking on Heavens Door unter Beweis, einer wirklich afrikanischen Interpretation. Am Ende der Show (mit einigen Zugaben woher nehmen sie nur die Energie?) verstecken sie sich nicht hinter der Bühne, sondern verabschieden sich am Ausgang persönlich von den Zuschauern. Iyasa steht für Inkululeko Yabatsha School of Arts, die 1998 als Tanz- und Schauspielschule in Simbabwe gegründet wurde. Inzwischen tourt das professionelle Ensemble mit Theaterstücken, Tanzshows, Workshops und Musikprogrammen durch die ganze Welt. Im Dschungel Wien werden die Iyasa-Mitglieder neben weiteren Aufführungen am 8., 9. und 17. April mehrere Workshops leiten. Ein weiteres Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem Theatro Piccolo für die Produktion China K. nach dem Buch der ugandischen Kindersoldatin China Keitetsi, Sie nahmen mir meine Mutter und gaben mir ein Gewehr. Unter der Regie von Christian Suchy, dem Buch und der Choreografie von Picco Kellner spielen, tanzen und singen die Mitglieder von Iyasa. Premiere ist am 3. Mai im Dschungel Wien.
|
Edith M. Wolf Perez |
Online am: 03.04.2006, © www.tanz.at |